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Edle Messsucherkamera: Leica M

Leica M
Leica M: Die Nachfolgerin der M9 heißt einfach M.

Was folgt auf die Leica M9? „M10“ hatten viele erwartet. Doch weit gefehlt, Leica nennt seine neu, digitale Messsucherkamera schlicht und einfach „M“. Die Leica Camera AG nutzt zur Vorstellung dieses und vieler weiterer Modelle die Photokina und setzt das komplette neue Lineup effektvoll in Szene. Dabei markiert die Leica M im Hinblick auf die Produktbezeichnung eine neue Ära. Leica verzichtet künftig auf alle Ziffern im Produktnamen, „um die Bedeutung der Leica Kamerasysteme M und S nachhaltig und langfristig zu unterstreichen“, wie es heißt.

 

Die Leica M ist mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor ausgestattet und bietet alle möglichen Komfortfunktionen wie Live-View, Full-HD-Videos sowie zusätzliche Fokussier-Methoden. Leica preist sie deshalb als seine bislang vielseitigste Messsucherkamera an. Als erste Leica-Messsucherkamera ist die neue M mit einem völlig neu entwickelten, hochauflösenden Leica-Max-CMOS-Bildsensor im vollen Kleinbildformat mit 24 Megapixeln ausgestattet. Er wurde zusammen mit dem Kooperationspartner CMOSIS speziell für die Kamera und den Einsatz von M- und R-Objektiven entwickelt. Er soll die charakteristischen Vorteile von CCD-Sensoren wie die natürliche, brillante Farbwiedergabe und die eindrucksvolle Detailzeichnung nun auch auf einen CMOS-Sensor übertragen. Mit dem Sensor zusammen arbeitet in der M ein Leica Maestro-Prozessor, der ebenfalls für das Leica S-System verwendet wird.

 

Leica M: Rückseite in typischem M-Design
Leica M: Rückseite in typischem M-Design

Erstmals gibt es bei der Leica M einen Live-View und einen Live-View-Fokus. Der Monitor ist drei Zoll groß und löst mit 920.000 Pixeln hoch auf. Die Leica M bietet zwei weitere Fokusmethoden, die über die neue Fokustaste gestartet werden. Der neue „Live-View-Zoom“ ermöglicht eine bis zu 10-fache Vergrößerung für die volle Kontrolle der Schärfe bei Motivdetails oder der Naheinstellgrenze. Hinzu kommt der „Live-View-Fokus-Peaking“. Hier werden zur Fokuskontrolle Kanten automatisch mit roten Linien markiert. Anhand der Darstellung der Kanten lässt sich die Fokussierung dann beurteilen.

 

Gemäß Leicas M-Philosophie ist auch die neue M auf Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet. So bestehen Deckkappe und Bodendeckel der Kamera etwa aus massiven Messingblöcken. Das Ganzmetallgehäuse ist geschlossen und besteht aus einer Magnesiumlegierung. Spezielle Gummidichtungen sollen das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser schützen. Für die neue Leica M gibt es eine Vielzahl an optionalem Zubehör. Hierzu gehören etwa ein neuer Leica R-Adapter M, der den Anschluss an nahezu alle R-Objektive ermöglicht. Außerdem gibt es einen elektronischen Visoflex-Sucher, Leica EVF2, und ein Multifunktionshandgriff-M mit integriertem GPS-Modul. Ein Leica Mikrofon-Adapter-Set ist ebenfalls verfügbar.

 

Wie nicht anders zu erwarten  ist auch die neue Leica M kein Schnäppchen: Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt 6200 Euro. Sie ist in einer schwarz lackierten und einer silbern verchromten Ausführung ab Anfang 2013 erhältlich.