Olympus OM-D – digitale Version der OM-Systemkamera

Olympus OM-D

Olympus OM-D

Olympus setzt auf Tradition: 40 Jahre nach dem Start der ersten Systemkamera stellt Olympus das erste Modell einer neuen Kameralinie auf Basis des Micro Four Thirds Standards vor – quasi eine digitale Version der OM. Die Kamera verfügt über einen elektronischen Sucher, ein 5-Achsen-System zur Bildstabilisierung (IS) und einen sehr schnellen Autofokus – Olympus spricht sogar vom schnellsten AF der Welt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des FAST (Frequency Acceleration Sensor Technology) AF – diese kommt bereits in der PEN E-P3 zum Einsatz. 120 Bilder pro Sekunde maximal sind möglich. Beim Fotografieren sind es aber deutlich weniger: Die Kamera macht bis zu 9 Bilder pro Sekunde in Serie; bei AF-Einstellung kommt sie immerhin noch auf auf 4,2 Bilder pro Sekunde. Herzstück der OM-D ist ein16,1-Megapixel-Live-MOS-Sensor; mit ihm arbeitet der TruePic VI Bildprozessor zusammen.

 

Elektronischer Sucher mit Augensensor

Die OM-D ist die erste spiegellose Systemkamera von Olympus mit einem integrierten elektronischen Sucher. Er bietet eine Auflösung von 1,44 Millionen Pixeln, ein hundertprozentiges Bildfeld, bis zu 1,15-fache Vergrößerung sowie eine Austrittspupille von 18 mm. Die Displaygeschwindigkeit ist zudem hoch, was sich insbesondere beim Fotografieren von sich schnell bewegenden Objekten bemerkbar machen soll. Dank eines Augensensors schaltet die Kamera automatisch zwischen Monitor und Sucher um.

Die OM-D setzt auf einen besondere Bildstabilisierung. Bisher funktionierten Technologien zum Ausgleich von Kamerabewegungen nur für zwei Arten von Drehbewegungen: um die horizontale und die vertikale Achse. Kameraverwacklungen können allerdings durch fünf verschiedene Arten von Bewegungen verursacht werden. Der neue Bildstabilisator soll daher zusätzlich Rotationsbewegungen kompensieren. Dank eines Multi-Motion Movie IS mit großer Frequenzband-Kompatibilität werden zudem Verwacklungen aus der Bewegung unterdrückt.

Micro Four Thirds: Olympus OM-D

Micro Four Thirds: Olympus OM-D

Das Gehäuse der Olympus OM-D ist staub- und spritzwassergeschützt. Mittels eines SSWF (Supersonic Wave Filter) werden Staubpartikel, die etwa beim Objektivwechsel in die Kamera gelangen, vom Bildsensor entfernt. Der transparente Filter befindet sich zwischen Verschluss und Sensor und wird beim Einschalten der Kamera aktiviert. Eine Serie von Ultraschallvibrationen schüttelt den Staub dann ab.
Die Olympus OM-D bietet eine Empfindlichkeit bis zu ISO 25.600. Dank des erhöhten Dynamikumfangs wird ein breiteres Spektrum an Helligkeitswerten wiedergegeben. Die Fine-Detail Processing Technologie soll Moiré-Effekte und Falschfarben verringern, während die Real-Colour Technologie bislang schwer wiederzugebende Farben wie smaragdgrün aufzeichnet. Ein neues MSC (Movie and Still Compatible) IS-System sorgt zudem für eine verbesserte Stabilisierung bei Videoaufnahmen.
Neben dem eingebauten Sucher ist die OM-D mit einem 3-Zoll-OLED-Display (610.000 Pixel) ausgestattet, das um 80 Grad nach oben und 50 Grad nach unten geklappt werden kann. Mittels des kapazitiven Touchscreens ist das Fokussieren und Auslösen mit der Fingerspitze möglich. Neu ist die Live-Bulb-Funktion: Das Live-View-Bild wird hier während der Langzeit-Aufnahme kontinuierlich aktualisiert, sodass der Anwender das Ergebnis einschätzen und die Belichtungszeit entsprechend anpassen kann.

Olympus OM-D

Olympus OM-D

Mehr Micro Four Thirds Objektive
Die OM-D ist mit allen MFT-Objektiven von Olympus kompatibel. Im Laufe des Jahres sollen zwei weitere Festbrennweiten hinzu kommen: das M.Zuiko Digital ED 75 mm 1:1.8 und das M.Zuiko Digital ED 60 mm 1:2.8 Makro. Das 75-mm-Objektiv hat ein hochwertiges Metalldesign und ist besonders lichtstark. Das staub- und spritzwassergeschützte 60-mm-Objektiv bietet 1:1-Makrofähigkeit und einen minimalen Aufnahmeabstand von 19 cm. E-System- und OM-Objektive lassen sich über einen entsprechenden Adapter ebenfalls verwenden.

Die Olympus OM-D ist ab April 2012 für rund 1.100 Euro oder als Kit mit dem schwarzen M.Zuiko Digital ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ für 1.300 Euro erhältlich. Im Lieferumfang von Body und Kit ist der ebenfalls staub- und spritzwassergeschützte Blitz FL-LM2 enthalten.

 

 

Kamerageschichte: Olympus OM-1

Kamerageschichte: Olympus OM-1

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