Picasa 2

Nachdem Google 2004 den Bildverwaltungsspezialisten Picasa übernommen hat mischt der Suchmaschinenbetreiber nun auch im Foto-Software-Geschäft mit. Doch dass Google mit Picasa 2 eine Bilddatendatenbank zum Nulltarif anbietet, wissen trotzdem nur wenige. Eine Bilder-Suchmaschine für den Desktop sozusagen. Das kleine, aber pfiffige Tool ist überraschend leistungsstark und kommt selbst mit RAW-Dateien klar – die wesentliche Neuerung gegenüber der alten Version, abgesehen von Bugfixes, zusätzlichen Filtern oder der Unterstützung des hauseigenen E-Mail-Dienstes GMail. Fototools hat die wichtigsten Funktionen des deutschsprachigen Tools einmal genau für Sie unter die Lupe genommen.
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Sofort nach dem ersten Start bietet Picasa als Option den Scan der kompletten Festplatte an, wobei das Programm ein erstaunliches Tempo vorlegt. Der Import von 5000 Fotos (insgesamt 1,2 GByte) dauerte fünf Minuten und 50 Sekunden. Die Profidatenbank iMatch verarbeitete den gleichen Datenbestand in zehn Minuten und 24 Sekunden, benötigte also knapp doppelt so lange, um die Ziellinie zu überqueren. Von den RAW-Formaten Canon (CRW), Olympus (ORF), Sony (SRF) sowie Nikon (NEF) ließ sich Picasa nicht irritieren, sowohl Import als auch Thumbnail-Anzeige funktionierten reibungslos. Picasa 2  verwaltet sogar Filme im MPG-, AVI-, ASF-, WMV- und MOV-Format.

Überblick über alle Fotos
Ist die Datenbank erst einmal gefüllt, fasst Picasa sämtliche Fotos nach Jahrgängen zusammen und sortiert sie unterhalb dieser Kategorie nach Festplatten-Ordnern. Diese Art der Anzeige ist anfangs gewöhnungsbedürftig, sie setzt zudem eine sinnvoll gegliederte Ordnerstruktur voraus. Um die Organisation größerer Datenbestände zu erleichtern, lassen sich Fotos mit Stichwörtern versehen, besonders gelungene Aufnahmen erhalten einen Stern als Auszeichnung. Auch das stapelweise Umbenennen ganzer Fotoserien ist möglich.
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Ein weiteres Sortierelement, das aus dem professionellen Bilddatenbankbereich übernommen wurde, sind die Kategorien (intern als Labels bezeichnet). Damit lassen sich Fotos aus unterschiedlichen Ordner unabhängig vom Aufnahmezeitpunkt oder Motiv zu neuen Themengruppen zusammenfassen. Mit kommerziellen Programmen wie Studioline Photo, ThumbsPlus oder ACDSee ist diese Funktion allerdings nicht vergleichbar, denn man kann keine Unterkategorien bilden. Beispiel: Portraitfotos als Hauptkategorie, Personennamen als Unterkategorien. Das erschwert die Übersicht bei großen Fotoalben. Dafür ist die Zahl der Hauptkategorien unbegrenzt, per Batch-Verarbeitung ordnet das Programm die Kategorien mehreren Fotos gleichzeitig zu – das spart Zeit und hilft, umfangreiche Fotoalben rasch nach Themen zu strukturieren. Außerdem unterstützt Picasa den IPTC-Standard – allerdings nur bei der Vergabe von Bildunterschriften. Diese Kurztexte werden direkt in der Bilddatei gespeichert.
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[–NEU–] Bei der Suche reagiert Picasa genauso fix wie beim Import. Ein Klick auf das Sternsymbol und im gleichen Augenblick erscheinen die besten Fotos auf dem Bildschirm. Vorausgesetzt natürlich, man hat sie vorher per Stern markiert. Die Volltextsuche erstreckt sich sowohl auf Bild- und Verzeichnisnamen als auch auf Bildunterschriften oder Kategorien. Ein pfiffiges Detail ist der Schieberegler, mit dem sich der Suchzeitraum blitzschnell eingrenzen lässt.
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Der eingebaute Bildeditor ist eine nette Beigabe, zum ernsthaften Werkzeug fehlen ihm die nötigen Funktionen. Er reicht aber aus, um Farben, Helligkeit, Kontraste und rote Augen zu korrigieren oder Bilder zu beschneiden. Zusätzlich stehen diverse Filter zur Auswahl. Diese sind zwar schön zum Spielen, aber ebenfalls keine Konkurrenz für die sehr viel aufwendigeren Filteroptionen von Studioline Photo, ThumbsPlus oder ACDSee. Änderungen an einem Foto werden zunächst nicht gespeichert, dies erfolgt erst beim Export. Die wertvollen Originalfotos sind also geschützt. Ein Sicherheitsprinzip, mit dem auch Studioline Photo arbeitet.

