Apple stellt iOS 7 vor

Apples neues Betriebssystem iOS 7
Apples neues Betriebssystem iOS 7

Dieser Schritt war überfällig: Apple renoviert sein Mobilbetriebssystem und stellt das künftige iOS 7 vor. Als Plattform für die Präsentation diente wie erwartet die Worldwide Developers Conference (WWDC) 2013 in San Francisco. Dabei hat Apple beim neuen iOS keinen Stein auf dem anderen gelassen und seinem Betriebssystem ein komplett neues Design verpasst. So ist die Farbpalette neu, verschiedene, funktionalen Ebenen sind hinzugekommen und wie erwartet sieht die Oberfläche nun “sachlicher” aus, nähert sich also tatsächlich etwas dem Design von Microsofts Windows 8 an – wobei Apple natürlich eigenständig bleibt und etwa auf eine “Kachel-Optik” verzichtet.

 

Insgesamt soll sich iOS 7 “lebendiger anfühlen”. Auch die Typographie wurde geändert. Der Einsatz von Transparenz und Bewegung sollen dabei selbst einfache Aufgaben ansprechend gestalten. Selbstverständlich bietet iOS 7 zahlreiche neue Funktionen – Apple spricht von hunderten. Hierzu gehören das Control Center, die Nachrichtenzentrale, die weiterentwickelten Multitasking und AirDrop. Hinzu kommen Verbesserungen in Fotos, Safari und Siri. Wie bereits angekündigt führt Apple mit iTunes Radio zudem einen kostenlosen Internetradio-Service ein.

 

iOS 7 im Überblick
Das neue iOS 7 sieht ganz anders aus als iOS 6

Obwohl die Benutzeroberfläche völlig umgestaltet wurde, soll sie sich vertraut anfühlen. Sie lässt das iPhone größer erscheinen, weil alles dahingehend neu gestaltet wurde, den gesamten Bildschirminhalt zu nutzen. Praktisch dürfte für viele Nutzer das neue Control Center sein. Alle Kontrollelemente sind dort an einem zentralen Ort versammelt. Mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms hat man Zugriff auf Flugmodus, Wi-Fi, Bluetooth und “Nicht Stören” sowie die Möglichkeit die Bildschirmhelligkeit zu justieren, die Musikwiedergabe zu regeln und Musik via AirPlay zu streamen. Das Control Center bietet außerdem schnellen Zugriff auf Uhr, Kamera, Rechner und Blitzlicht.

 

Neue Foto-App in iOS 7

Für Fotografen interessant: iOS 7 beinhaltet eine überarbeitete Fotos-App mit der Funktion “Moments”. Hiermit lassen sich automatisch Fotos und Videos auf der Basis von Zeit und Ort organisieren. So kann man etwa herauszoomen, um alle von Moments, Sammlungen von “Moments” geordneten Fotos anzuschauen. iOS 7 integriert zudem iCloud Foto Sharing. Hiermit können Familien und Freunde etwa eigene Bilder und Videos zu Fotostreams beisteuern. Eine neue, so genannte “Activity-Ansicht” bildet geteilte Streams dann gemeinsam ab.

 

iOS 7 erscheint im Herbst 2013
iOS 7 erscheint im Herbst 2013

Die iOS 7 Beta Software und das SDK sind ab sofort für Mitglieder des iOS Developer Program auf developer.apple.com erhältlich. “Normale” Nutzer müssen sich noch etwas gedulden: iOS 7 wird erst ab Herbst als kostenloses Update für das iPhone 4 und neuer, iPad 2 und neuer, iPad mini und iPod touch (fünfte Generation) erhältlich sein. Apple designt Macs, die besten Personal Computer der Welt, zusammen mit OS X, iLife, iWork und diversen professionellen Softwareanwendungen. Apple führt die digitale Musikrevolution mit seinen iPods und dem iTunes Online Store an. Apple hat das Mobiltelefon mit dem revolutionären iPhone und App Store neu erfunden und definiert die Zukunft mobiler Medien und Computer mit dem iPad neu.

