Olympus tough TG-1

Olympus tough TG-1 im Unterwassertest

Die Olympus tough TG-1 ist eine Kompaktkamera mit sportlichen Qualitäten. Bruch- und stoßsicher, hält sie ohne zusätzliches Gehäuse bis zu zwölf Meter Wassertiefe dicht. Grund genug, die Outdoorkamera trotz Winterzeit mit an den See zu nehmen und die Tauchtauglichkeit zu prüfen.

Testgelände war der Kulkwitzer See bei Leipzig. Hier fällt der Boden in einer Länge von 200 Meter auf nur fünf Meter Tiefe ab, genau das richtige für eine Schnorchelkamera. Zudem ist die ehemalige Tagebaugrube mit Sehenswürdigkeiten wie Fässern und Loren ausgestattet.

Diese Lore steht in flachem Wasser und lässt sich damit für Schnappschüsse noch hinreichend belichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pluspunkt im Unterwassereinsatz: Das Display

Mit einer Diagonale von 7,3 Zentimetern (3 Zoll) ist das Display schön groß. Dank der OLED-Technologie bildet es Motive kontrastreich ab, so dass diese auch bei den schwummrigen Lichtverhältnissen unter der Wasseroberfläche zu erkennen sind. Für eine detailreiche Darstellung sorgen die 610.000 Bildpunkte des Displays.

Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng, um sie sind mit Handschuhen zu betätigen.
Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng beieinander, als dass sie noch mit Handschuhen betätigt werden könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos mit Klopfzeichen

Die Bedienknöpfe auf der Rückseite liegen so eng beeinander, dass sie sich schon mit bloßen Fingern teilweise nur schwer bedienen lassen. Da bei Wassertemperaturen von maximal sechs Grad dicke Tauchhandschuhe unerlässlich sind, haben wir schon am Ufer die Tab Control der Olympus TG-1 aktiviert. Damit lässt sich die Kamera nämlich mit Klopfzeichen steuern. Je nachdem, ob man oben, unten, links, rechts oder von hinten gegen das Gehäuse klopft, schaltet man beispielsweise den Blitz ein, wechselt den Unterwassermodus oder aktiviert die Bildanzeige. Das hat die Bedienung unter Wasser in der Tat vereinfacht. Die Zoomwippe mit Handschuhen zu treffen, bleibt jedoch schwierig. Zudem sitzen Auslöser und Powerknopf so nah beieinander, dass man häufig die Kamera aus Versehen abschaltet, anstatt ein Foto aufzunehmen.

Bildrauschen oder Blitz

Fotografieren unter Wasser ist gar nicht so einfach: Je tiefer man abtaucht, desto dunkler wird es und die Farben verschwinden. Wer blitzt, lichtet meist nur Schwebeteilchen ab, wie die Aufnahme unten zeigt.

Wenn der Kamerablitz unter Wasser eingesetzt wird, fallen die Schwebeteilchen erst richtig auf, auch wirkt das Motiv wie hier ausgefressen

Gut also, dass Olymus der TG-1 ein Objektiv mit einer weiten Anfangsöffnung von f/2.0 spendiert hat. Sofern man sich auf das Weitwinkel von 25 mm (umgerechnet auf das Kleinbildformat) beschränkt, fällt viel Licht auf den Sensor. Teleaufnahmen – das innenliegende Objektiv der TG-1 schafft bis 100 mm – lohnen sich unter Wasser kaum, weil bei den hiesigen Sichtweiten schon in fünf Metern wenig zu erkennen ist und eben zu wenig Licht durch das Objektiv kommt.

Für noch bessere Lichtausbeute lässt sich die Lichtempfindlichkeit der TG-1 bis ISO 6.400 hochregeln. Dazu müssen Sie natürlich von den Unterwassermodi in die Programmautomatik wechseln. Den Blaustich rechnet man gegebenenfalls am Rechner heraus. Mehr Schwierigkeiten macht jedoch das Bildrauschen, das die Olympus TG-1 ab ISO 800 reichlich produziert. Die farbigen Störpixel lassen sich in der Bildbearbeitung nur mit starker Weichzeichnung und Detailverlust entfernen.

