Archiv der Kategorie: Test

Photoshop Elements 12 mit smarten Werkzeugen

Neu in Elements 12 ist die automatische Korrektur, die sich die Bearbeitung des Anwender merken kann
Neu in Elements 12 ist die automatische Korrektur, die sich die Bearbeitung des Anwender merken kann

Nach Corel mit Paint Shop Pro aktualisiert nun auch Adobe seine Bildbearbeitung für ambitionierte Fotoenthusiasten. Die neue Version Photoshop Elements 12 für rund 100 Euro ist ab sofort erhältlich.

Zu den wenigen neuen Funktionen von Photoshop Elements 12 gehört eine Tier-Augen-Korrektur. Katzenaugen beispielsweise weisen bei Blitzlichtaufnahmen anstatt einen roten einen grünblauen Farbstich auf. Darauf ist dieses Werkzeug ausgelegt. Besser ist es natürlich, überhaupt nicht in empfindliche Tieraugen zu blitzen. Mit der Funktion „Inhaltssensitives Verschieben“ lassen sich Objekte innerhalb eines Fotos verschieben und und daraus entstandene leere Flächen automatisch füllen.

Adobe hat zudem laut eigener Aussage mehr Wert auf Einfachheit der Bedienung gelegt. Beispielsweise die neue „Automatische Intelligente Tonbearbeitung“ soll dabei helfen. Elements 12 merkt sich Bearbeitungspräferenzen der Nutzer und stimmt die Bearbeitung darauf ab. Neu sind ebenfalls Schritt-für-Schritt-Anleitungen für einen Zoom Burst und Puzzle-Effekt sowie ein Assistent für die Reparatur alter Fotos. Zudem kann Elements 12 nun die weißen Ecken automatisch füllen, die beim Begradigen von Fotos entstehen.

Photoshop Elements 12 arbeitet zudem mit dem Web-Service Adobe Revel zusammen, mit welchem Benutzer ihre Bilder mit mobilen Geräten synchronisieren können. Die kostenlose Version des Services erlaubt bis zu 50 Bild- oder Video-Uploads pro Monat.

Zusammen mit Photoshop Elements 12 veröffentlicht Adobe die neue Version des Videschnittprogramms Premiere Elements 12. Im Bundle kosten die Programme rund 150 Euro. Beide Programme stehen auf der Adobe-Webseite zum Download bereit.

 

Olympus tough TG-1 im Unterwassertest

Die Olympus tough TG-1 ist eine Kompaktkamera mit sportlichen Qualitäten. Bruch- und stoßsicher, hält sie ohne zusätzliches Gehäuse bis zu zwölf Meter Wassertiefe dicht. Grund genug, die Outdoorkamera trotz Winterzeit mit an den See zu nehmen und die Tauchtauglichkeit zu prüfen.

Testgelände war der Kulkwitzer See bei Leipzig. Hier fällt der Boden in einer Länge von 200 Meter auf nur fünf Meter Tiefe ab, genau das richtige für eine Schnorchelkamera. Zudem ist die ehemalige Tagebaugrube mit Sehenswürdigkeiten wie Fässern und Loren ausgestattet.

Diese Lore steht in flachem Wasser und lässt sich damit für Schnappschüsse noch hinreichend belichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pluspunkt im Unterwassereinsatz: Das Display

Mit einer Diagonale von 7,3 Zentimetern (3 Zoll) ist das Display schön groß. Dank der OLED-Technologie bildet es Motive kontrastreich ab, so dass diese auch bei den schwummrigen Lichtverhältnissen unter der Wasseroberfläche zu erkennen sind. Für eine detailreiche Darstellung sorgen die 610.000 Bildpunkte des Displays.

Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng, um sie sind mit Handschuhen zu betätigen.
Das Display ist mit 3 Zoll schön groß, aber die Knöpfe liegen zu eng beieinander, als dass sie noch mit Handschuhen betätigt werden könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos mit Klopfzeichen

Die Bedienknöpfe auf der Rückseite liegen so eng beeinander, dass sie sich schon mit bloßen Fingern teilweise nur schwer bedienen lassen. Da bei Wassertemperaturen von maximal sechs Grad dicke Tauchhandschuhe unerlässlich sind, haben wir schon am Ufer die Tab Control der Olympus TG-1 aktiviert. Damit lässt sich die Kamera nämlich mit Klopfzeichen steuern. Je nachdem, ob man oben, unten, links, rechts oder von hinten gegen das Gehäuse klopft, schaltet man beispielsweise den Blitz ein, wechselt den Unterwassermodus oder aktiviert die Bildanzeige. Das hat die Bedienung unter Wasser in der Tat vereinfacht. Die Zoomwippe mit Handschuhen zu treffen, bleibt jedoch schwierig. Zudem sitzen Auslöser und Powerknopf so nah beieinander, dass man häufig die Kamera aus Versehen abschaltet, anstatt ein Foto aufzunehmen.

Bildrauschen oder Blitz

Fotografieren unter Wasser ist gar nicht so einfach: Je tiefer man abtaucht, desto dunkler wird es und die Farben verschwinden. Wer blitzt, lichtet meist nur Schwebeteilchen ab, wie die Aufnahme unten zeigt.

Wenn der Kamerablitz unter Wasser eingesetzt wird, fallen die Schwebeteilchen erst richtig auf, auch wirkt das Motiv wie hier ausgefressen

Gut also, dass Olymus der TG-1 ein Objektiv mit einer weiten Anfangsöffnung von f/2.0 spendiert hat. Sofern man sich auf das Weitwinkel von 25 mm (umgerechnet auf das Kleinbildformat) beschränkt, fällt viel Licht auf den Sensor. Teleaufnahmen – das innenliegende Objektiv der TG-1 schafft bis 100 mm – lohnen sich unter Wasser kaum, weil bei den hiesigen Sichtweiten schon in fünf Metern wenig zu erkennen ist und eben zu wenig Licht durch das Objektiv kommt.

Für noch bessere Lichtausbeute lässt sich die Lichtempfindlichkeit der TG-1 bis ISO 6.400 hochregeln. Dazu müssen Sie natürlich von den Unterwassermodi in die Programmautomatik wechseln. Den Blaustich rechnet man gegebenenfalls am Rechner heraus. Mehr Schwierigkeiten macht jedoch das Bildrauschen, das die Olympus TG-1 ab ISO 800 reichlich produziert. Die farbigen Störpixel lassen sich in der Bildbearbeitung nur mit starker Weichzeichnung und Detailverlust entfernen.