Datensicherung und Präsentation
Überzeugender ist das Backup-Modul. Picasa legt Wert auf Datensicherheit, der komplette Bildbestand lässt sich praktisch auf Knopfdruck als Vollbackup auf CD, DVD, externe Festplatten oder Netzlaufwerke übertragen. Picasa informiert dabei vorab, ob die zu sichernden Dateien auf den Datenträger passen – eine durchdachte Funktion. Zudem merkt sich das Programm, welche Daten bereits gesichert wurden, so dass man das Vollbackup nur ein einziges Mal starten muss. Beim zweiten Mal sichert Picasa nur noch neu hinzugekommene und geänderte Fotos. Falls gewünscht, schließt man einzelne Ordner beim Sicherungslauf aus, das spart Zeit.
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Auch die Export-Möglichkeiten des Programms können sich sehen lassen. Picasa erstellt beispielsweise ansehnliche Fotoalben fürs Web, sechs verschiedene Vorlagen stehen zur Auswahl. Schade ist nur, dass diese Funktion in einem unauffälligen Kontextmenü versteckt ist. Die Option „Diashow“ ist eher schlicht gehalten, Überblendeffekte bietet Picasa keine, ebenso wenig wie einen Titeleditor. Dafür kann man die Diashow mit beliebigen MP3-Titeln verknüpfen. Picasa brennt die Diashow auf Wunsch auch auf CD und fügt ein interaktives Menü bei, mit dem sich die Diashow steuern lässt. Eine feine und durchdachte Sache. Was bietet Picasa sonst noch? Die Funktion „Collage mischt beispielsweise ausgewählte Motive zu einem neuen Bild – eine witzige Sache, Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Die Option „Blogger“ ist für Anwender gedacht, die ihre Fotos übers Web austauschen und besprechen wollen. Außerdem bietet das Programm eine so genannte Posterfunktion. Sie verteilt große Bilder auf mehrere DIN-A4-Ausdrucke, die man anschließend zu einem Bild zusammen klebt.

Fazit
Picasa 2 ist eine sehr schnelle, kostenlose Bildverwaltung mit – Google-typischer – rasanter Suchfunktion. Dank der aufgeräumten Benutzeroberfläche von Picasa findet man sich schnell zurecht. Fast alle Funktionen sind selbsterklärend und alle wichtigen Optionen – etwa das Brennen von Backup- oder Diashow-CDs – sind schnell und einfach zu erreichen.
von Jörg Reichertz

ThumbsPlus 7

ThumbsPlus 7 ist eine Datenbank für Bilder. Sie durchsucht die Festplatte sowie Wechselmedien und zeigt die Inhalte der Ordner und der Unterordner als Thumbnails an. Dabei kann das Programm in den so genannten Galerien Miniaturansichten aus unterschiedlichen Ordnern bündeln – dabei bleiben die Originale unverändert an ihrem Platz. Das Programm bietet vielfältige Sortier- und Suchfunktionen, besonders praktisch dabei ist, dass die Suchergebnisse sich als Galerie speichern lassen.

Neue Funktionen Auffällig ist in der Version 7 die aufpolierte IPTC-Technik. Umfangreiche IPTC-Vorlagen können manuell erstellt und auf ganze Bildreihen übertragen werden. Erfreulicherweise löscht dabei ThumbsPlus dabei keine enthaltenen Stichwörter.

Für Einzelbilder gibt es jetzt eine Histogrammansicht, um sich über die Helligkeitsverteilung im Bild klar zu werden. Bis jetzt kann jedoch ThumbsPlus IPTC-Werte und Histogramm nicht gleichzeitig anzeigen.

Bei der Bildbearbeitung gibt es kleinere Neuerungen, beispielsweise werden Bilder mit 16 Bit jetzt besser unterstützt. Der Kontrastkorrektur liegt der Xe847-Algorithmus zugrunde. 

In der Pro-Version liest ThumbsPlus auch Camera-Raw- und DNG-Dateien; nach wie vor ist dafür jedoch ein spezielles Plug-in nötig, das man sich von der Hersteller-Webseite laden muss. 