Das Zoom des Objektivs bewegt sich erfreulich ruckelarm, aber auch langsam. Auch der Autofokus nimmt sich viel Zeit, weshalb das Scharfstellen auf bewegliche Motive wie Fische schwierig ist, zumal ohne Blitz.

Viel Powerreserve

Positiv ist die Akkuleistung des Testgeräts zu erwähnen: Nach 30 Minuten Baden in eiskaltem Wasser war der Akku noch nicht mal halb leer. Lästig ist allerdings, dass der Akku nur aufgeladen werden kann, wenn er in der Kamera steckt. Ein weiterer Bonus ist die GPS-Funktion. Wenn die GPS-Daten geloggt werden, lassen sich die Fotos auf digitalen Landkarten wie Google Maps direkt angezeigen. Ein GPS-Modul benötigt jedoch viel Strom, deshalb sollte man es abstellen, wenn es nicht benötigt wird.

Fazit:

Die Olympus TG-1 eignet sich mit dem großen, kontrastreichen Display und dem lichtstarken Objektiv sehr gut für Schnorchelfotos. Im warmen Wasser des Mittelmeeres oder in der Südsee sind Handschuhe unnötig und die Kamera lässt sich bequem bedienen. Zudem fällt dann genügend Licht ins Wasser, so dass in den geringen Tiefen bis zu fünf Meter auch ohne hohe ISO-Werte scharfe und ausreichend belichtete Fotos gelingen. In diesem Fall ist die TG-1 nicht zuletzt  dank der GPS-Funktion ein guter Begleiter für die Reise. Für wirkliche Tauchfotos, zumal in den kalten, heimischen Gewässern eignet sich die TG-1 auch bei geringen Tiefen nicht.

Oben das Foto wurde mit Programmautomatik aufgenommen, unten mit dem Unterwassermodus, der den Blaugrünstich herausrechnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eckdaten Olympus TG-1:

  • 12 Megapixel CMOS-Sensor
  • 4fach optisches Zoom, 25 bis 100 mm kleinbildäquivalent
  • Lichtstärke f/2.0-4.9
  • 3-Zoll-OLED-Display
  • GPS
  • wasserdicht bis 12 Meter
  • staub- und stoßgeschützt
  • Maße (ca.): 12 cm x 3 cm x 6 cm
  • Technische Daten der Olympus TG-1

 

Franzis CutOut 4.0: Fotomontagetool jetzt mit Raw-Konverter

CutOut 4.0
Überarbeitet: CutOut 4.0 kommt jetzt mit edler, schwarzer Oberfläche

Freistellen von Bildelementen kann eine knifflige Angelegenheit sein, vor allem, wenn der Hintergrund viele Details aufweist. Das Fotomontagetool CutOut, das vom Franzisverlag vertrieben wird, will hier mit automatischer Konturenerkennung Abhilfe schaffen. Auch Farbsäume entfernt CutOut 4, so dass sich das freigestellte Objekt nahtlos in die neue Umgebung einfügen lässt.

Neu in CutOut 4.0 sind unter anderem ein Raw-Konverter, Funktionen für Belichtung, Farbe und Sättigung, sowie ein Linsenweichzeichner für Bokeh-Effekte. Wenn Bilddetails im fertig montierten Bild noch stören, lassen sich diese per Mausklick entfernen.

CutOut 4.0 ist als eigenständige Software sowie als Plug-in für Photoshop und Photoshop
Elements erhältlich. Franzis CutOut 4.0 ist kompatibel mit Windows XP, Vista, 7und 8 und zu einem Preis von rund 70 Euro erhältlihc.