Das Zoom des Objektivs bewegt sich erfreulich ruckelarm, aber auch langsam. Auch der Autofokus nimmt sich viel Zeit, weshalb das Scharfstellen auf bewegliche Motive wie Fische schwierig ist, zumal ohne Blitz.

Viel Powerreserve

Positiv ist die Akkuleistung des Testgeräts zu erwähnen: Nach 30 Minuten Baden in eiskaltem Wasser war der Akku noch nicht mal halb leer. Lästig ist allerdings, dass der Akku nur aufgeladen werden kann, wenn er in der Kamera steckt. Ein weiterer Bonus ist die GPS-Funktion. Wenn die GPS-Daten geloggt werden, lassen sich die Fotos auf digitalen Landkarten wie Google Maps direkt angezeigen. Ein GPS-Modul benötigt jedoch viel Strom, deshalb sollte man es abstellen, wenn es nicht benötigt wird.

Fazit:

Die Olympus TG-1 eignet sich mit dem großen, kontrastreichen Display und dem lichtstarken Objektiv sehr gut für Schnorchelfotos. Im warmen Wasser des Mittelmeeres oder in der Südsee sind Handschuhe unnötig und die Kamera lässt sich bequem bedienen. Zudem fällt dann genügend Licht ins Wasser, so dass in den geringen Tiefen bis zu fünf Meter auch ohne hohe ISO-Werte scharfe und ausreichend belichtete Fotos gelingen. In diesem Fall ist die TG-1 nicht zuletzt  dank der GPS-Funktion ein guter Begleiter für die Reise. Für wirkliche Tauchfotos, zumal in den kalten, heimischen Gewässern eignet sich die TG-1 auch bei geringen Tiefen nicht.

Oben das Foto wurde mit Programmautomatik aufgenommen, unten mit dem Unterwassermodus, der den Blaugrünstich herausrechnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eckdaten Olympus TG-1:

  • 12 Megapixel CMOS-Sensor
  • 4fach optisches Zoom, 25 bis 100 mm kleinbildäquivalent
  • Lichtstärke f/2.0-4.9
  • 3-Zoll-OLED-Display
  • GPS
  • wasserdicht bis 12 Meter
  • staub- und stoßgeschützt
  • Maße (ca.): 12 cm x 3 cm x 6 cm
  • Technische Daten der Olympus TG-1

 

Praxistest: Mit der Pentax W80 am Riff

Die Pentax Optio W80 ist eine der neuen Outdoorkameras, die nicht nur stoßfest und staubgeschützt sind, sondern auch noch wasserdicht. Klingt gut, deshalb haben wir die Kompaktkamera mit 5fach-Zoom und HD-Videomodus gleich einmal einem Praxischeck unterzogen. Redakteurin Katja hat sich dafür mit dem Roten Meer eine ausgesprochen schöne Location ausgesucht. Das Kurz-Fazit: Fotografin und Kamera fühlten sich wie Fische im Wasser. Einige Wünsche an die nächste Kamera-Generation bleiben aber doch. [SCREEN:1]

Pentax Optio W80: Gute Bildqualität, aber langsamer Autofokus

Das erste Schnorcheln mit der Pentax W80 war für mich gewöhnungsbedürftig. Dies lag aber nicht an der Kamera, sondern an mir. Der Grund: Normalerweise sind meine elektronischen Geräte durch Gehäuse aus Polycarbonat oder Aluminum geschützt, wenn ich damit auf Tauchstation gehe. Eine Fotokamera einfach so ins Wasser zu tunken, fühlt sich an wie ein Buch auf den Kohlegrill zu legen. Aber – oh Wunder – die Pentax W80 funktionierte unter Wasser wie über Wasser – und dies ziemlich gut: Der 2,5-Zoll-Monitor mit 230.000 Bildpunkten Auflösung zeigt ein helles sowie detailreiches Bild und dank der Antireflexbeschichtung konnte ich auch knapp unter der Oberfläche das Display gut ablesen – trotz ägyptisch-gleißender Sonneneinstrahlung. Natürlich ist dazu eine Tauchermaske oder zumindest eine Schwimmbrille nötig. Tipp: Da die Optio W80 leichten Abtrieb hat, empfiehlt sich, die mitgelieferte Schlaufe an die Kamera zu knoten und ums Handgelenk zu legen, sonst kann die Kamera schnell im Deep Blue entschwinden. Die Pentax W80 ist bis fünf Meter druckbeständig und wasserdicht. Ob es auch etwas mehr sein darf, habe ich nicht ausprobiert. Tauchgänge empfehlen sich mit der W80 jedenfalls nicht, da man in voller Montur schnell auf größere Tiefen absacken kann.

Die Pentax W80 lässt sich über Wasser wie unter Wasser einsetzen - ganz ohne Gehäuse. Für Schnappschüsse beim Schnorcheln wie hier in der Mittagspause zwischen zwei Tauchgängen ist die Kamera prima.
Die Pentax W80 lässt sich über Wasser wie unter Wasser einsetzen - ganz ohne Gehäuse. Für Schnappschüsse beim Schnorcheln wie hier in der Mittagspause zwischen zwei Tauchgängen ist die Kamera prima.

Die Bedienung ist einfach: Der Wechsel vom Video- in den Fotomodus beispielsweise ist mit wenigen Klicks erledigt. Und da kein Gehäuse die Kamera umgibt, ist es auch kein Problem, auf alle Funktionen zuzugreifen. Für den Unterwassereinsatz ist jedoch die Anordnung der Zoomwippen auf der Rückseite ungünstig. Denn meist bedient man die Kamera einhändig und dann schaltet der Daumen mit dem Zoom auch gleich das Display aus und die Gesichtserkennung ein – dies ist unnötig, wenn die Motive Fische sind ;-).

[SCREEN:2]

Die Bildqualität von Fotos und Videos gefällt mir auch beim Betrachten am Monitor gut. Im Unterwassermodus werden die Farben sowohl bei stehenden als auch bei bewegten Pixeln lebhaft und natürlich wiedergeben. Dabei gleicht das Motivprogramm der W80 den Farbverlust unter Wasser weitgehend aus und verursacht, da die Kamera nur bis fünf Meter eingesetzt wird, auch keinen Farbstich auf größeren Tiefen. Bildrauschen lässt sich bei weniger Licht unter Wasser kaum vermeiden, vor allem wenn man wie ich möglichst keinen Blitz einsetzen will. Ab ISO 800 rauscht es dann deutlich, jedoch bleiben dadurch auch feine Bilddetails von der kamerainternen Rauschreduzierung verschont, mit der meistens eine deutliche Weichzeichnung einhergeht. Trotzdem wäre es schön, wenn die Optio W80 einen optischen Bildstabilisator hätte. Dabei würden auch bei Dünung vermutlich mehr scharfe Fotos gelingen, ohne dass man mehr Lichtempfindlichkeit und damit Rauschen in Kauf nehmen muss.