Adobe Photoshop CC: Neue Funktionen für Fotografen

Die Neuheiten von Photoshop CC sind recht übersichtlich, das Hauptaugenmerk lag bei diesem Update auf der Umstellung zum Vertriebsmodell Photoshop als Abo. Für Fotografen hat Adobe dennoch einige interessante Details mitgeliefert:

  • Neuer Scharfzeichner 1: Das Camera Shake Reduction Tool soll Unschärfen automatisch entfernen, die durch Kamerabewegungen entstanden sind.
  • Neuer Scharfzeichner 2: Das Smart-Schärfen-Werkzeug kann laut Adobe vermeiden, dass beim Schärfen das Farbrauschen und Halo-Effekte verstärkt werden.
  • Bild vergrößern: Ein neuer Interpolationsalgorithmus soll Details beim Vergrößern besser erhalten.
  • Camera Raw: Für die neue Version 8 des Raw-Konverters gibt es drei neue Funktionen. So ist es nun möglich, mit dem Reparaturwerkzeug wie mit einem Pinsel zu streichen anstatt auf einen kreisförmigen Auswahlbereich fesetgelegt zu sein. Mit dem neuen Radial-Verlaufsfilter lassen sich zudem dezentrierte oder mehrfache Vignetteneffekte ins Bild einfügen und das Aufrichten-Werkzeug soll Bilder automatisch horizontal ausrichten und perspektivisch korrigieren können.
  • Camera Raw als Smart-Filter: Nützlich klingt auch die Möglichkeit, ein in Camera Raw bearbeitetes Bild direkt als Smart-Objekt in Photoshop zu öffnen. Wer also beispielsweise den Weißabgleich nachträglich in Camera Raw ändern möchte, kann danach ohne das Bild speichern oder schließen zu müssen, wieder zur Photoshop-Bearbeitung zurückkehren.
Photoshop CC kann jetzt Verwacklungen wie von langen Belichtungszeiten aus dme Bild rechnen
Photoshop CC kann jetzt Verwacklungen wie von langen Belichtungszeiten aus dem Bild rechnen

Photoshop CC enthält alle Funktionen einer Extended-Version. Die Extras gebenüber der nun nicht mehr vertriebenen Standard-Version betreffen vor allem die Bereiche Video und 3D-Design.

 

Adobe Photoshop CC nur noch im Abo

Das neue Photoshop CC gibt es nicht mehr wie bisher als DVD oder Download zum Kauf. Wer die neuen Funktionen nutzen will, muss die Profi-Bildbearbeitung über die Adobe Creative Cloud abonnieren. Für Creative Cloud steht auch das Kürzel “CC”, anstatt wie bisher “CS” für Creative Suite. Auch die übrigen Programme der ehemaligen Creative Suite wie unter anderem Indesign, Illustrator oder Premiere stehen künftig nur im Abo zur Verüfgung.

Hier geht es zu den neuen Bildberbeitungs-Funktionen von Adobe Photoshop CC.

Bereits vor einem guten Jahr hatte Adobe mit der Creative Cloud das Modell von Software as a Service (SaaS) vorgestellt. Laut Adobe ist die “Creative Cloud ein mitgliedschaftsbasierter Service, der den Nutzern unbegrenzten Zugang zu allen Adobe Creative Desktop-Anwendungen bietet und ermöglicht, diese herunterzuladen und auf ihrem Desktop zu installieren. … Die Nutzer haben ebenfalls Zugang zu dynamischen Kreativ-Community sowie Publishing-Diensten für die Veröffentlichung von Apps und Webseiten. Sie erhalten Speicherplatz in der Cloud, haben die Möglichkeit jedes Gerät zu synchronisieren und bekommen neue Produkte und exklusive Updates, sobald diese veröffentlicht sind.