Neue Firmware für die Leica S2

Leica S2
Leica S2

Ab sofort gibt es von der Leica Camera AG eine neue Firmware (FW 1.0.4.2) für die Leica S2/S2-P. Das Update lässt sich ab sofort im Leica Kundenbereich kostenlos downloaden. Das Firmware Update ist unter anderem auf die Nutzung der neuen S Objektive Leica Super-Elmar-S 1:3,5/24 mm ASPH und Leica Vario-Elmar-S 1:3,5-5,6/30-90 mm ASPH ausgerichtet und verbessert deren Funktion. Des Weiteren ist die neue Firmware Voraussetzung für die Verwendung der Leica Zentralverschluss-Objektive.

Weiterhin wurde das Firmware Update genutzt, um ein paar Verbesserungen zu implementieren. Hierzu gehört die Optimierung der Belichtungs-Betriebsart Blendenautomatik (T). Bislang wurde die Belichtungszeit auch im T-Modus, bei Über- oder Unterschreitung des Belichtungsbereichs, automatisch der Lichtsituation angepasst. Nun hat die eingestellte Belichtungszeit Priorität. Verbessert wurde zudem die Übermittlung der kameraseitigen Weißabgleichswerte an Photoshop Lightroom. Die Firmware sowie eine Installationsanleitung stehen im geschützen Bereich von Leica zum Download bereit – allerdings nur für registrierte S-Kunden.

Einfacher Einstieg in die HDR-Fotografie mit HDR Darkroom 6

HDR Darkroom 6: Leichter Einstieg in die HDR-Fotografie

HDR Darkroom 6
HDR Darkroom 6

HDR Darkroom 6 von Franzis bietet Fotografen einen besonders einfachen Einstieg in die HDR-Fotografie. In der neuen Version gibt es unter anderem eine automatische Geisterbildkorrektur und überarbeitete Berechnungsalgorithmen. Dabei wird vor allem auf eine selbsterklärende Bedienoberfläche sowie automatische Bearbeitungsfunktionen Wert gelegt, damit Fotografen ohne lange Umwege ihre Bilder mit einem Mausklick in HDR Bilder umwandeln können.

 

Neben üblichen Belichtungsreihen (-2, 0, +2) bietet HDR Darkroom 6 auch die Möglichkeit, HDR-Bilder aus Einzelbild-(One-Shot-HDR) RAW-, JPEG- und TIFF-Dateien zu erzeugen. RAW Dateien werden dabei durch den integrierten RAW-Konverter automatisch im Hintergrund in passenden Belichtungsreihen entwickelt. Diese werden anschließend als 32-Bit HDR-Bild in einem der Tonemapping-Verfahren weiterbearbeitet. Beim Tonemapping stehen drei Verfahren zur Auswahl. Eine dynamische Stapelverarbeitungsroutine spart dabei Zeit, mit der jedes Bild einzeln analysiert wird, ohne es manuell bearbeiten zu müssen.

 

Franzis HDR Darkroom 6 gibt es für PC und Mac. Es ist als Box oder als Download bei Pixxsel erhältlich und kostet rund 70 Euro.

Einfacher Einstieg in die HDR-Fotografie mit HDR Darkroom 6
Einfacher Einstieg in die HDR-Fotografie mit HDR Darkroom 6
DxO Optics Pro 8

DxO Optics Pro 8 mit Smart Lighting

DxO Labs präsentiert mit DxO Optics Pro 8 eine neue Version seiner Bildbearbeitungssoftware für Fotografen. Neues Key-Feature ist das so genannte DxO Smart Lighting. Mit dieser Funktion werden Kontrast und Belichtung auf einfache Weise optimiert. Mit nur eines Schiebereglers kann man damit ganz leicht den Kontrast des Bildes intelligent an seinen Inhalt anpassen. DxO Smart Lighting stellt außerdem automatisch die Detailzeichnung sowohl in den Tiefen als auch den Lichtern wieder her – und dies laut Hersteller selbst bei extremen Aufnahmesituationen.