[SCREEN:4]

Apropos Schärfe – der Autofokus hat sich unter Wasser zu viel Zeit gelassen. Am Schreibtisch schafft die Pentax Optio W80 eine sehr geringe Auslöseverzögerung von unter 0,1 Sekunde, beim quirligen Treiben am Riff waren es gefühlte zwei Sekunden, gemessen habe ich die Auslöseverzögegrung im Roten Meer jedoch nicht.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der Pentax W80 gehören viele Spielereien wie Rahmen und Effekte, die bei der After-Dive-Party für eine Menge Unterhaltung sorgen. Ein Lob gebührt auch dem 5fach-Zoom, das mit einem Brennweitenbereich von umgerechnet auf das Kleinbildformat 28 bis 140 Millimeter ein starke Weitwinkeleinstellung bietet  Diese eignet sich für Rifflandschaften sowie für Fischfotografie; Telefotos verwackeln ohne Zusatzequipment recht schnell unter Wasser.

[SCREEN:3]

Fazit: Die Pentax W80 macht Spaß

Im Gegensatz zu einer „normalen“ Digitalkamera muss man die Pentax‘ Optio W80 nicht wie ein rohes Ei behandeln. Und das Baden oder Schnorcheln mit der W80 ist erfrischend einfach, da die langwierigen Vorbereitungen mit dem Gehäuse & Co. entfallen. Einfach ins Wasser und los gehts. Nach dem Tauchen kann man die Bilder und die Videos auch direkt ansehen anstatt erst im trockenen Hotelzimmer. Damit der Fotospaß unter Wasser perfekt wird, hätte ich jedoch gerne einen optischen Bildstabilisator und einen schnelleren Autofokus. Auch sollten die Bedienelemente so angebracht sein, dass man sie nicht aus Versehen betätigt.

Alternativen zur Pentax Optio W80: Aktuelle Outdoorkameras

Robuste Digitalkameras sind ein Trend des Fotojahres 2009. Rund zehn Kameras, die wasserdicht, staubgeschützt und stoßfest als Begleiter für Sport und Badespaß herhalten sollen, sind in diesem Jahr auf den Markt gekommen. Die Idee ist freilich nicht neu. Fototools.de hat schon 2006 über Olympus‘ wasserdichte mju: 725SW und die Optio W30 von Pentax berichtet. Hier nun ein Überblick über einige der aktuellen Sportkameras:
Pentax Optio W80

12-Megapixelkamera, HD-Videomodus, 5fach-Zoom, bis 5 Meter wasserdicht, rund 300 Euro, für Details siehe den Test oben

Panasonic Lumix DMC-FT1

löst ebenfalls mit 12 Megapixel auf, hat etwas weniger Zoom (4,6fach, 28 bis 128mm) als die Pentax W80, aber dafür einen optischen Bildstabi. Kostet 400 Euro

Fujifilm Finepix Z33

Die Outdoorkamera von Fujifilm kostet nur 200 Euro, ist aber auch nur bis drei Meter wasserdicht und nur mit einem 3fach-Zoom ausgestattet. Gut: das große 2,7-Zoll-Display

Canon Powershot D10:

Canons Outdoormodell kann bis auf zehn Meter abtauchen, das 3fach-Zoom wird von einem optischen Bildstabi unterstützt. Kostenpunkt: 370 Euro

Olympus mju tough 8000

Auch die mju 8000 ist bis zehn Meter wasserdicht, zudem hält sie laut Hersteller den Tritt von einem 100-Kilo-Hühnen aus. Als Zugabe bietet die Kamera ein Manometer, das Luft- und Wasserdruck messen kann. Rund 400 Euro

Rollei SL 90 für 100 Euro

Mit rund 100 Euro ist 9-Megapixelkamera ein Schnäppchen unter den Outdoorkameras, jedoch muss man auf Ausstattung verzichten. Die SL90 hat kein Zoomobjektiv, sondern eine 45-mm-Festbrennweite (umgerechnet auf KB) und nimmt Video nur in VGA-Qualität auf. Wasserdicht ist die Kamera bis drei Meter.

Sanyo Xacti WH1

Wer lieber filmt als fotografiert, findet mit der Xacti WH1 einen bis zu drei Meter wasserdichten Gefährten. Der HD-Camcorder bietet ein 30-fach-Zoom, gespeichert wird auf SD-Karten. Die Kamera kostet rund 500 Euro.

 