Photoshop CC im Jahr für rund 300 Euro

Für Einsteiger in die professionelle Bildbearbeitung entsteht durch das Abo nicht unbedingt ein Nachteil. Laut Adobe-Webseite zahlen Einzelanwender für das Jahresabo von Photoshop CC rund 25 Euro monatlich, im Jahr also rund 300 Euro. Photohop CC enthält zudem alle Funktionen der Extended-Version, was allerdings weniger die fotografischen Werkzeuge betrifft, sondern eher für Video- und 3D-Kreative interessant ist. Die Extended-Version von Photoshop CS6 belief sich auf 1.370 Euro, womit das Abo erst nach vier Jahren die Kosten für die Neuanschaffung einer Extended-Version “eingeholt” hätte.

Wer eine registrierte Version von Photoshop CS3 oder neuer besitzt, kann das Photoshop-CC-Jahresabo für rund 13 Euro monatlich erwerben.

Adobe bietet jedoch gerade für professionelle Anwender und Unternehmen zahlreiche Abomodelle an. Mehr Infos zur Creative Cloud und zum Abosystem gibt es hier: http://www.adobe.com/de/products/creativecloud.html.

Vorteile des Abosystems:

  • Neue Funktionen können schneller integriert werden als beim bisherigen anderthalbjährigen Update-Zyklus und sollen laut Adobe nicht extra kosten
  • Bilder lassen sich im Cloud-Speicherplatz ablegen und von überall abrufen
  • Austausch mit anderen Benutzern über die Community-Services
  • Lizenzen lassen sich auf verschiedenen Rechnern nutzen, pro Lizenz könne bis zu zwei Photoshop-Installationen parallel aktiviert werden
  • Es gibt einen kostenlosen Testzugang für 30 Tage.

Nachteile des Abosystems:

  • Die Software gehört dem Benutzer nicht mehr uneingeschränkt
  • Nach Ablauf des Abos lassen sich die Bilder mit Photoshop nicht mehr bearbeiten
  • Die teils umfangreichen Programme müssen über das Internet geladen werden
  • Photoshop CS6 wird nicht mehr aktualisiert. Eine Ausnahme bildet Camera Raw: Wenn Adobes Raw-Konverter neue Kameras unterstützt, wird dieses Update auch Photoshop-CS6-Nutzern zur Verfügung gestellt.

Es ist laut Adobe nicht geplant, Photoshop Elements in die Cloud mit aufzunehmen. Die “kleine” Bildbearbeitung wird es also weiterhin auch als Boxversion geben.

 

 

 

 

Adobe Photoshop Lightroom 5: Vorabversion zum Test

Adobe hat eine Vorabversion seiner Workflow-Software Photoshop Lightroom 5 zum Download bereitgestellt. Anwender können diese Betaversion kostenlos laden, installieren und ausprobieren. Es ist dafür nicht nötig, eine lizensierte Version zu verwenden, nur eine Anmeldung bei Adobe Labs.

Photoshop Lightroom ist eine Allround-Software für ambitionierte Fotoenthusiasten und Profi-Fotografen, mit der sich Bilder verwalten, bearbeiten und präsentieren lassen. Während Lightroom 4 mit einer komplett neuen Raw-Engine für die Entwicklung von rohen Kameradaten aufwartete, liegen die Neuerungen diesmal nur im Detail.

Klicken Sie in der Bibliothek auf “Originalfoto” um eine Smart-Vorschau für das aktivierte Bild erstellen zu lassen

Eine Besonderheit scheint es laut Pressemitteilung dennoch zu geben: Dank der neuen Smart-Vorschauen lassen sich nun auch die Bilder bearbeiten, deren Originaldaten nicht zur Verfügung stehen. Zudem soll durch die Smart-Vorschauen die Bildbearbeitung auch auf älteren Rechnern nun schneller von statten gehen. Denn anstatt jedesmal die volle Auflösung der Bilddatei zu laden, stimmt Lightroom 5 die Änderungen auf Wunsch auf die kleinere Vorschau ab. Erst später wird die Bearbeitung auf das Original angewendet.