 

Für fortgeschrittenen Anwender bietet DxO Optics Pro 8 ein neues Werkzeug zur Selektive Tonwerte, mit dem man in den verschiedenen Tonwertbereichen der Bilder arbeiten kann, um Spitzlichter, Mitteltöne und Tiefen präzise getrennt voneinander korrigieren zu können. Mit dem Werkzeug zum Schützen gesättigter Farben können zudem wichtige Details in Zonen gesättigter Farben wiederhergestellt werden. DxO Optics Pro 8 wendet automatisch die Einstellungen an, die der Fotograf zur Farbwiedergabe gewählt hat, und berücksichtigt gleichzeitig aufs den Bildinhalt. Informationen in sehr gesättigten Farben, die bislang verborgen waren, werden so wieder sichtbar und es treten – idealerweise – alle Bilddetails zutage.

 

Viele Detailverbesserungen in DxO Optics Pro

DxO Optics Pro 8 hat eine verbesserte Korrektur der Chromatischen Aberration für RAW-Formate, da die Daten der optischen DxO-Module mit einer Analyse des Bildinhaltes verbunden werden. Das Werkzeug DxO Lens Softness, welches auch auf den optischen DxO-Modulen basiert, vergrößert automatisch die Auflösung des Objektivs, indem es die Schärfe über das gesamte Bildfeld vereinheitlicht. Mit DxO Optics Pro 8 wurde dieses Werkzeug optimiert, um Bilder zu erhalten, die von der Mitte bis zum Rand scharf sind.

 

Das Benutzerinterface für DxO Optics Pro 8 wurde ebenfalls überarbeitet. Die wichtigsten Funktionen wurden zusammengefasst, damit man sie schneller findet. Im selben Arbeitsbereich können alle in erster Linie wichtigen Funktionen wie Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Anpassen von Kontrast und Farben vorgenommen werden. Gleichzeitig wurden viele Werkzeugpaletten überarbeitet. Insbesondere das Mac-Interface von DxO Optics Pro 8 wurde vollständig neu gestaltet, um die visuellen Vorteile der Retina Displays nutzen zu können. DxO Optics Pro 8 enthält jetzt zusätzlich ein Druckmodul, damit Fotografen RAW- und JPEG-Bilder direkt aus der Vorschau drucken können.

 

Auch messtechnisch hat DxO aufgerüstet: Mit der Eröffnung eines neuen Labors in Seattle hat DxO Labs seine Kalibrations- und Messkapazitäten vergrößert. Mit jetzt sechs Messlaboren in Europa und den USA hat sich DxO Labs für Ende 2013 20.000 optische DxO-Module zum Ziel gesetzt. DxO Optics Pro 8 gibt es ab sofort für Mac und Windows. Derzeit gibt es ein Einführungsangebot bis 15.11.2012:

  • DxO Optics Pro 8 Standard Edition: 99 Euro statt 149 Euro
  • DxO Optics Pro 8 Elite Edition: 199 Euro statt 299 Euro

 

Fotografen, die seit dem 1. September 2012 DxO Optics Pro 7 erworben haben, erhalten ein kostenloses Upgrade auf Version 8. Eine für einen Monat voll funktionsfähige Demoversion DxO Optics Pro 8 gibt es auf den DxO Labs Webseiten zum Download.

Neue Firmware für die Canon EOS-1D X

Mehr Leistung für die Canon EOS-1D X

Für Canons professionelle digitale Spiegelreflexkamera EOS-1D X gibt es ein Firmware-Update. Sie bringt neue Features und verbessserte Leistung. So wurden etwa Umfang und Leistung der AF-Funktion verbessert und die Bedienung vereinfacht.

Bei Aufnahmen unter schwachen Lichtverhältnissen im AI Servo AF Modus sind die Informationen im Sucher mit der neuen Firmware nun beleuchtet: Die AF-Felder blinken periodisch rot und können während der Aufnahme ausgewählt werden, ohne dabei die Belichtungsmessung zu beeinträchtigen. Außerdem hat Canon die Aufnahme weit entfernter Motive erleichtert: Die neue Firmware der EOS-1D X erlaubt den Einsatz eines Extenders zur Brennweitenverlängerung eines Super-Teleobjektives unter Beibehaltung der automatischen Scharfstellung. Bei Verwendung eines L-Serie Tele-Zooms stellt das zentrale AF-Messfeld zudem jetzt auch noch bei einer Lichtstärke von 1:8 scharf. Weiterhin werden einige kleinere Bugs mit der neuen Firmware korrigiert.