Praxistest: Kodak Easyshare Z980

Die Kodak Z980 IS hat nicht nur viel Brennweite zu bieten. Auch der Raw-Modus, der Blitzschuh und der Hochformat-Ausl&ouml;ser machen das Ultrazoom zu einer Kamera f&uuml;r gehobene Anspr&uuml;che. Vier Wochen lang hat die Kodak Easyshare Z980 IS die Fototools-Redaktion auf Praxis-Eins&auml;tzen begleitet. Unser Eindruck: Die Kodak Z980 IS ist eine vielseitige Kamera f&uuml;r experimentierfreudige Hobbyfotografen – wenn auch mit kleinen Abstrichen. <br />
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<h3>Kodak Z980: 24-fach-Zoom mit starkem Weitwinkel</h3>
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Die Kodak Easyshare Z980 besticht durch ihre riesige Brennweite. Das Variogon-Objektiv von Schneider-Kreuznach deckt einen Brennweitenbereich von 26 mm bis 624 mm ab &ndash; bezogen auf das Kleinbildformat. Das entspricht einem optischen 24-fach-Zoom. [SCREEN:0]Dabei konnte auch die Bildqualit&auml;t der Z980 IS von Kodak &uuml;berzeugen, wenn auch mit Abstrichen. So fallen die Verzeichnungen in den extremen Brennweitenbereichen deutlich auf. Vor allem im Weitwinkelbereich muss man tonnenf&ouml;rmige Verzeichnungen in Kauf nehmen. Dies ist nat&uuml;rlich der Bauweise geschuldet. Denn ein 24-Zoom, das in einem kompakten Geh&auml;use von nur rund 9 &times; 12 &times; 10 Zentimetern steckt, kann nun einmal nicht die gleiche Abbildungsleistung bringen wie eine Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv. <br />
[SCREEN:3]Damit die Aufnahmen im Telebereich wackelfrei gelingen, hat Kodak seinem Ultrazoom einen Bildstabilisator spendiert. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, sollte im extremen Telebereich oder bei wenig Umgebungslicht trotzdem ein Stativ dabei haben. <br />
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Das bei Digitalkameras aller Klassen gef&uuml;rchtete Bildrauschen hielt sich im Rahmen. Zumindest bis zu einem guten Wert von ISO 800 traten die St&ouml;rpixel oder Weichzeichnungsartefakte kaum ngeativ in Erscheinung. Dagegen war die Farbwiedergabe insgesamt gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig: Die Gr&uuml;n-, Gelb- und Blaut&ouml;ne gerieten auch in der Einstellung &quot;Nat&uuml;rlich&quot; ziemlich grell. Hautt&ouml;ne werden dagegen in der Automatik sehr weich wiedergegeben und lassen Portr&auml;ts und Gruppenfotos nat&uuml;rlich erscheinen. Wem die Standard-Einstellung der Farbwiedergabe nicht gef&auml;llt, kann zudem die Raw-Daten anstatt JPEGs aufnehmen und die Farbgebung am Rechner manuell beeinflussen. <br />
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<h3>Easyshare Z980 von Kodak: Profi-Features an Bord</h3>
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Mit der M&ouml;glichkeit, RAW-Daten aufzunehmen, wendet sich die Kodak Z980 an ambitionierte und semiprofessionelle Fotografen. Das gleiche gilt f&uuml;r den Blitzschuh, &uuml;ber den sich externe Blitzger&auml;te anstecken lassen. Vergleichbare Superzoom-Modelle wie beispielsweise die Nikon P90 oder die Pentax X70 bieten diese Features nicht, nur die Canon Powershot SX1 kann ebenfalls mit RAW-Modus und Blitzschuh aufwarten. Gegen&uuml;ber diesen Profi-Features h&auml;lt Kodak die automatischen Fotografierhilfen &uuml;berschaubar – dazu z&auml;hlen &quot;nur&quot; 16 Motivprogramme und die automatische Szeneerkennung &quot;Smart-Capture-Modus&quot;. Mehr Abwechslung f&uuml;r versierte Hobbyfotografen versprechen ohnehin die manuellen und halbautomatischen Belichtungsprogramme. Im Panoramamodus kann die Z980 bis zu drei Bilder aufnehmen und noch in der Kamera zusammenrechnen. <br />
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[SCREEN:1]Au&szlig;erdem ist die Videofunktion der Z980 hervorzuheben. Die Kamera nimmt Videos wahlweise im VGA-Format oder in HD-Qualit&auml;t mit bis zu 1.280 x 720 Pixel bei 30 Bilder pro Sekunde auf. Sehr gut: Im Gegensatz beispielsweise zur Nikon P90 kann die Kodak Z980 den optischen Zoom auch beim Filmen einsetzen. <br />
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<h3>Kokak Easyshare Z980: Bedienung mit kleinen Haken</h3>
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Eine weitere Besonderheit der Kodak Z980 ist der Hochformatausl&ouml;ser. Wenn man die Kamera ins Hochformat kippt, muss standardm&auml;&szlig;ig der Schalter auf der Kameraoberseite umgelegt werden. Erst dann kann man den Hochformat-Ausl&ouml;ser rechts unten am Batterieschacht nutzen. Gezoomt wird im Hochformat &uuml;ber die Bedienelemente auf der R&uuml;ckseite. Zus&auml;tzlich kann man an das Stativgewinde einen Hochformatausl&ouml;ser anschrauben, der im Lieferumfang enthalten ist. Wer ganze Portr&auml;tserien schie&szlig;en will, f&uuml;r den ist der Hochformat-Ausl&ouml;ser praktisch. Bei Schnapppsch&uuml;ssen dagegen stolpert man schon einmal &uuml;ber den ungewohnten Ausl&ouml;ser-Wechsel. <br />
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[SCREEN:2]Ein auf jeden Fall n&uuml;tzliches Feature ist das Histogramm. Es l&auml;sst sich schon vor Aufnahme einblenden, um die Helligkeitsverteilung zu &uuml;berpr&uuml;fen und ist vor allem bei viel Umgebungslicht genauer als das Display. Das Display ist mit 3 Zoll in der Diagonale zwar sehr gro&szlig;, l&ouml;st aber nur mit 201.000 Pixel auf. M&ouml;glicherweise dadurch wirkt die Darstellung h&auml;ufig grobk&ouml;rnig. Dann ist man f&uuml;r die Motivsuche mit dem elektronischen Sucher besser beraten. Einen kleinen Minuspunkt gab es auch f&uuml;r die Bedienung des Zooms. Zum einen sitzt die Zoomwippe auf der R&uuml;ckseite, wodurch eine einh&auml;ndige Bedienung schwieirig wird. Zum anderen ruckelt der Zoommotor und l&auml;sst sich vor allem beim Auszoomen nur in Stufen einstellen.<br />
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Der Autofokus der Z980 arbeitet flott, jedoch ben&ouml;tigt die Kamera bei voller Aufl&ouml;sung zum Speichern bis zu zwei Sekunden und ist dadurch blockiert. Anders bei Serienbildern – hier ist die Geschwindigkeit mit einem Bild bei voller Aufl&ouml;sung pro Sekunde ein guter Wert. <br />
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<h3>Fazit zur Kodak Z980 IS</h3>
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Die Kodak Easyshare Z980 gl&auml;nzt mit Features, die sonst eher Spiegelreflexkameras bieten. Dazu geh&ouml;ren unter anderem das RAW-Format und der Blitzschuh. Die Bedienung ist dagegen mit dem Ruckel-Zoom und der k&ouml;rnigen Display-Darstellung etwas hakelig. Jedoch ist die Kodak Z980 nicht zuletzt mit ihrem riesigen Brennweitenbereich und einer guten Videofunktion eine flexible Megazoom-Kamera, mit der der Fotograf f&uuml;r alle m&ouml;glichen Situationen gewappnet ist. <br />
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<h3>Mehr Infos zur Kodak Easyshare Z980 IS</h3>
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<li><a type=“Kodak Easyshare Z980″ title=“Kodak Easyshare Z980″ target=“_self“ href=“http://www.fototools.de/meldungen/1/1909/kodak-z980-mit-24fach-zoom/“>Kodak Easyshare Z980</a>: Meldung vom 5. Januar 2009</li>
</ul>
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<li><strong>Technischen Daten zur Kodak Z980 IS</strong></li>
</ul>
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<strong>Aufl&ouml;sung</strong>: 12 Megapixel <br />
<strong>Objektiv</strong>: 26 mm bis 624 mm (bei Kleinbild); f/2,8 bis f/5,0<br />
<strong>Verschlusszeit</strong>: 1/2 Sek. bis 1/2000 Sek. (Automatisch), 16 Sek. bis 1/2000 Sek. (Manuell)<br />
<strong>Display</strong>: 7,6 cm (3 Zoll) , 201.000 Pixel<br />
<strong>Speichermedium:</strong> SD- und SDHC-karten <br />
<strong>Serienbildmodus</strong>: 1 Bild pro Sekunde (bis zu 6 Bilder), schneller Serienbildmodus (5 Bilder pro Sekunde, bis zu 9 Bilder)<br />
<strong>Formate</strong>: JPEG, KDC RAW,&nbsp;H. 264 AAC LC .MOV mit Stereosound, QUICKTIME MPEG-4 mit Stereosound<br />
<strong>Ma&szlig;e</strong>: 90,5 &times; 123,7 &times; 105 mm <br />
<strong>Gewicht:</strong> 415 g (ohne SD-Speicherkarte und Batterien/Akkus)<br />
<strong>Preis</strong>: rund 380 Euro <br />

