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Update für Sonys Vollformatkameras

Auch wenn die Sony Alpha 850 und 900 schon seit geraumer Zeit auf dem Markt sind, entwickelt Sony weiter an der Firmware. Für die beiden professionellen Vollformat-Kameras von Sony gibt es das Update nun als kostenlosen Download. Nach dem Update soll der Autofokus nicht nur präziser arbeiten, sondern auch auch schneller sein. Diese Optimierung kommt vor allem bei Makro-Objektiven zum Tragen. Sie ist nach Angaben von Sony neuen Algorithmen bei der Berechnung sowie Steuerung des AF-Motors und einer intelligenten Entfernungserkennung unscharfer Objekte zu verdanken.

Größerer Spielraum für Belichtungskorrekturen

Außerdem wird der Spielraum für Belichtungskorrekturen durch das Firmware-Update größer: In der Belichtungskompensation wurde der maximale Korrekturwert von bislang +/-3 auf nun +/-5 Belichtungsstufen erweitert. Damit lassen sich auch extreme Lichtsituationen besser meistern oder spezielle Belichtungseffekte kreieren. Die Korrektureinstellungen werden bei beiden Kameras auf dem Display angezeigt. Auch für Belichtungsreihen erweitert das Firmware-Update den Umfang möglicher Abstufungen. Bisher konnte eine Belichtungsreihe mit einem maximalen Umfang von 4 EV durchgeführt werden. Dabei waren drei oder fünf Bilder in 0,3-/0,5-/0,7- oder 2 EV Schritten möglich (bei 2 EV maximal drei Aufnahmen). Mit dem Update wird der Umfang jetzt auf insgesamt 6 EV erweitert. Dabei sind drei oder fünf Bilder in 0,3-/0,5-/0,7- oder 3 EV Schritten möglich (bei 2- und 3 EV maximal drei Aufnahmen).

Eine dritte Verbesserung für die Sony Alpha 850 und 900 betrifft eine neue Menü-Option. Sie aktiviert den Auslöser, auch wenn kein System-Objektiv an das Kameragehäuse angeschlossen ist – und das nicht nur im M-Modus. Damit eignen sich die Alpha 900 und 850 nun auch für viele Spezialanwendungen, wie zum Beispiel astronomische Aufnahmen, bei der die Kamera an ein Teleskop angeschlossen wird. Das kostenlose Firmware-Update steht auf den Support-Seiten von Sony zum Download bereit.

Fotografieren mit dem Sony Alpha Vollformat-System

Unter dem Titel "Das Sony Alpha Vollformat-System" bringt der Verlag Photographie jetzt ein Buch heraus, dass sich dem (Kleinbild-) Vollformatsystem von Sony widmet. Adressaten sind dementsprechend alle Besitzer einer Alpha-Spiegelreflexkamera. Der erste Teil des Buches behandelt die technischen Angaben zu Kameras, Objektiven und Zubehör. Im zweiten Teil geht es vor allem um die Optimierung der Kamera-Einstellungen und des Workflows. Im dritten Teil schließlich folgen großformatige Bildbeispiele. Diese Beispiele sollen Anregungen geben und zeigen, was bei optimaler Nutzung der Technik möglich ist.

Der Autor, Stephan Kölliker (Jahrgang 1969), arbeitete bereits als 18jähriger mit der Minolta 9000 und hochwertigen Objektiven. Später begann eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Kunstverlag Fink (Lindenberg). Nach Abschluss des Chemiestudiums forschte er an der Universität Basel über Umwelt-Spurenanalytik. Kölliker betreibt eine Webseite mit Informationen über Minolta- und Sony-Objektive. Außerdem ist er im Redaktionsteam des Schweizer Fotospiegels. 

"Das Sony Alpha Vollformat-System" hat 208 Seiten (Hardcover), ist im Verlag Photographie (Gilching) erschienen und kostet in Deutschland 39,95

SLR-Mittelklasse mit Full HD: Sony Alpha 580 und 560

Mit den beiden neuen Mittelklasse-SLRs Alpha 560 und 580 betreibt Sony mehr als nur etwas Modellpflege. Beide Kameras richten sich an "ambitionierte Hobbyfotografen" wie Sony schreibt und bieten gegenüber ihren Vorgängerinnen einiges an neuer Technik. Sie besitzen mit dem Exmor APS HD CMOS einen Sensor in APS-C Größe, der zusammen mit dem Bionz Bildprozessor schnelle Serienbildaufnahmen (und HD-Videos) ermöglicht. Der Sensor der Alpha 560 bietet dabei eine effektive Auflösung von 14,2 Megapixel; die Alpha 580 bringt es gar auf 16,2 Megapixel. Die Geschwindigkeit reicht bis zu sieben Fotos pro Sekunde – im Live View Modus immerhin noch bis zu drei Bilder je Sekunde.