Das Firmware Update auf Version 1.1.1 kann auf allen EOS-1D X Modellen mit der derzeitigen Firmware bis Version 1.0.6. ausgeführt werden. Es steht als kostenloser Download auf den Service-Seiten von Canon zur Verfügung.

Leica M

Edle Messsucherkamera: Leica M

Leica M
Leica M: Die Nachfolgerin der M9 heißt einfach M.

Was folgt auf die Leica M9? “M10″ hatten viele erwartet. Doch weit gefehlt, Leica nennt seine neu, digitale Messsucherkamera schlicht und einfach “M”. Die Leica Camera AG nutzt zur Vorstellung dieses und vieler weiterer Modelle die Photokina und setzt das komplette neue Lineup effektvoll in Szene. Dabei markiert die Leica M im Hinblick auf die Produktbezeichnung eine neue Ära. Leica verzichtet künftig auf alle Ziffern im Produktnamen, “um die Bedeutung der Leica Kamerasysteme M und S nachhaltig und langfristig zu unterstreichen”, wie es heißt.

 

Die Leica M ist mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor ausgestattet und bietet alle möglichen Komfortfunktionen wie Live-View, Full-HD-Videos sowie zusätzliche Fokussier-Methoden. Leica preist sie deshalb als seine bislang vielseitigste Messsucherkamera an. Als erste Leica-Messsucherkamera ist die neue M mit einem völlig neu entwickelten, hochauflösenden Leica-Max-CMOS-Bildsensor im vollen Kleinbildformat mit 24 Megapixeln ausgestattet. Er wurde zusammen mit dem Kooperationspartner CMOSIS speziell für die Kamera und den Einsatz von M- und R-Objektiven entwickelt. Er soll die charakteristischen Vorteile von CCD-Sensoren wie die natürliche, brillante Farbwiedergabe und die eindrucksvolle Detailzeichnung nun auch auf einen CMOS-Sensor übertragen. Mit dem Sensor zusammen arbeitet in der M ein Leica Maestro-Prozessor, der ebenfalls für das Leica S-System verwendet wird.

 

Leica M: Rückseite in typischem M-Design
Leica M: Rückseite in typischem M-Design

Erstmals gibt es bei der Leica M einen Live-View und einen Live-View-Fokus. Der Monitor ist drei Zoll groß und löst mit 920.000 Pixeln hoch auf. Die Leica M bietet zwei weitere Fokusmethoden, die über die neue Fokustaste gestartet werden. Der neue „Live-View-Zoom“ ermöglicht eine bis zu 10-fache Vergrößerung für die volle Kontrolle der Schärfe bei Motivdetails oder der Naheinstellgrenze. Hinzu kommt der „Live-View-Fokus-Peaking“. Hier werden zur Fokuskontrolle Kanten automatisch mit roten Linien markiert. Anhand der Darstellung der Kanten lässt sich die Fokussierung dann beurteilen.

 

Gemäß Leicas M-Philosophie ist auch die neue M auf Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet. So bestehen Deckkappe und Bodendeckel der Kamera etwa aus massiven Messingblöcken. Das Ganzmetallgehäuse ist geschlossen und besteht aus einer Magnesiumlegierung. Spezielle Gummidichtungen sollen das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser schützen. Für die neue Leica M gibt es eine Vielzahl an optionalem Zubehör. Hierzu gehören etwa ein neuer Leica R-Adapter M, der den Anschluss an nahezu alle R-Objektive ermöglicht. Außerdem gibt es einen elektronischen Visoflex-Sucher, Leica EVF2, und ein Multifunktionshandgriff-M mit integriertem GPS-Modul. Ein Leica Mikrofon-Adapter-Set ist ebenfalls verfügbar.