Handbuch zur Unterwasserfotografie

Unterwasser- fotografie hat es in sich. Die Licht bricht sich im Wasser anders als an der Luft, die Farben verschwinden bei zunehmender Tiefe und Fische & Felsen wirken größer als es an Land der Fall wäre. Nicht zuletzt muss der Fotograf sich und die Kamera für das nasse Element mit Tauchanzug und Gehäuse präparieren. Ein Grund mehr, sich auf die Fotopirsch unter Wasser gründlich vorzubereiten. Dazu eignen sich zwei Bände von Herbert Frei aus dem Kosmos-Verlag: „Digitale Unterwasserfotografie – Spiegelreflexkameras“ und „Digitale Unterwasserfotografie – Kompaktkameras“.

Digitale Unterwasserfotografie – Spiegelreflexkameras

Der Band „Digitale Unterwasserfotografie – Spiegelreflexkameras“ beginnt mit einem informativen Kapitel über die Besonderheiten der Unterwasserfotografie wie den Farbenschwund, die Brennweitenverlängerung durch die Lichtbrechung oder die Streuung durch Schwebeteilchen. Die folgenden Kapitel „Digitale Spiegelreflexkameras“, „Ganz ohne Technik geht es nicht“ und „Fotografieren mit Blitzlicht“ behandeln allgemeine Grundlagen über das Fotografieren mit DSLRs. Der Autor mischt dabei technische Infos wie beispielsweise zu den Sensorgrößen und -formaten mit Aspekten einer Kaufberatung. Wer bereits eine Spiegelreflexkamera besitzt und überlegt, ob er seine Gerätschaft mit ins Wasser nehmen soll, profitiert eher von den praxisbezogenen Beispielen: Wenn der Autor beispielsweise die Formen der Belichtungsmessung oder des Autofokus erklärt, findet sich fast immer ein Bezug zur speziellen Situation unter Wasser. Da macht es auch nichts, dass manche Details in der Kameratechnik nicht auf dem neusten Stand sind – beispielsweise ist inzwischen die Live-View-Funktion nicht mehr hauptsächlich auf SLRs von Panasonic und Olympus beschränkt.
Einen so gründlichen Überblick über die Kameragehäuse und deren Erweiterbarkeit mit Blitzarmen und Ports wie im Buch aus dem Kosmos-Verlag findet man im Internet und in Zeitschriften kaum. Für eine Kaufentscheidung in Sachen Unterwasserausstattung ist dies sehr hilfreich. In dem Kapitel „Bildgestaltung“ bündelt Frei noch einmal auf rund 20 Seiten praktische Unterwasser-Tipps für fortgeschrittene Fotografen. Die Kapitel „Pflege“ und „Bildbearbeitung“ runden das Buch ab, wobei die Bildbearbeitung mit sechs Seiten recht allgemein und knapp ausgefallen ist.

Bemerkenswert ist die gute Aufmachung des Bandes. Das über 200 Seiten starke Taschenbuch hat eine robuste Bindung und ist – passend zum Thema – mit einer  wasserabweisenden Plastikhülle geschützt. Herbert Freis zahlreiche Unterwasserfotos kommen sehr gut zur Geltung und wirken farblich schön ausbalanciert. Neben den typischen Blauwasser- und Rifffotos finden sich auch ausgefallene Szenarien aus dem Süßwasser, die man nicht alle Tage vor die Linse bekommt – beispielsweise einen Hecht, der gerade einen Aal verspeist. Zudem ist das Layout aufwendig. Jede Doppelseite ist mit Fotos, Kastenelementen, Fließtext und Bildunterschriften gestaltet, so dass es einerseits übersichtlich bleibt und andererseits Lust aufs Lesen macht.

Fazit:
Allein die Fotos lohnen das Unterwasserhandbuch von Herbert Frei. Die Motive dienen als Illustration wie als Inspiration gleichermaßen. Die vielfältigen Aspekte der Unterwasserfotografie sind ausführlich und verständlich behandelt. Hin und wieder hätte man sich weniger allgemeine Technik-Infos als noch mehr praktische Beispiele gewünscht, auch würde sich gerade für SLR-Fotografen ein Workshop mit Raw-Bildern gut machen. Insgesamt ist das Buch ein praktischer Ratgeber, der sich sowohl zum Schmökern wie auch zum Nachschlagen eignet.

Digitale Unterwasserfotografie – Kompaktkameras

Im Prinzip gilt das Fazit zum ersten Band auch für „Digitale Unterwasserfotografie – Kompaktkameras“. Aufbau, Einband und Aufmachung sind ähnlich, wobei natürlich anstelle der Spiegelreflexkameras nun die Kompaktkameras im Mittelpunkt stehen. Entsprechend fallen Kapitel wie beispielsweise Brennweite und Objektive knapper aus, auch nimmt beispielsweise die Erweiterbarkeit von Gehäusen weniger Raum ein. Dafür finden sich noch mehr Tipps zu bestimmten Szenarien – beispielsweise zu Aufnahmen im Pool, im Meer oder im Süßwasser. Anfänger könnten allerdings von ein paar Worten zu den Motivprogrammen „Unterwasser“ profitieren, die zwar inzwischen in fast jeder Kompaktkamera enthalten sind, die man aber wegen ihrer Filterwirkung nicht immer vorbehaltlos einsetzen sollte. Das Bildmaterial beeindruckt ebenfalls in diesem Band mit schönen Farben und ausgefallenen Motiven, wobei die Fotos nicht einfach aus dem Band zur Spiegelreflexfotografie übernommen, sondern auf die kompakten Kameras abgestimmt sind. Deshalb ist auch der Band „Digitale Unterwasserfotografie – Kompaktkameras“ für Einsteiger und fortgeschrittene Unterwasserfotografen zu empfehlen.