Zudem hat Adobe das lokale Reparatur-Werkzeug erweitert, das noch bequemer Flecken wie etwa Pinsel entfernen kann. Auch das Aufrichten-Werkzeug soll noch besser verzerrte oder schiefe Aufnahmen wie etwa Gebäudefotos korrigieren. Der Radial-Verlaufsfilter ermöglicht nun auch dezentrierte oder mehrfache Vignetteneffekte.

In Sachen Präsentation sind ebenfalls zwei Neuerungen hinzugekommen: Videoclips lassen sich nun auch in Diashows einbinden, zudem bietet Lightroom 5 mehr Fotobücher.

Neuheiten im Bereich Bildverwaltung gibt es nicht.

Die Betaversion lässt sich für Windows und MacOS von Adobe Labs herunterladen. Lightroom-4-Kataloge werden bei der Installation nicht überspielt, lassen sich aber auch nicht aktualisieren. Sie müssen einen neuen Katalog anlegen.

Adobe lädt die Nutzer der Betaversion ein, ihr Feedback auf der Community- Feedback-Seite einzubringen. Wann die endgültige Version auf den Markt kommt, hat Adobe noch nicht verraten, jedoch wird dies vermutlich im Sommer der Fall sein. Preislich soll Photoshop Lightroom 5 im gleichen Rahmen liegen wie die Version 4, also bei rund 130 Euro.

AquaSoft Diashow 8 jetzt mit animierten Reiserouten

aquasoftMit Spezialprogrammen wie “Diashow Ultimate” von der Potsdamer Softwareschmiede Aquasoft lassen sich aus Fotos Multimediashows erstellen. In einem Browser werden Bilder, Videos und Musik zu einem neuen Video zusammengefügt.

Neu in Version 8 ist beispielsweise der Reiseassistent: Wenn Fotos in Kartenmaterial von OpenStreeMap eingefügt werden, kann Diashow 8 den Weg mit dekorativen Elementen wie unter anderem Reifenspuren, Flugzeugen, Autos oder Fähren anzeigen.

Neu ist auch die Rhythmusfunktion. In der Timeline lassen sich Taktzeiten von einem Musikstück markieren, nach der die Fotos ein- und ausgeblendet werden.

Zudem können nun Videos auch als H.264, MP4 oder WMV exportiert werden oder auf Blu-Ray gebrannt werden.

AquaSoft Diashow 8 Ultimate ist für Windows ab Version XP erhältlich. Sie können die Software 30 Tage testen, die Vollversion kostet rund 70 Euro. Mehr Infos gibt es auf der Homepage von Aquasoft.

Kommunikative Kompaktkameras von Canon

Neun neue Ixus- und Powershotkameras hat Canon in diesem Jahr bereits angekündigt. Alle sind wie immer klein und bunt, die Auflösung bewegt sich zwischen den üblichen 12 und 16 Megapixel, der Brennweitenbereich zwischen den ebenfalls üblichen 5- bis 10-fach-Zooms.

WLAN-Schnittstelle integriert

Dabei legt Canon Wert auf kommunikative Extras. Gleich vier der Neulinge bieten eine WLAN-Schnittstelle, womit sich die Bilder in Social-Media-Netzwerke wie Facebook befördern lassen – siehe die Kameraliste unten. Dies ist freilich nicht mit einem integrierten WLAN-Modul zu verwechseln. Selber funken können diese Canon-Kameras noch nicht. Über die Schnittstelle wird zunächst eine Verbindung zu einem iPhone oder Android-Smartphone hergestellt. Ist auf diesem wiederum die Canon Camera App installiert, lassen sich die Bilder in die Cloud schicken. Sofern man das Smartphone beim Fotografieren dabei hatte und die GPS-Daten geloggt hat, können über die GPS-Mobile-Funktion mit den Fotos verknüpft werden.

