SDXC: Speicherkarten mit bis zu 2 Terabyte

Panasonic hat auf der CES angekündigt, das neue Speicherkartenformat SDXC zu unterstützen. Der neue Chip mit Kapazitäten von theoretisch bis zu zwei Terabyte ist beispielsweise für Besitzer hochauflösender Digitalkameras interessant.

Die SDXC – SD eXtended Capacity – legt als neuer Standard die Spezifikationen für SD Speicherkarten mit mehr als 32 GByte Speicherkapazität und entsprechender Hardware fest. SDXC-Speicherkarten werden Speicherkapazitäten bis zu zwei Terabyte mit Schreib-/Lesegeschwindigkeiten von 300 Megabyte pro Sekunde bieten. Panasonic plant zunächst die Einführung einer 64 Gigabyte SDXC Speicherkarte. Damit will der Hersteller vor allem Filmer von HD-Videos sowie Besitzer von hochauflösenden Digitalkameras mit genügen Speicher versorgen. Aktuelle Top-Spiegelreflexkameras wie die Sony Alpha 900 oder die Nikon D3X lösen bereits mit 24 Megapixel auf, die Canon EOS 5D Mark II schafft 21 Megapixel. Wann und zu welchem Preis die erste SDXC-Speicherkarten erscheinen werden, hat Panasonic jedoch noch nicht verraten.

SD, SDHC und Mini-SD: Ausflug in die Speichergeschichte

Die erste SD-Karte (Secure Digital) wurde 2001 von SanDisk auf den Markt gebracht. SD-Karten basieren auf Flash-Speicher und fassen bis zu 2 GByte Daten. Auf der Basis der erweiterten Norm der SDCard-Association erschien 2006 die erste SDHC-Karte (SD High Capacity), mit der sich ein Speichervolumen von 32 GByte verwalten lässt. SDHC-Karten sind jedoch nur mit Geräten kompatibel, die auch die neue Spezifikation SD 2.0 untersützen. Vor allem in Camcordern sind die SDHC-Karten eine interessante Alternative zu Mini-DV, Festplatten und DVDs. Für die SDHC-Karten sind außerdem Übertragungsraten festgelegt. Bei Karten der Klasse 2 sind es beispielsweise mindestens 2 MByte/s oder bei Klasse 4 mindestens 4 MByte/s. Mit SDXC sollen nun eine Speicherkarten bis zu 2 Terabyte ansprechen können. Für kleine Geräte werden zudem die miniSD (32 MByte bis 8 GByte) und die microSD-Karte (bis 16 GByte) angeboten.

 

Byte, Gigabyte und Terabyte sind Größen, um Datenmengen etwa von Fotos sowie Speichergrößen von Festplatten zu beschreiben. Die kleinstmögliche Speichereinheit ist das Bit. Ein Bit kann als Zustand entweder Null oder Eins annehmen. Acht solcher Bits sind zu einem Datenpäckchen zusammengefasst und werden als Byte bezeichnet. Die Potenzen eines Bytes heißen Kilobyte, Megabyte, Gigabyte oder eben Terabyte (siehe die Liste unten). Damit ist aber noch nicht Schluss. Es folgen Petabyte, Exabyte, Zettabyte oder Yottabyte. Theoretisch bleibt also noch viel Platz für die Pixel unserer Fotos. Zum Vergleich: Ein 6-seitiges Word-Dokument nur mit Text ist etwa 60 KByte groß. Das Foto einer Kamera mit 6 Megapixel Auflösung kann als Raw um die 6 Megabyte groß sein. JPEG-komprimiert nimmt es natürlich weniger Platz ein. Wieviel, hängt vom Motiv und von der Komprimierungsstärke ab.

 1 Byte = 8 Bit

1 Kilobyte = 1024 Byte

1 Megabyte = 1024 Kilobyte

1 Gigabyte = 1024 Megabyte

1 Terabyte = 1024 Gigabyte