Daten:

Autor: Herbert Frei
Titel: Digitale Unterwasserfotografie – Spiegelreflexkameras
ISBN: 978-3-440-10811-6
Preis: 20 Euro
232 Seiten
Verlag: Kosmos

Autor: Herbert Frei
Titel: Digitale Unterwasserfotografie – Kompaktkameras
ISBN: 978-3-440-11860-3
Preis: 20 Euro
224 Seiten
Verlag: Kosmos

Mehr Infos:

Nikon Coolpix P90 im Praxistest

Die Nikon Coolpix P90 ist eine der fünf Ultrazoom- kameras, die bis jetzt in diesem Jahr vorgestellt wurden. In der 12-Megapixelkamera steckt ein optisches 24-fach-Zoom, das zudem eine extreme Weitwinkeleinstellung von 26 mm bietet. Das Vorgänger-Modell P80 brachte es dagegen "nur" auf ein 18-fach-Zoom. Grund genug für Fototools, sich den kleinen Zoomboliden einmal genauer anzusehen. In der Praxis schlug sich die Nikon Coolpix P90 sehr beachtlich, wenn auch einige Wünsche offen bleiben.  

Von außen macht die Nikon Coolpix P90 einen guten Eindruck. Das Kunststoffgehäuse wirkt robust, über den gummierten Griff lässt sich die Kompaktkamera bequem halten – zumindest wenn man Rechtshänder ist. Auch die Bedienung ist – wie bei Nikon häufig – gut gelöst: Die wichtigen Einstellungen lassen sich über das Menü-Wählrad oben auf dem Gehäuse sowie mit diversen Bedienknöpfen auf der Rückseite gut erreichen. Mit Maßen von ca. 8 x 11 x 10 Zentimetern ist die Coolpix P90 zudem recht kompakt und eignet sich mit einem halben Kilo Gewicht auch für die Reise. [SCREEN:0]

Nikon Coolpix P90: Superzoom in kompaktem Gehäuse

In dem handlichen Gehäuse verbirgt sich jedoch ein Objektiv mit einem riesigen Brennweitenbereich. Landschaften und Totalaufnahmen von Gebäude lassen sich mit einem starken Weitwinkel von 26 Millimeter einfangen, weit entfernte Motive holt das 24-fach-Zoom mit bis zu 624 Millimeter heran. Die Anfangsblende bei maximaler Tele-Einstellung liegt immerhin noch bei F 5, gleichzeitig profitiert man gerade bei langen Brennweiten oder auch bei Situationen mit wenig Umgebungslicht vom integrierten optischen Bildstabilisator. Für garantiert wackelfreie Aufnahmen aus der Ferne ist in der Praxis trotzdem ein Stativ nötig. Die Abbildungsqualität der kleinen Kompaktkamera lässt sich natürlich nicht mit einer Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven vergleichen. Jedoch halten sich die Verzeichnungen der Coolpix P90  sowohl im Telebereich als auch im Weitwinkel in erstaunlich engen Grenzen. Auch die Randabdunklung hat beim Praxistest kaum gestört. Abstriche gab es dagegen für den Zoom-Motor. Beim Auszoomen ruckelte die Kamera deutlich, so dass sich die gewünschte Brennweite teilweise nur schwer einstellen ließ.

[SCREEN:1]
Mit Bildrauschen haben alle Digitalkameras zu kämpfen. Bis ISO 400 machen sich die Störpixel bei der P90 allerdings kaum bemerkbar. Ab ISO 800 werden die Werte jedoch kritisch, und beim Spitzenwert ISO 6.400 sind die Bilder trotz reduzierter Auflösung kaum zu gebrauchen. Die Farbwiedergabe ist dezent, vor allem Hauttöne wirken natürlich. Grüntöne geraten dagegen in der Standardeinstellung etwas zu matt. Da die Nikon Coolpix P90 keine RAW-Daten speichern kann, lässt sich dies auch in der Bildbearbeitung nur mit Verlust in den JPEG-Dateien ausgleichen.

Superschnell ist die Nikon Coolpix P90 nicht. Rund drei Sekunden vergehen, bis die Kamera einsatzbereit ist. Auch lässt sich der Autofokus bei Motiven mit wenigen Kontrasten teilweise etwas Zeit, jedoch ist die Auslöseverzögerung für die meisten Schnappschüsse gering genug. Im Serienbildmodus schafft die Coolpix bis zu 15 Bilder in der Sekunde, allerdings bei stark reduzierter Auflösung. Bei voller Auflösung kann die Nikon P90 immer noch gute 1,4 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

[–NEU–]

Coolpix P90 von Nikon: Von Motivprogrammen bis zum Display

Neulingen erleichtert die Coolpix P90 das Fotografieren mit zahlreichen Fotohilfen wie die Schattenaufhellung, Gesichtserkennung und Lächelerkennung. Unter „Szene“ verbergen sich 14 Motivprogramme. Zusätzlich gibt es einen bequemen Panorama-Assistenten für die Zusammenstellung mehreren Bildern, die dann aber nicht in der Kamera, sondern in der mitgelieferten Software zusammengerechnet werden. Erfahrene Fotografen können mit den Kreativprogrammen A, S und M mit Blende und Belichtung experimentieren. So ist beispielsweise sogar Langzeitbelichtung möglich, jedoch nur bis acht Sekunden; eine Bulb-Einstellung gibt es jedoch nicht. Auch einen Schuh für externe Blitzgeräte hat Nikon ausgespart.

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Während viele Kompaktkameras mit einem HD-Videomodus daherkommen, muss sich die Nikon Coolpix mit Clips im VGA-Modus (640 x 480 Pixel) und 30 Bilder in der Sekunde begnügen. Auch kann der schöne optische Zoom leider nicht beim Filmen eingesetzt werden. Immerhin lassen sich Videos und Fotos lassen auf einem Display mit einer Diagonale von 3 Zoll bequem betrachten. Auch bei der Motivsuche leistet das große Display gute Dienste. Indem es 90 Grad nach oben und bis zu 45 Grad nach unten geschwenkt werden kann, macht es beispielsweise Über-Kopf-Aufnahmen einfacher. Ist es einmal zu hell für das Display, kann man auch den Sucher nutzen.

Fazit: Nikon Coolpix P90 – eine flexible Allround-Kamera

Mit ihren vielen Funktionen wendet sich die Nikon Coolpix P90 an erfahrene Hobbyfotografen und Einsteiger gleichermaßen. Beide Zielgruppen können sich über die gute Bildqualität und das für eine Kompaktkamera sehr ordentliche Superzoom freuen. Für ambitionierte Projekte stößt man jedoch an Grenzen, da die Coolpix P90 keinen Blitzschuh und keinen RAW-Modus bietet.