Hybrid Auto Modus: Foto und Video in einem

Die Canon Ixus 255 HS und die Powershot N bieten zudem den so genannten “Hybrid Auto Modus”: Dabei zeichnet die Kamera beim Modus “Smart Auto mit Szenenerkennung” vier Sekunden vor jedem Auflösen als Video auf und setzt diese  auf Wunsch zu einem Clip zusammen.

Canons neun Neulinge im Überblick:

Hier alle im Januar angekündigten Modelle auf einen Blick:

  • Powershot A 2500: 109 Euro
  • Powershot A 2600: 129 Euro
  • Powershot A 3500 IS: 159 Euro
  • Powershot A 1400 Euro: 199 Euro
  • Powershot N mit WLAN-Schnittstelle, Hybrid-Auto-Modus und drehbarem Touchscreen: 329 Euro
  • Ixus 132: 139 Euro
  • Ixus 135 mit WLAN-Schnittstelle: 169 Euro
  • Ixus 140 mit WLAN-Schnittstelle: 189 Euro
  • Ixus 255 HS mit WLAN-Schnittstelle, 10-fach Zoom und Hybrid-Auto-Modus: 259 Euro

Alle Modelle kommen im Winter oder Frühjahr 2013 auf den Markt.

 

Olympus tough TG-1 im Unterwassertest

Die Olympus tough TG-1 ist eine Kompaktkamera mit sportlichen Qualitäten. Bruch- und stoßsicher, hält sie ohne zusätzliches Gehäuse bis zu zwölf Meter Wassertiefe dicht. Grund genug, die Outdoorkamera trotz Winterzeit mit an den See zu nehmen und die Tauchtauglichkeit zu prüfen.

Testgelände war der Kulkwitzer See bei Leipzig. Hier fällt der Boden in einer Länge von 200 Meter auf nur fünf Meter Tiefe ab, genau das richtige für eine Schnorchelkamera. Zudem ist die ehemalige Tagebaugrube mit Sehenswürdigkeiten wie Fässern und Loren ausgestattet.

Diese Lore steht in flachem Wasser und lässt sich damit für Schnappschüsse noch hinreichend belichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pluspunkt im Unterwassereinsatz: Das Display

Mit einer Diagonale von 7,3 Zentimetern (3 Zoll) ist das Display schön groß. Dank der OLED-Technologie bildet es Motive kontrastreich ab, so dass diese auch bei den schwummrigen Lichtverhältnissen unter der Wasseroberfläche zu erkennen sind. Für eine detailreiche Darstellung sorgen die 610.000 Bildpunkte des Displays.

Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng, um sie sind mit Handschuhen zu betätigen.
Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng beieinander, als dass sie noch mit Handschuhen betätigt werden könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos mit Klopfzeichen

Die Bedienknöpfe auf der Rückseite liegen so eng beeinander, dass sie sich schon mit bloßen Fingern teilweise nur schwer bedienen lassen. Da bei Wassertemperaturen von maximal sechs Grad dicke Tauchhandschuhe unerlässlich sind, haben wir schon am Ufer die Tab Control der Olympus TG-1 aktiviert. Damit lässt sich die Kamera nämlich mit Klopfzeichen steuern. Je nachdem, ob man oben, unten, links, rechts oder von hinten gegen das Gehäuse klopft, schaltet man beispielsweise den Blitz ein, wechselt den Unterwassermodus oder aktiviert die Bildanzeige. Das hat die Bedienung unter Wasser in der Tat vereinfacht. Die Zoomwippe mit Handschuhen zu treffen, bleibt jedoch schwierig. Zudem sitzen Auslöser und Powerknopf so nah beieinander, dass man häufig die Kamera aus Versehen abschaltet, anstatt ein Foto aufzunehmen.

