Pentax Q mit fünf neuen Objektiven

Q ist hier keine Anspielung auf den legendären Waffenmeister, der 007 mit neuster High-Tec zur Rettung der Welt ausstattet. Zwar könnte die Pentax Q mit ihren Mini-Maßen von nur rund 10 x 6 x 3 Zentimeter für geheime Schnappschüsse herhalten, auch ist das Gehäuse aus Magnesium und Aluminium durchaus für härtere Einsätze geeignet.
Q bezeichnet hier jedoch schlicht eine neue spiegellose Systemkamera mit einem Bajonett für Wechselobjektive. Wie Sony mit der NEX-Reihe, Samsung mit den NX- oder Olympus mit den PEN-Modellen will nun auch Pentax die handlichen Maße einer Kompaktkamera mit der Bildqualität einer Systemkamera verbinden. Dazu bietet die Pentax Q ein eigenes Bajonett, an welches nur eigens gefertigte Q-Objektive passen. Gleichzeitig mit der Q sollen zwei Standard-Objektive auf den Markt kommen. Ob nicht doch auch die Optiken der K- oder KAF-Reihen an die neue Systemkamera passen – nun – da fragen wir nach.

Update 24. Juni 2011: Jetzt haben wir eine Antwort von Pentax: Die übrigen Pentax-Objektive sind wegen des Auflagemaßes nicht mit der Q kompatibel.

Q-Objektive
Das Pentax -01 ist eine 47mm-Festbrennweite (kleinbildäquivalent) mit einer verlockend klingenden Lichtstärke von F 1,9. Das Pentax-02 Zoom deckt einen Brennweitenbereich von umgerechnet 27,5 bis 83mm ab, die Lichtstärke liegt hier bei F 2,8 bis F4,5. Im Gegensatz zu den beiden Q-Standardoptiken bieten die drei ebenfalls neuen Objektive der Unique Series kein Metall- sondern nur ein Kunststoffbajonett. Das Fisheye nimmt mit 17,5mm (KB) ein extremes Weitwinkel auf. Das Toy Lens Wide und Toy Lens Telephoto erzeugen Effekte wie mit einer Lomokamera.

Kleiner Sensor, großes Display

Während andere Modelle der gleichen Kameraklasse mit großen Sensoren im APS-C-Format ausgestattet sind, verlässt sich Pentax für die Q auf einen kleinen 1/2,3”-Sensor mit einer Diagonalen von nur acht Millimetern. Bei einer Megapixelzahl von 12,4 drängt sich natürlich der Verdacht verstärkten Bildrauschens auf. Dem soll unter anderem die neue Sensorkonstruktion Back Side Illumination (BSI) entgegenwirken. Laut Pentax wird der Sensor dabei quasi mit der Rückseite nach vorn eingebaut, wodurch der Sensor lichtempfindlicher ist. Diese von Sony entwickelte Technologie findet sich beispielsweise auch in der Nikon P500.

Pentax Q mit 3-Zoll-Monitor
Zur weiteren Ausstattung gehören ein Staubschutz, ein mechanischer Bildstabilisator, der Wackler durch einen beweglich gelagerten Sensor unfreiwillige Wackler abfangen kann, sowie eine Serienbildfunktion von fünf Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung – dabei kann die Pentax Q fünf Bilder in Folge aufnehmen. Videos zeichnet die Pentax Q in Full HD mit 1.920 x 1.080 auf. Gespeichert werden die Clips im platzsparenden AVC H.264-Format. Anzeigen lassen sich stehende und bewegte Pixel auf einem großen Monitor mit einer Diagonalen von 3 Zoll.

Die Pentax Q ist mit der 47-mm-Festbrennweite ab September 2011 für 740 Euro erhältlich. Mit zusätzlichem Zoom kostet das Bundle 899 Euro.

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