Bei der Verschlagwortung und der Sortierung hat sich nicht viel Neues getan – die Funktionen waren bereits sehr gut: ThumbsPlus 7 kann die Bilder nach wie vor nach ausgefallenen Kriterien wie Seitenverhältnissen oder Pixelzahlen klassifizieren, auch die Ähnlichkeitssuche liefert zuverlässige Resultate.

 

 

 

 

Bedienung So mächtig Thumbs Plus auch ist, die Oberfläche ist für den Einsteiger nicht immer leicht zu verstehen. So ist beispielsweise schon eine Recherche nach dem Datum in der Standardsuche umständlich. iView MediaPro 3 erzielt hier mit der neuen Schnellsuche bessere Resultate.

Schwächen sind auch bei der Umbenennen-Funktion zu erkennen. Das Programm behält keine Teile von Namen beim Umbenennen bei und setzt auch keine IPTC- oder Exif-Werte in den Namen ein. 

Canon EOS-1Ds Mark II

Schon seit November 2004 ist Canons Profi-Spiegelreflexkamera EOS 1Ds Mark II im Handel. Der Vollformat-Bolide mit rund 17 Megapixeln kostet ca. 8000 Euro. Die mächtige Kamera ist sehr schnell – sie schafft bis zu 4 Bilder in der Sekunde. Auch konnte sie schon damals Bilder über den schnellen IEEE802.11b/g-Standard drahtlos in ein Netzwerk übertragen. Neuere Modelle sind die Canon EOS-1Ds Mark III und die Canon EOS-1D Mark III.

Mehr Infos zur Canon EOS-1Ds Mark II:

Canon EOS-1Ds Mark II: technische Daten

36 x 24 mm CMOS (1:1
ca. 16,7 Megapixel
ca. 17,2 Megapixel
3:2
fest eingebaut
Primärfarben
DIGIC II
EF (keine EF-S Objektive)
TTL-AREA-SIR mit CMOS Sensor
45
EV -0-18 (bei 20°C & ISO100)
One Shot/AI Servo
Automatische Messfeldwahl, manuelle Messfeldwahl, Grundstellung (Umschaltung auf den gespeicherten Messfeldindikator im Sucher)
Einblendung im Sucher und Anzeige im LCD
Ja
Ja, über Auslöser
Speedlite (optional) gibt Hilfslicht ab
Abhängig von den Objektiven
TTL Offenblendmessung mit 31 Messektoren,
Mehrfeldmessung (mit jedem AF-Messfeld verknüpfbar)
Selektivmessung (8,5% des Sucherfeldes)
Spotmessung
mittenbetonte Messung (über ca. 2,4% des Sucherfelds im zentralen Bereich)
AF-verknüpfte Spotmessung (über ca. 2,4% Sucherfelds)
Multi-Spotmessung (max. 8 Spotmessungen)
Mittenbetonte Integralmessung
EV 0-20 (bei 20ºC mit 50mm 1:1,4 Objektiv ISO 100)
Automatisch: Im One-Shot AF-Modus und Mehrfeldmessung bei Schärfenspeicherung.
+/-3 Blenden in 1/3 Stufen
(kann mit AEB kombiniert werden)
+/-3 Blenden in 1/3 Stufen.
1/2 Stufen wählbar mit C.Fn-06-2
Verschlusszeit und Blendenwert
ISO-Empfindlichkeit
100-1600 (in 1/3 Stufen) ISO kann auf L: 50 oder H: 3200 erweitert werden
Elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
1/8000s bis 30 Sekunden,  Langzeit- belichtung, (Verschluss-geschwindigkeit ab 1 Sek. mit Rauschunterdrückung)
Elektromagnetischer Sanftauslöser
Automatischer Weißabgleich mit Bildsensor
Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Floureszierendes Licht, Blitz, Individualfunktionen, Farbtemperatur und persönlicher Weißabgleich (insg. 10 Einstellungen)Weißabgleichkorrektur: 1. Blau/Amber +/-9