Die wichtigsten technischen Daten der Nikon P90 im Überblick

Auflösung: 12,1 Megapixel Pixel
Objektiv: Nikkor- Weitwinkel mit 24-fach-Zoom; 4,6 bis 110,4 mm (entspricht 26 bis 624 mm beim Kleinbildformat)
Lichtstärke 1:2,8 bis 1:5,0
Fokusbereich (ab Objektiv): 50 cm bis unendlich ; Makrofunktion: 1 cm bis unendlich
Monitor: neigbarer 3-Zoll-TFT-LCD mit ca. 230.000 Bildpunkten und Antireflexbeschichtung, elektronischer Sucher mit 0,24 Zoll Bilddiagonale und ca. 230.000 Bildpunkten
Speicher: Interner Speicher (ca. 47 MB), SD/SDHC-Karten
Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku
Abmessungen (H x B x T): ca. 83 x 114 x 99 mm (ohne vorstehende Teile)
Gewicht: ca. 460 Gramm ohne Akku und Speicherkarte
Preis: ca. 430 Euro

Mehr Infos:

14,6 Megapixel: Samsung GX-20 im Test

Samsung holt zum zweiten Streich aus und präsentiert mit der GX-20 die nächste Generation seiner Spiegelreflexkameras. Fototools hat die neue SLR mit 14,6 MP Sensor und integriertem Bildstabilisator getestet.

Wer sich in der Kamera-Szene auskennt, weiß: Samsung kooperiert bei seinen digitalen Spiegelreflexkameras mit Pentax. [SCREEN:0]Erscheint bei Pentax also eine neue SLR, lässt diese bei Samsung nicht lange auf sich warten. So verhält es sich auch bei der Pentax K20D und der Samsung GX-20. Letztere hatte die Redaktion Fototools jetzt für einen Monat im Praxistest.

Zwillinge: Pentax K20D und Samsung GX-20

Es verwundert nicht, dass sich die Samsung GX-20 und die Pentax K20D schon rein äußerlich ziemlich ähnlich sehen. Gehäuse und Bedienelemente unterscheiden sich nur unwesentlich. Allerdings kann man nicht mehr davon sprechen, dass Samsung schlicht die Technik bei Pentax einkauft. Teilweise ist es nämlich jetzt schon umgekehrt: Das Herzstück, der CMOS-Sensor, stammt von Samsung und wird in beiden Kameras verbaut. Dennoch entwickeln beide Unternehmen ihre eigene Firmware, so dass etwa die Menüs von K20D und GX-20 trotz gemeinsamer technischer Basis unterschiedlich sind.

Handling: So macht eine SLR Spaß

Die Samsung GX-20 liegt gut in der Hand und fühlt sich trotz der rauhen Kunsstoffoberfläche sehr wertig an. Man merkt gleich, dass Samsung hier nicht bei der Verarbeitung gespart hat. Alle Bedienelemente sind gut zu erreichen und sind zudem ebenso wie die Schächte für Akku und SD-Karte gut vor Wasser und Staub geschützt. Dies erwies sich als echtes Plus bei unseren Tests. Allerdings gestaltet sich der Wechsel der Speicherkarte durch diesen Schutz auch etwas aufwändiger, da erst mittels Drehhebel die Arrettierung gelöst werden muss.

Alle Bedienelemente der GX-20 sind sinnvoll platziert, so dass man sie jederzeit erreichen kann. [SCREEN:2]Im Test zeigten sich die kleinen Extra-Tasten zudem als sehr hilfreich. Wer beispielsweise standardmäßig im JPEG-Format aufnimmt, schaltet bei Bedarf per Knopfdruck einfach RAW zu. Auch die AF-Wahl geschieht per Schalter in Objektivnähe schnell und unkompliziert. Der im Gehäuse integrierte Bildstabilisator wird über einen kleinen Wählhebel auf der Kamera-Rückseite aktiviert. Praktisch ist auch die "Fn"-Taste auf der Rückseite, über die viele Einstellungen wie Empfindlichkeit oder Weißabgleich aufgerufen werden können. Ein weiteres Plus ist die Sensorreinigung, die bei jedem Einschalten dafür sorgt, dass der Staub vom Sensor abgeschüttelt wird.

Doppeltes Display und Live-Bild

Richtig gut gefallen hat uns im Test, dass Samsung bei der GX-20 nicht dem Trend der Zeit folgt und auf ein zusätzliches Display auf der Oberseite verzichtet. Denn über dieses praktische Display lassen sich alle Aufnahmeparameter mit einem Blick erfassen. Aufgrund der hellen Hintergrundbeleuchtung ist deren Änderung per Wählrad zudem auch bei schwachem Licht sehr einfach.

Dank des Zusatz-Displays kann man oft auf das ansonsten sehr gute, 2,7 Zoll große Farbdisplay auf der Kamerarückseite verzichten. [SCREEN:1]Dieses dient übrigens nicht nur zur nachträglichen Betrachtung der aufgenommenen Fotos, sondern zeigt auch ein Live-Bild. Alerdings verdunkelt sich dieses kurz beim Fokussieren, so dass sich Umsteiger von einer digitalen Kompaktkamera umgewöhnen müssen. Fortgeschrittenere Fotografen werden aber sowieso den hellen Sucher bevorzugen, der eine 95prozentige Bildabdeckung liefert. Der Autofokus erwies sich im Test als sehr variabel und schnell. Hierbei stehen insgesamt elf Messfelder und neun Kreuzsensoren zur Verfügung.
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GX-20: Nichts für Einsteiger

Wie alle anderen SLR-Hersteller bietet Samsung auch bei der GX-20 mehrere Motivprogramme, sowie Blenden- und Zeitvorwahl in mehreren (Halb-) Automatik-Varianten. Für Einsteiger empfiehlt Samsung jedoch den Vollautomatik-Modus. Im Test konnte dieser allerdings nicht überzeugen. Denn mit ihm gibt der Fotograf alle Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand. Oft wählt die GX-20 dann eine unpassende Blende oder eine zu hohe Empfindlichkeit – eine zu geringe Schärfentiefe oder gar ein höheres Bildrauschen trüben dann den Bildeindruck. Hier sollte man die Grenzen der ISO-Automatik unbedingt vorher definieren. Und um es an dieser Stelle einmal deutlich zu sagen: Die GX-20 ist keine Einsteigerkamera und erfordert zumindest ein gewisses Minimum an Einarbeitung. SLR-Umsteiger hingegen werden mit der GX-20 schnell zurecht kommen.