 

Wie nicht anders zu erwarten  ist auch die neue Leica M kein Schnäppchen: Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt 6200 Euro. Sie ist in einer schwarz lackierten und einer silbern verchromten Ausführung ab Anfang 2013 erhältlich.

 

 

 

Canon EOS 6D: kompakte Vollformat-SLR

Canon EOS 6D
Canon EOS 6D

Canon nutzt die Photokina und kündigt die EOS 6D an. Vom Format und Gewicht her ist die SLR mit der EOS 60D vergleichbar. Die EOS 6D ist Canons kleinste und leichteste Vollformat-DSLR und damit ideal für die Reise geeignet. Zudem ist die 6D die erste EOS mit integriertem WLAN und GPS. Der Einstieg in die Vollformat-Fotografie wird rund 2.000 Euro kosten. Allerdings steht die Verfügbarkeit noch nicht fest.

 

20 Megapixel Vollformat

Die EOS 6D arbeitet mit einem neu konzipierten 20,2 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor. Der Standard-ISO-Bereich von ISO 100 – 25.600 ist auf bis zu ISO 50 – 102.400 erweiterbar. Damit sollen natürliche Aufnahmen auch bei sehr dunklen Lichtverhältnissen möglich sein. Auch das 11-Punkt-AF-System bietet ist neu. Es bietet laut Canon die bisher stärkste Low-Light-leistung unter allen bisherigen Canon AF-Systemen. Die Scharfstellung arbeitet bis zu -3 LW, einem Lichtwert, der dem Mondlicht entspricht. Damit wäre also auch unter extremen Lichtbedingungen eine punktgenaue Fokussierung auf das Motiv möglich.

Canon EOS 6D: Rückseite (mit Batteriegriff)
Canon EOS 6D: Rückseite (mit Batteriegriff)

Wie nicht anders zu erwarten, sitzt in der EOS 6D ein DIGIC 5+ Prozessor. Er steuert alle Automatiken und Extras. Mit an Bord sind unter anderem ein HDR-Modus, ein Silent-Modus sowie eine elektronische Wasserwaage im Sucher oder LC-Display. Als erste EOS ist die 6D mit integriertem WLAN ausgestattet. So lassen sich Bilder kabellos an externe Speichersysteme senden, in Facebook und Youtube hochladen oder auf einem WLAN-Drucker (von Canon) ausdrucken. Außerdem können Videos und Bilder auch auf einem DLNA-fähigen HD-TV angesehen werden. Die Bilder können auch ganz einfach kabellos an einen Computer, in eine Cloud oder an ein Smartphone gesendet werden. Über eine kabellose Verbindung kann die Canon auch von einem kompatiblen Smartphone gesteuert werden. Dabei sind Aufnahmeeinstellungen und Scharfstellung vor der fernbedienten Auslösung anpassbar. Über das integrierte GPS lassen sich den Aufnahmen zudem Standortdaten hinzufügen.

 

Mit einer Größe von zirka 144,5 x 110,5 x 71,2 Millimetern und einem Gewicht von nur zirka 770 Gramm gehört die EOS 6D zu den kompaktesten Vollformat-DSLRs, die Canon je hergestellt hat. Sie ist staub- und spritzwassergeschützt; Teile des Gehäuses sind aus Magnesium. Das hochauflösende  3,0 Zoll große Clear View LC-Display (7,7 cm) ist gegen Blendenreflexe optimiert und soll gute Sicht auch bei sehr hellem Sonnenlicht und extremen Bildwinkeln bieten. Optional erhältlich ist ein neuer Batteriegriff BG-E13. Er verdoppelt beim Einsatz mit zwei LP-E6 Akkus die Aufnahmekapazität.