Neben dem überarbeiteten CMOS-Sensor arbeiten die Sony Alpha 560 und 580 auch mit einem neuen Autofokus-System, das für einschnelleres Scharfstellen sorgen soll. Der Autofokus arbeitet nun mit 15 Fokuspunkten und schärft während der Serienbildaufnahme das Bild kontinuierlich nach. Neben Fotos machen die Sony A560 und A580 auch Videos in Full HD (1.920 x 1.080 im AVCHD-Format). Im MPEG4-Format reduziert sich die Auflösung auf 1.440 x 1.080 und 25 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen. Als Tonquelle dient ein integriertes Stereomikrofon.

Die beiden Spiegelreflexmodelle von Sony machen auf Wunsch 3D Schwenkpanoramen, die man sich etwa auf 3D-fähigen Fernsehern ansehen kann. Außerdem gibt es eine Auto HDR-Funktion für automatisch errechnete High Dynamic Range-Aufnahmen. Mit der Multi-Frame Rauschunterdrückung errechnen die Sony A560 und A580 bei schlechten Lichtverhältnissen aus sechs Serienbildern ein – möglichst – rauschfreies Foto. Die Lichtempfindlichkeit beider Kameras lässt sich zudem auf maximal ISO 25.600 hochregeln.

Sowohl die Alpha 560 als auch die 580 besitzen einen LCD-Monitor mit 3,0 Zoll Bilddiagonale (7,6 cm), das eine sehr hohe Auflösung von 921.600 Punkten besitzt. Der Monitor kann um jeweils 90 Grad ab- oder aufwärts geschwenkt werden. Ein praktisches neues Feature ist die Einblendung einer elektronischen Wasserwaage zur Ausrichtung von Aufnahmen. Sony gibt für die Alpha 580 eine Preisempfehlung von 800 Euro; die Alpha 560 ist bereits für 650 Euro zu haben. Die Sony Alpha 580 ist ab Oktober 2010 erhältlich; die Alpha 560 im ersten Quartal 2011 erscheinen. Außerdem gibt es folgende Bundle-Angebote mit Objektiv:

  • DSLR-A580L inkl. DT 18-55 mm SAM: ca. 900 Euro
  • DSLR-A580Y inkl. DT 18-55 und DT 55-200 mm SAM: ca. 1.100 Euro
  • DSLR-A560L inkl. DT 18-55 mm SAM: 750 Euro
  • DSLR-A560Y inkl. DT 18-55 und DT 55-200 mm SAM: 950 Euro

Optionales Zubehör sind:

  • Vertikalgriff VG-B50AM: 250 Euro
  • Ersatz-Akku NP-FM500H: 85 Euro
  • GPS-Modul GPS-CS3KA: 140 Euro
  • Doppel- und Schnellladegerät AC-VQ900AM: 180 Euro
  • Fernbedienung RMT-DSLR1: 50 Euro

Drei neue Festbrennweiten für Sony Alpha SLRs

Zu den drei Neuheiten gehören das SAL24F20Z (Carl Zeiss Vollformat-Weitwinkelobjektiv), das SAL35F18 (Universalobjektiv für Kameras mit APS-C-Sensor) und das SAL85F28 (Vollformat-Teleobjektiv). Die Preise liegen zwischen 250 und 1.250 Euro.

SAL24F20Z: Vollformat-Weitwinkelobjektiv

Das Carl Zeiss Vollformat-Weitwinkelobjektiv Distagon T* 24 mm F2 ZA SSM erweitert die Reihe von Carl Zeiss-Objektiven für Sonys Alpha Serie. Das Weitwinkelobjektiv mit F2.0 maximaler Blendenöffnung bietet bei Vollformat-Kameras eine 24 Millimeter Festbrennweite und bei Kameras mit APS-C-Sensor eine Brennweite von 36 Millimetern. Es eignet sich somit etwa für Landschafts- und Architekturaufnahmen. Der Autofokus arbeitet dank Ultraschall schnell und leise ("Super Sonic Wave Motor" SSM). Der Fokus-Abstand reicht von 0,19 Meter bis unendlich. Sony gibt eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.250 Euro für das SAL24F20Z.

SAL35F18: Leichtes 35 Millimeter Universalobjektiv

Das Universalobjektiv DT 35 mm F1.8 SAM für Kameras mit APS-C-Sensor ist als  universelles Objektiv für viele Einsatzmöglichkeiten gedacht. Dank kompakter Abmessungen und geringen Gewichts von nur 170 Gramm eignet sich das Objektiv für Foto-Ausflüge mit leichtem Gepäck. Das SAL35F18 ist für Kameras mit APS-C-Sensor konzipiert und bietet eine Festbrennweite von 52,5 Millimetern (im Vergleich zum Kleinbildformat). Mit einer maximalen Blendenöffnung von F1.8 ist es sehr lichtstark. Der minimale Fokusabstand beträgt 23 cm. Das SAL35F18 soll rund 250 Euro kosten.