Auflösungskönigin: 14,6 Megapixel

Eine besondere Betrachtung verdient der Bildsensor der Samsung GX-20, [SCREEN:3]denn schließlich stößt Samsung (und damit auch Pentax) in neue Dimensionen im SLR-Bereich vor. Der CMOS-Sensor im Format 23,4 x 15,5 mm liefert insgesamt 15,1 Megapixel, von denen 14,6 MP effektiv nutzbar sind. Bei voller Auflösung ergibt das 4.672 x 3.120 Pixel – in der Praxis hat man also beim nachträglichen Beschneiden noch jede Menge Spielraum.

Allerdings sollte man genügend Speicherplatz einkalkulieren. Insbesondere, wenn man im RAW-Format abspeichert (die GX-20 bietet JPEG, RAW oder JPEG und RAW zur Auswahl), ist eine 1-GByte-SD-Karte viel zu klein. Eine schnelle USB-2.0-Schnittstelle sorgt zumindest dafür, dass man bei der Übertragung der Bilddaten ohne weiteres auf einen Kartenleser verzichten kann. Auf dem Computer macht sich die Dateigröße ebenfalls bemerkbar: Hier sollte man schon über ein schnelles System verfügen, damit Bildverwaltung und -bearbeitung nicht zu längeren Wartepausen zwingen. Zum Lieferumfang gehören übrigens die Software Samsung Master zum Betrachten und bearbeiten von Fotos sowie ein RAW-Konverter.

Ordentliches Tempo, hohe Qualität

Die gigantische Auflösung der Samsung GX-20 wird selbst in der gehobenen SLR-Klasse von der Konkurrenz nicht erreicht. Eine Ausnahme bildet naturgemäß die Pentax K20D mit dem gleichen CMOS-Sensor. Ob man die 14,6 Megapixel in der Praxis tatsächlich nutzt, hängt jedoch vom jeweiligen Fotografen ab. Wir meinen: Es lohnt sich, denn die hohe Auflösung bietet mehr Freiheiten und erspart in manchen Fällen tatsächlich das Zoom.

Die Geschwindigkeit leidet übrigens nur wenig unter den vielen Megapixeln: Samsung gibt eine Serienbildgeschwindigkeit von 2,3 bis 3 Bildern pro Sekunde an (RAW/JPEG), die die Kamera im Test tatsächlich in etwa erreichte. Allerdings ist bei Verwendung des RAW-Formats nach 16 Bildern Schluss. Das sind verglichen mit anderen SLR-Modellen keine Spitzenwerte, angesichts der hohen Auflösung geht dies aber in Ordnung.

Bildqualität: Probleme bei hohen ISO-Werten

Dank der hohen Auflösung erfasst die Samsung GX-20 auch feinste Details. [SCREEN:6]Auch das Bildrauschen ist bei normaler Empfindlichkeit kein Problem. Fotografiert man jedoch mit höchster ISO-Einstellung von 6.400, so werden die Bilder nahezu unbrauchbar. Auf ISO 6.400 hätte Samsung daher gut und gerne verzichten können. Bei geringeren Werten greift Samsungs Rauschunterdrückung und sorgt für eine ordentliche Qualität.

Die Ergebnisse unseres Praxistests lassen sich hier wie folgt zusammenfassen: Eine Empfindlichkeit von bis zu ISO 800 ist bei der Samsung GX-20 relativ unkritisch. Selbst Einstellungen bis ISO 3.200 kann man verwenden, wenngleich die Bildqualität sicherlich nicht mehr optimal ist. Doch bei höchster Lichtempfindlichkeit werden die Bildstörungen sehr stark. Generell gilt: Wenn möglich, sollte man bei schwachem Licht lieber den Bildstabilisator verwenden, als der Kameraautomatik freien Lauf lassen.
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Objektive: Reiche Auswahl

Zum Test erhielten wir die Samsung GX-20 zusammen mit dem Bundle-Objektiv D-XENON 18-55mm II 3.5-5.6. Dieses ist nicht besonders lichtstark und deckt vor allem bei weitem nicht alle Aufnahmesituationen ab. Für Fotografen, die sich für die GX-20 interessieren, ist das "erweiterte Objektiv-Bundle" von Samsung inklusive D-Xenon 50-200mm 4.0-5.6 daher eine echte Alternative. [SCREEN:4]Da die Samsung jedoch auf das KAF2-Bajonett von Pentax setzt, ist aber auch die Auswahl an weiteren Objektiven groß. Wie die Pentax K20D ist auch die GX-20 zu allen älteren Objektiven mit KA- oder KAF-Bajonett kompatibel. Selbst ältere Modelle mit K- oder M42-Anschluss können verwendet werden (wenn auch mit Einschränkungen). Da der optische Bildstabilisator der GX-20 nicht im Objektiv, sondern im Gehäuse liegt, enfallen zudem hohe Kosten für Objektive mit eigenem Bildstabilisator.

Samsung GX-20 ab 900 Euro

Mit einem Gewicht von 806 Gramm inklusive Akku ist die Samsung GX-20 kein Leichtgewicht mehr. Und mit ihren Abmessungen von 14,2 x 10,1 x 7,15 cm bewirbt sie sich auch nicht um den Preis der "handlichsten SLR". Dafür bietet die GX-20 einige Extras wie Bildstabilisator, Live-View und Sensorreinigung.

Derzeit ist die Samsung GX-20 ohne Objektiv ab etwa 900 Euro zu haben. [SCREEN:5]Das lohnt sich eigentlich nicht, denn für rund 100 Euro mehr gibt es die Kamera auch mit dem Standard-Objektiv D-Xenon 18-55mm 3.5-5.6. Zusammen mit gleich zwei Kit-Objektiven – D-Xenon 18-55mm 3.5-5.6 und D-Xenon 50-200mm 4.0-5.6 – schlägt das Bundle mit rund 1.200 Euro zu Buche. Damit erreicht Samsung in etwa das Preisniveau einer Nikon D200 oder Sony Alpha 700 und positioniert sich zwischen gehobener Amateur- und Profiklasse.

Fazit: Eine Kamera, die Spaß macht

Die Samsung GX-20 ist eine digitale Spiegelreflexkamera für gehobene Ansprüche, die sehr viel Freude beim Fotografieren vermittelt. Zu ihren großen Pluspunkten zählen die derzeit unerreicht hohe Auflösung, der Bildstabilisator, die hochwertige Verarbeitung und die durchdachte Bedienung. Allerdings ist die GX-20 nichts für SLR-Einsteiger – doch dass macht Samsung allein schon durch den Preis deutlich. Sinkt dieser mit der Zeit, dürften durchaus auch größere Stückzahlen für die Koreaner drin sein.