Von oben: Canon EOS 6D TOP mit 24-105mm
Von oben: Canon EOS 6D TOP mit 24-105mm
Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99

Vollformat für Profis: Sony SLT-A99

Sony präsentiert mit der SLT-A99 seine erste Vollformatkamera mit teildurchlässigem Spiegel. Damit wird die A99 zum neuen Topmodell unter den Digitalkameras von Sony. Speziell für die A99 hat Sony einen neuen Exmor CMOS Vollformat-Bildsensor mit effektiv 24,3 Megapixel entwickelt. Zusammen mit dem BIONZ-Bildprozessor soll er eine sehr hohe Bildqualität bei Fotos und Videos ermöglichen. Der neue Sensor punktet im Vergleich zu seinen Vorgängern mit einer großen Transistordichte (Large Scale Integration). Auch der Lichtempfindlichkeitsbereich ist weit. Man kann die Empfindlichkeit in neun Stufen zwischen ISO 50 und 25.600 einstellen. Hinzu kommt ein neuer optischer Multi-Segment Low-Pass-Filter.

 

Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99
Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99

Schnell ist die Sony A99 auch: In Vollformat-Auflösung kann sie sechs Bilder pro Sekunde schießen. Im so genannten Telezoom-Highspeed-Modus sind sogar zehn Bilder in der Sekunde möglich. Auch beim Autofokus beschreitet Sony neue Wege: Wie schon bei der der SLT-A77V gibt es ein Phasendetektions-Modul mit einem 19-Punkt-AF-Sensor und 11-Punkte-Kreuzsensoren, das nun zusammen mit einem weiteren Phasendetektionssensor mit zusätzlichen 102 Messpunkten direkt auf dem Bildsensor zusammenarbeitet. Insgesamt gibt es damit 121 Messfelder für die Scharfstellung. Dieses duale Autofokussystem wird dadurch ermöglicht, dass im Inneren der Kamera ein teildurchlässiger Spiegel das Licht auf den Phasenautofokus leitet. Das Scharfstellen soll laut Sony somit schneller und präziser vonstatten gehen.

 

Neue A99 mit AF-D Autofokus

Hinzu kommt ein neuer kontinuierlicher AF-D Autofokus. Dieser Modus wird zunächst von den Objektiven SAL-2470Z, SAL-2875, SAL-50F14, SAL-300F28G2, SAL-70400G und SAL-500F4G unterstützt. Weitere, auch ältere Objektive sollen in Kürze mittels Firmware-Update ebenfalls den AF-D Autofokus anwenden können. Die SLT-A99 filmt nicht nur in den Full HD Formaten 50p und 25p, sondern auch im Kinoformat 24p sowie in 60p. Dank teildurchlässigem Spiegel kann der Autofokus permanent nachgeführt werden. Für die Wiedergabe ist ein HDMI-Ausgang vorhanden. Neu ist zudem ein geräuschloser Multi-Controller auf der Kameravorderseite, mit dessen Hilfe wichtige Kameraeinstellungen während des Filmens möglich sind, ohne dass Störgeräusche aufgenommen werden. Damit das Video mit gutem Stereo-Sound aufgenommen wird, bietet die Kamera eine Tonpegel-Anzeige auf dem Display, einen justierbaren Aufnahmepegel und einen Kopfhöreranschluss.
Die Sony A99 verfügt über einen OLED-Sucher, der 100 Prozent des Bildes abdeckt. Außerdem verfügt die A99 über ein hoch auflösendes Display mit 1,23 Millionen Bildpunkten. Das Magnesium-Gehäuse der A99 ist versiegelt, um sie vor Wasser und Staub zu schützen. Der Verschluss hält nach Angaben von Sony mindestens 200.000 Auslösungen stand.

 

Professioneller Look: Die Sony SLT-A99 von oben
Professioneller Look: Die Sony SLT-A99 von oben

Zusammen mit der A99 kommt auch einiges an Zubehör: Exklusiv für die A99 bietet Sony das SAL-300F28G2 mit einer Festbrennweite von 300 Millimetern an. Der Vertikalgriff VG-C99AM wiederum verlängert durch zwei zusätzliche Batterien die Betriebszeit der Kamera. Das neue LED-Blitzgerät HVL-F60M besitzt die Leitzahl 60 bei ISO 100. Auch das LED-Ringlicht HVL-RL1, dessen Leuchtstärke stufenlos gewählt werden kann, ist neu. Ganz billig sind jedoch weder die neue Sony SLT-A99, die ab November 2012 erhältlich ist, noch das Zubehör.

