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Mobiles Büro im USB-Stick

Das mobile Büro kommt – der Disk2go Smart von Data Storage ist der erste USB-Stick, der die Smart-Drive-Technologie von U3 unterstützt. Der Clou dabei: Die Software macht aus dem Datenträger eine transportable Arbeitsumgebung, auf der nicht nur Daten, sondern auch Anwendungen mitgenommen werden können.

Der Vorteil für den Nutzer besteht darin, dass er immer alle Dokumente, Fotos, Passwörter, E-Mails, Adressen und häufig genutzte Applikationen dabei hat. Auch die persönlichen Einstellungen sowie Favoriten, Verlauf und Cookies sind jederzeit verfügbar. Somit kann der Nutzer an jedem – auch öffentlichen – PC sofort in seiner gewohnten Umgebung arbeiten. Wird der USB-Stick wieder vom Fremd-Rechner entfernt, verbleiben auf diesem keinerlei Spuren.

Noch feht es an Software
In einem ersten Test konnte sich die Redaktion von Fototools  von den Funktionen überzeugen. Der Datentransfer erfolgt ähnlich flott wie auf einem vergleichbaren Stick ohne Smart-Drive. Das vorinstallierte U3 Anti-Virus von MCAfee lässt sich problemlos installieren und scannt auf Wunsch nicht nur den USB-Stick sondern auch die Festplatte. Dazu gibt es Thunderbird for U3 als Mailprogramm sowie ein Tool zur Datensynchronisierung zwischen Stick und PC. Doch obwohl auf dem USB-Drive alle Applikationen fix und zuverlässig arbeiten, liegt gerade bei der Software das Hauptproblem. Denn alle Anwendungen müssen zuvor auf das System von U3 portiert werden – und das kann dauern, wie ein Blick in das Downloadcenter von U3 zeigt. Die meiste Software ist noch nicht verfügbar – auf Deutsch schon gar nicht. Immerhin gibt es bereits beliebte Tools wie den Musikplayer Winamp, oder das Kommunikations-Programm Trillian. Hinzu kommen verschiedene Security-Tools und Passwort-Manager. An Foto-Software ist bereits der Photo Printer 5 von Arcsoft sowie FxFoto Portable Pictures von Triscape verfügbar. ACDSee 7 (in einer U3-Version) und ein kleiner Bildverwalter namens Preklick Photo Photo Back Pack 1.0 sollen in Kürze folgen.

U3-Smart-Drives können auf allen PCs verwendet werden, sofern diese unter Windows 2000 oder XP laufen. Unter anderen Betriebssystemen wird der USB-Stick wie ein gewöhnlicher Massenspeicher angesprochen. Der große Vorteil gegenüber selbstgebastelten Lösungen liegt neben den Security-Features vor allem im Komfort. Erst so erscheint ein künftiger Massenmarkt denkbar. Die Preise der U3-fähigen Sticks von Data Storage stehen dem nicht entgegen: Sie entsprechen mit 30 Euro (256 Mbyte) bis 150 Euro (2 Gbyte) in etwa denen herkömmlicher USB-Sticks.

Alternative: Eine selbstgebastelte Lösung mit Mobile Assistant (30 Euro), Antivir Personal, Portable Firefox und Thunderbird (alles Freeware).