2. Magenta/Grün +/-9

+/-3 Stufen in ganzen Stufen
Methode: (1) Blau/Amber (2) Magenta/Grün
3 Aufnahmen pro Auslösungen
2 Farbraumarten: sRGB und Adobe RGB
2 Farbraumarten: sRGB und Adobe RGB. Für sRGB kann aus 4 verfügbaren Farbtendenzen gewählt werden (zusammen 5 Typen)
Pentaprisma
ca. 100 Prozent (für große Bilder im JPEG-Format)
0,7fach
20 mm
-3 bis +1 dpt
Auswechselbar (9 Mattscheiben). Standard-Mattscheibe: Ec-CIII
Teilverspiegelter  Schnellrücklaufspiegel (Übertragung: 37 Durchlässigkeit : 63
Reflexion, keine Vignettierung selbst mit
EF1200 mm 1:5,6 oder einem kürzeren
Objektiv)
AF-Informationen (AF-Messfelder,
Schärfenindikator),  Belichtungsinfor- mationen (Verschlusszeit, Blende, manuelle Belichtung, Messbereich,
ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsstufe,
Belichtungswarnung), Blitzinformationen (Blitzbereitschaftsanzeige, FP-Kurz- zeitsynchronisation, FEBlitzspeicherung,
Blitzbelichtungsstufenanzeige),JPEG-Aufnahme, Anzahl der verbleibenden Aufnahmen, Speicherkarteninformation, Weißabgleich
Ja, über Abblendtaste
Integriert
2,0“, TFT (ca. 230K Pixel)
Ca. 100% (bei JPEG )
auf 5 unterschiedliche Stufen einstellbar
E-TTL II-Blitzautomatik mit einem Speedlite der
EX-Serie
Ja / Ja
1/250 Sekunde
+/-3 Blenden in 1/3 Stufen mit Speedlites der
EX Serie
Ja
Ja
Ja
E-TTL mit entsprechenden Speedlites der EX Serie (kabellose Multi-Flash-Unterstützung über einen entsprechenden Speedlite möglich)
Programmautomatik, Blendenautomatik,
Zeitautomatik, E-TTL-Blitzautomatik
Einzelbildaufnahme/Reihenaufnahme (geringe
bzw. hohe Aufnahmegeschwindigkeit)
ca. 4 Bilder pro Sekunde (bis zu 32 Bilder in
Folge (JPEG Stufe 8), bzw. bis zu 11 Bilder in
Folge (RAW)
(LF) 4992×3328, (M1) 3600×2400, (M2)
3072×2048, (S) 2496×1664, (RAW) 4992×3328
JPEG (1-10 Einstellungen, wählbar), RAW
(Canon RAW 2nd Edition)
JPEG (unterstützt Exif 2.21 [Exif Print]) / Designregel für Kameradateisystem (DCF 2.0),
Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1
Ja
Ordnererstellung bzw. -auswahl aktiviert
(1) Aufeinanderfolgende Nummerierung
(2) Automatisches Rückstellen
(3) Manuelles Rückstellen
Wav (mono)
Canon Compact Photo Printer und Bubble Jet Drucker mit Direct Print Funktion
Ja
20 Individualfunktionen mit 65 Einstellungen
27 persönliche Funktionen
Ja
Ja
bis zu 30 Sekunden pro Bild
Ja
Helligkeit: Ja
RGB: Ja
1,5fach – 10fach
(1) Einzelbild mit Informationen
(2) Einzelbild
(3) Übersicht mit 4 Bildern
(4) Übersicht mit 9 Bildern
(5) vergrößerte Ansicht
Löschschutz für ein Bild, alle Bilder in einem
Ordner oder alle Bilder auf einer Speicherkarte
kann beliebig aktiviert oder deaktiviert werden
Einzelbild/Alle Bilder
ca. 2 oder 10 Sekunden
(1) Aufnahme-Menü
(2) Wiedergabe-Menü
(3) Einstellungs-Menü
(4) Individualfunktionen / persönliche Einstellung.
Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch
Ja, durch Anwender
IEEE 1394 (Lieferumfang, 4-Pol-Kabel), USB
1.1 (Mini-B, PTP, nur für PictBridge/DirectPrint )
Videoausgang (PAL/ NTSC)
CompactFlash Typ I / II (Microdrive kompatibel), SD-Karte
Windows 98 (incl. SE) / 2000 / Me / XP
OS 9.0 – 9.2, OS X ab Version 10.1
EOS Viewer Utility / EOS Capture
PhotoStitch
TWAIN (Windows 98 / 2000), WIA (Windows Me)
Digital Photo Professional
Ja, durch Anwender
1x Ni-MH Akku-Pack NP-E3, 1x CR2025 als
Pufferbatterie
Automatisch
Abschaltung nach 1, 2, 4, 8, 15 oder 30 Minuten
Canon Speedlite EX Serie, Transmitter ST-E2
Fernbedienung mit N3-Anschluss
Netzadapter DCK-E1, Akku-Ladegerät NC-E2
Magnesium Legierung
0 – 45°C, 85% relative Luftfeuchtigkeit oder weniger
DCK-E1
ca. 156,0 x 157,6 x 79,9 mm
ca. 1215 g (Batteriegewicht 335 g)

Quelle: Canon

Magazin für Fotosoftware und Zubehör