SAL85F28: Vollformat-Teleobjektiv

Mit dem Vollformat-Teleobjektiv 85 mm F2.8 SAM präsentiert Sony ein besobders preiswertes Vollformat-Objektiv. Mit seinen 85 Millimetern Festbrennweite eignet sich das Objektiv beispielsweise für Porträts. An einer Kamera mit APS-C-Sensor lässt sich das Objektiv auch nutzen; dort beträgt die Brennweite 127,5 Millimeter (im Vergleich zum Kleinbildformat). Auch das SAL85F28 ist sehr kompakt und wiegt nur 175 Gramm. Die maximale Blendenöffnung liegt bei F2.8; der minimale Fokusabstand 60 cm. Wie das SAL35F18 arbeitet es mit Sonys "Smooth Autofokus Motors“ (SAM), der für leises und schnelles Scharfstellen sorgen soll. Das SAL85F28 soll ebenfalls rund 250 Euro kosten. Alle drei Objektive werden ab Oktober 2010 verfügbar sein.

Preiswerte Spiegelreflex-Neuheiten: Sony Alpha 290 und 390

Sonys neue Alpha-Modelle dürften angesichts des günstigen Preises eine interessante Option für Hobbyfotografen sein. Sowohl die A390 als auch die A290 sind mit 14-MP-CCD im APS-C-Format (23,5 x 15,7 mm) ausgestattet. Das Display ist 2,7 Zoll groß und bei der Sony A390 zusätzlich sogar schwenkbar. Die Auflösung des Monitors liegt jedoch nur bei 230.000 Bildpunkten – höherpreisige SLRs bieten derzeit bereits deutlich mehr. Die A390 verfügt im Gegensatz zur A290 über einen Quick AF Life View, der das Motiv in Echtzeit auf dem Display darstellt. Damit sind aber auch schon die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden neuen Modellen benannt, die sich ansonsten gleichen.

Die A290 und A390 verfügen beide über einen Bildstabilisator im Gehäuse. Das ist für Einsteiger ideal, da somit keine hohen Kosten für bildstabilisierte Objektive anfallen. Auf die derzeit so populäre Videofunktion hat Sony jedoch verzichtet. Für digitale Spiegelreflexkameras sind die Sony A290 und A390 recht kompakt und leicht. Die A390 wiegt inklusive Akku 549 Gramm; ihre Abmessungen betragen 12,8 x 9,7 x 8,4 Millimeter. Die Sony A290 bringt es auf 508 Gramm und 12,8 x 9,7 x 8,0 Millimeter.

Bei der Bedienung geht Sony bewusst auf die Bedürfnisse von Einsteigern ein. Die Bedienelemente wurden so umgestaltet, dass jeder Laie ihre Bedeutung und Funktion intuitiv verstehen soll. Zudem gibt es einen Hilfe-Guide, der alle relevanten Kamerafunktionen erklärt. Hier zeigen die Sony A390 und A290 jeweils kurze Erläuterungen und Beispielbilder, um etwa die Auswirkungen von Blenden- und Verschlusszeitwahl zu verdeutlichen. Zudem sollen farbige Menüs den Weg zu allen wichtigen Kameraeinstellungen möglichst einfach gestalten.

Obwohl die A290 und die A390 nicht filmen, verfügen sie über einen Mini HDMI-Anschluss, über den sich die Fotos direkt auf einem Fernseher wiedergeben lassen. Allerdings fehlt ein entsprechendes Kabel und muss separat erworben werden (rund 40 Euro). Sony setzt bei den Speichgerkarten nun nicht mehr ausschließlich auf seine Memory-Sticks. Daher kann man bei der Alpha 290 und 390 neben den gängigen Memory-Stick Varianten Pro Duo, Pro-HG Duo und Pro-HG Duo HX auch SD- und SDHC-Speicherkarten verwenden.

[SCREEN:3]

Die Sony A290 und A390 sollen ab Juli 2010 erhältlich sein. Zu den unterschiedlichen Bundle-Varianten gibt Sony folgende Preisempfehlungen:

  • DSLR-A290L (18-55 mm Objektiv): 450 Euro
  • DSLR-A290Y (18-55 und 55-200 mm Objektiv): 650 Euro
  • DSLR-A390L (18-55 mm Objektiv): 500 Euro
  • DSLR-A390Y (18-55 und 55-200 mm Objektiv): 700 Euro

Außerdem gibt es für beide Kameras auch ein GPS-Modul (GPS-CS3KA), das rund 140 Euro kosten wird. Der separate Systemblitz HVL-F20AM schlägt mit 150 Euro zu Buche. Des weiteren offeriert Sony ein so genanntes Starter-Set mit Tasche, Akku und Schutzfilter (ACC-AMFH) für rund 100 Euro.