 

 

Sony gibt folgende Preisempfehlungen:

  • SLT-A99 (Body) von Sony: 2.799,00 Euro
  • SAL-2470Z von Sony (Objektiv): 1.999,00 Euro
  • SAL-300F28G2 von Sony (Objektiv): 7.699,00 Euro
  • RMT-DSLR2 von Sony (Fernbedienung): 50,00 Euro
  • PCK-LM14 von Sony (Bildschirmschutz): 19,00 Euro
  • LCS-BP3 von Sony (gepolsterte Tasche): 169,00 Euro
  • HVL-F60M von Sony (LED-Blitzgerät): 659,00 Euro
  • VG-C99AM von Sony (Vertikalgriff): 399,00 Euro
  • HVL-RL1 von Sony (LED-Ringlicht): 349,00 Euro
  • XLR-K1M von Sony (Kit): 799,00 Euro
  • ADP-MAA von Sony (Adapter): 29,00 Euro

Nikon D600: eine “kleine” Vollformat-SLR

Nikon D600 mit 16-35mm-Zoom
Nikon D600 mit 16-35mm-Zoom

Nikon bringt nach der D4 und D800 eine dritte Spiegelreflexkamera mit einem Sensor im Kleinbildformat heraus: Die D600 ist dabei mit 2.150 Euro Gehäusepreis immer noch kein Schnäppchen, jedoch zur Zeit die preisgünstigste neue Vollformat-SLR auf dem Markt.

Ein Vorteil von einem Sensor im Vollformat ist schlicht die Größe. Auf 36 x 24 mm drängeln sich die Pixel nicht so wie bei gleicher Auflösung auf einem halb so großen Sensor. Deshalb geht man davon aus, dass die Fotos weniger rauschen. Mit 24 Megapixel ist der Sensor der Nikon D600 dennoch gut gefüllt, aber weniger als bei Nikons Mittelklasse-SLR D800 mit 36 Megapixel.

Der zweite Vorteil eines Vollformatsensors kann die geringe Schärfentiefe sein. Porträts beispielsweise sind leichter freizustellen, als bei Kameras mit kleineren Sensoren, die bei gleicher Blende einen größeren Bereich scharf abbilden als die Vollformat-Kollegen.

Ein Nachteil der Vollformat-Boliden ist jedoch der große Spiegelkasten. Das Gehäuse der D600 fällt mit 11 x 14 x 8 cm vergleichsweise zierlich aus.

Zur weiteren Ausstattung der Nikon D600 gehören unter anderem die Bildverarbeitungsengine Expeed 3, die auch Raw-Daten mit 16 Bit bearbeiten kann, das von der Profi-SLR geerbte Autofokussystem Multicam 4800 mit 39 Messfeldern, eine Full-HD-Videofunktion, ein mit 3,2 Zoll (8 cm) Diagonale stattlich großer Monitor sowie ein optischer Sucher.

Die Nikon D600 kommt noch im September 2012 in den Handel, das Gehäuse kostet rund 2.150 Euro, im Bundle mit dem Nikkor 24-85mm 1:3,5-4,5 ED VR rund 2.699 Euro.

Neue Festbrennweite für Nikon-1-Kameras

Zeitgleich mit der D600 stellt Nikon eine lichtstarke Festbrennweite für das Nikon-1-System der spiegellosen Systemkameras vor. Das NIKKOR 18,5 mm 1:1,8 eignet sich mit seiner Brennweite von 50mm – umgerechnet auf das Kleinbildformat – vor allem für Porträts. Das neue Objektiv ist ab November 2012 für rund 200 Euro erhältlich.

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