Bildrauschen oder Blitz

Fotografieren unter Wasser ist gar nicht so einfach: Je tiefer man abtaucht, desto dunkler wird es und die Farben verschwinden. Wer blitzt, lichtet meist nur Schwebeteilchen ab, wie die Aufnahme unten zeigt.

Wenn der Kamerablitz unter Wasser eingesetzt wird, fallen die Schwebeteilchen erst richtig auf, auch wirkt das Motiv wie hier ausgefressen

Gut also, dass Olymus der TG-1 ein Objektiv mit einer weiten Anfangsöffnung von f/2.0 spendiert hat. Sofern man sich auf das Weitwinkel von 25 mm (umgerechnet auf das Kleinbildformat) beschränkt, fällt viel Licht auf den Sensor. Teleaufnahmen – das innenliegende Objektiv der TG-1 schafft bis 100 mm – lohnen sich unter Wasser kaum, weil bei den hiesigen Sichtweiten schon in fünf Metern wenig zu erkennen ist und eben zu wenig Licht durch das Objektiv kommt.

Für noch bessere Lichtausbeute lässt sich die Lichtempfindlichkeit der TG-1 bis ISO 6.400 hochregeln. Dazu müssen Sie natürlich von den Unterwassermodi in die Programmautomatik wechseln. Den Blaustich rechnet man gegebenenfalls am Rechner heraus. Mehr Schwierigkeiten macht jedoch das Bildrauschen, das die Olympus TG-1 ab ISO 800 reichlich produziert. Die farbigen Störpixel lassen sich in der Bildbearbeitung nur mit starker Weichzeichnung und Detailverlust entfernen.

Das Zoom des Objektivs bewegt sich erfreulich ruckelarm, aber auch langsam. Auch der Autofokus nimmt sich viel Zeit, weshalb das Scharfstellen auf bewegliche Motive wie Fische schwierig ist, zumal ohne Blitz.

Viel Powerreserve

Positiv ist die Akkuleistung des Testgeräts zu erwähnen: Nach 30 Minuten Baden in eiskaltem Wasser war der Akku noch nicht mal halb leer. Lästig ist allerdings, dass der Akku nur aufgeladen werden kann, wenn er in der Kamera steckt. Ein weiterer Bonus ist die GPS-Funktion. Wenn die GPS-Daten geloggt werden, lassen sich die Fotos auf digitalen Landkarten wie Google Maps direkt angezeigen. Ein GPS-Modul benötigt jedoch viel Strom, deshalb sollte man es abstellen, wenn es nicht benötigt wird.

Fazit:

Die Olympus TG-1 eignet sich mit dem großen, kontrastreichen Display und dem lichtstarken Objektiv sehr gut für Schnorchelfotos. Im warmen Wasser des Mittelmeeres oder in der Südsee sind Handschuhe unnötig und die Kamera lässt sich bequem bedienen. Zudem fällt dann genügend Licht ins Wasser, so dass in den geringen Tiefen bis zu fünf Meter auch ohne hohe ISO-Werte scharfe und ausreichend belichtete Fotos gelingen. In diesem Fall ist die TG-1 nicht zuletzt  dank der GPS-Funktion ein guter Begleiter für die Reise. Für wirkliche Tauchfotos, zumal in den kalten, heimischen Gewässern eignet sich die TG-1 auch bei geringen Tiefen nicht.

Oben das Foto wurde mit Programmautomatik aufgenommen, unten mit dem Unterwassermodus, der den Blaugrünstich herausrechnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eckdaten Olympus TG-1:

  • 12 Megapixel CMOS-Sensor
  • 4fach optisches Zoom, 25 bis 100 mm kleinbildäquivalent
  • Lichtstärke f/2.0-4.9
  • 3-Zoll-OLED-Display
  • GPS
  • wasserdicht bis 12 Meter
  • staub- und stoßgeschützt
  • Maße (ca.): 12 cm x 3 cm x 6 cm
  • Technische Daten der Olympus TG-1

 

Neu: Raw-Konverter Silkypix developer studio pro 5

Im neuen Silkypix developer studio pro 5 aus dem Franzis Verlag enthalten ist eine HDR-Funktion. Damit ist gemeint, dass die Software aus einer Raw-Aufnahme automatisch verschieden belichtete Abzüge erstellen kann und diese zu einem zusammenrechnet, in dem Tiefen und Lichter ausreichend belichtet sind.

Laut Franzis werden zudem Farb- und Helligkeitsrauschen gründlicher entfernt. Dies wirkt sich vor allem bei hohen-Lichtempfindlichkeiten aus. Ebenfalls neu ist das Schwarzanteil-Werkzeug, den Kontrast aufbessert und Spiegelungen reduzieren kann.

Silkypix developer studio pro 5 läuft unter Windows XP oder neuer sowie unter Mac OS X ab Version ab 10.7 (32/64-Bit). Das Tool kostet 219 Euro und lässt sich von der Seite www.pixxel.de herunterladen.

Franzis CutOut 4.0: Fotomontagetool jetzt mit Raw-Konverter

CutOut 4.0
Überarbeitet: CutOut 4.0 kommt jetzt mit edler, schwarzer Oberfläche

Freistellen von Bildelementen kann eine knifflige Angelegenheit sein, vor allem, wenn der Hintergrund viele Details aufweist. Das Fotomontagetool CutOut, das vom Franzisverlag vertrieben wird, will hier mit automatischer Konturenerkennung Abhilfe schaffen. Auch Farbsäume entfernt CutOut 4, so dass sich das freigestellte Objekt nahtlos in die neue Umgebung einfügen lässt.

Neu in CutOut 4.0 sind unter anderem ein Raw-Konverter, Funktionen für Belichtung, Farbe und Sättigung, sowie ein Linsenweichzeichner für Bokeh-Effekte. Wenn Bilddetails im fertig montierten Bild noch stören, lassen sich diese per Mausklick entfernen.

CutOut 4.0 ist als eigenständige Software sowie als Plug-in für Photoshop und Photoshop
Elements erhältlich. Franzis CutOut 4.0 ist kompatibel mit Windows XP, Vista, 7und 8 und zu einem Preis von rund 70 Euro erhältlihc.

Neue Firmware für die Leica S2

Leica S2
Leica S2

Ab sofort gibt es von der Leica Camera AG eine neue Firmware (FW 1.0.4.2) für die Leica S2/S2-P. Das Update lässt sich ab sofort im Leica Kundenbereich kostenlos downloaden. Das Firmware Update ist unter anderem auf die Nutzung der neuen S Objektive Leica Super-Elmar-S 1:3,5/24 mm ASPH und Leica Vario-Elmar-S 1:3,5-5,6/30-90 mm ASPH ausgerichtet und verbessert deren Funktion. Des Weiteren ist die neue Firmware Voraussetzung für die Verwendung der Leica Zentralverschluss-Objektive.

Weiterhin wurde das Firmware Update genutzt, um ein paar Verbesserungen zu implementieren. Hierzu gehört die Optimierung der Belichtungs-Betriebsart Blendenautomatik (T). Bislang wurde die Belichtungszeit auch im T-Modus, bei Über- oder Unterschreitung des Belichtungsbereichs, automatisch der Lichtsituation angepasst. Nun hat die eingestellte Belichtungszeit Priorität. Verbessert wurde zudem die Übermittlung der kameraseitigen Weißabgleichswerte an Photoshop Lightroom. Die Firmware sowie eine Installationsanleitung stehen im geschützen Bereich von Leica zum Download bereit – allerdings nur für registrierte S-Kunden.

Magazin für Fotosoftware und Zubehör