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Neuigkeiten aus der Foto-Szene

Lidl: Externe Festplatte für 159 Euro

Lidl bietet ab heute, dem 7. November, deutschlandweit eine externe 300 Gigabyte-Festplatte für 159 Euro an. Diese dürfte insbesondere für Foto- und Videoarchivierung interessant sein.Den Hersteller der Festplatte gibt Lidl nicht an, gewährt aber eine vergleichsweise lange Garantie von 36 Monaten. Die Platte wird via USB 2.0 angeschlossen. Da Lidl keine Angaben zu einem Firewire-Anschluss macht, ist davon auszugehen, dass dieser wohl fehlt. Dennoch dürfte das Gerät insbesondere für Fotografen, die große Foto-Archive transportabel speichern wollen, interessant sein. Denn externe Festplatten in dieser Größe sind sonst erst ab ca. 200 Euro zu bekommen.

DSC-T9 mit doppeltem Verwacklungsschutz

Sony präsentiert sein neues Top-Modell der T-Serie für das nächste Jahr: Die Cyber-shot T9 setzt auf 6 Megapixel Auflösung und einen doppelten Verwackelungsschutz.

 

Sony preist mit der Cyber-shot T9 eine Kamera an, die gleich zwei Technologien unterstützen soll, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Bei näherem Hinsehen erweist sich die erste jedoch als altbekannt: Der ISO-Verwackelungsschutz setzt – der Name sagt es schon – den ISO-Wert herunter, um eine kürzere Verschlusszeit zu ermöglichen. Die optische Bildstabilisierungstechnik der T9 namens „Super Steady Shot“ klingt da schon interessanter: Sie erfasst über Sensoren Bildschwankungen und gleicht sie durch eine Gegenbewegung der Linseneinheit aus. Dies soll laut Angaben von Sony zu deutlich verbesserten Bildergebnissen führen.

Die DSC-T9 arbeitet mit einer Auflösung von effektiven 6 Megapixeln. Das Vario-Tessar-Objektiv von Carl Zeiss bietet einen dreifachen optischen (sechsfach digitalen) Zoom. Bemerkenswert ist in dieser Klasse der 16:9-HDTV-Aufnahmemodus für Standbilder mit 1920 x 1080 Bildpunkten. Videos nimmt die Cyber-shot T9 mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier soll die Super-Steady-Shot-Technik Verwacklungen reduzieren.

Sony gibt eine Einschaltverzögerung von 1,3 Sekunden an; die Auslöseverzögerung solll inklusive Autofokus 0,25 Sekunden betragen (0,01 Sekunden ohne Autofokus).Eine Akkuladung reicht laut Angaben des Herstellers für bis zu 240 Fotos oder 120 Minuten Video aus. Die Kamera soll ab Januar 2006 erhältlich sein und rund 450 Euro kosten.

Neues von Nokia

Zweitkamera oder Handy? Diese Frage muss sich der Fotograf wohl in Zukunft häufiger stellen. Nokia präsentiert die neuesten Modelle auf seiner Mobility Conference 2005 in Barcelona.

Neben der Konvergenz-Strategie von Nokia standen auf der Nokia Mobility Conference 2005 vor allem die drei neuen Nokia Nseries Handys im Mittelpunkt: das Nokia N92 als weltweit erstes mobiles Gerät mit integriertem DVB-H-Empfänger sowie das Nokia N71 und das Nokia N80 mit ausgefeilten Multimedia- und Fotofunktionen.

Für die Leser von Fototools dürfte insbesondere das N80 interessant sein. Das etwa Visitenkartengroße UMTS-Handy unterstützt nicht nur W-LAN, und relativ komfortables Internet-Browsen dank seiner Display-Auflösung von 352 x 416 Pixel, sondern besitzt auch eine 3-Megapixel-Kamera. Es unterstützt Aufnahmen im Querformat und nutzt dabei die gesamte Displaygröße. Neben einem speziellen Schalter für Nahaufnahmen bietet das Nokia N80 darüber hinaus eine Funktion für Videoaufnahmen in CIF-Qualität mit integrierter Videostabilisierung. Der interne Speicher ist mit 40 MByte relativ großzügig bemessen und lässt sich durch miniSD-Speicherkarten erweitern.

Das N92 hingegen dürfte besonders durch seinen DVB-H Empfänger interessant sein, der speziell auf mobile Endgeräte zugeschnittenes Fernsehen auf dem Handy ermöglicht. Zum weiteren Funktionsumfang gehört wie beim N71 unter anderem eine 2-Megapixel-Kamera.

Sie ist da: Nikons D200

Tagelang kursierten Gerüchte und erste – inoffizielle – Fotos im Netz. Jetzt hat Nikon den Vorhang gelüftet und präsentiert mit der D200 eine Kamera unterhalb der D2, die aber trotzdem das Zeug für den Profi-Alltag mitbringt.

Knapp 1.700 Euro soll der Einstandspreis laut Nikon für die D200 ohne Objektiv betragen. Damit liegt sie deutlich unter der D2 (ca. 3000 Euro), aber auch deutlich über dem Preisniveau der SLR-Einsteigermodelle D50 (ab 500 Euro) und D70s (ab 700 Euro). Dafür erhält der Kunde eine digitale Spiegelreflexkamera mit einer effektiven Auflösung von 10,2 Millionen Pixel und einem Vollmetall-Gehäuse (830 Gramm ohne Akkus), dass sich rein optisch an die großen Profi-SLRs anlehnt.

Dank neu entwickeltem CCD-Bildsensor im Nikon-DX-Format und Bildverarbeitungsengine der D2x sollen mithilfe von farbunabhängiger Bildvorbereitung vor der AD-Umwandlung feinste Farbverläufe mit äußerst gleichmäßigen Farbübergängen erreicht werden. Die Datenübertragung über vier Kanäle ermöglicht nach Angaben von Nikon sehr schnelle Serienbildaufnahmen mit fünf Bildern pro Sekunde. Nikon spricht von einer quasi verzögerungsfreien Aufnahmebereitschaft innerhalb von nur 0,15 Sekunden nach dem Einschalten. Die Auslöseverzögerung soll lediglich 50 Millisekunden betragen; hinzu kommen 105 Millisekunden für die Sucherabdunkelung zur Verbesserung die Motivkontrolle.

Neues Autofokussystem

Ebenfalls komplett neu ist das Autofokussystem, dass mit elf Messfeldern dieselbe Anzahl von Fokusmessfeldern besitzt, die auch in der professionellen D2-Serie zum Einsatz kommen. Dabei setzt Nikon voll auf die Bedürfnisse des Profi-Fotografen: Er kann einzelne Fokusmessfelder aus jeweils elf normalgroßen Feldern und sieben vergrößerten Messfeldern auswählen. Zur Verfügung stehen dabei Einzelfeldsteuerung und dynamische Messfeldsteuerung.

Der 2,5-Zoll-LCD-Monitor (230.000 Punkte) bietet nach Angaben von Nikon einen Betrachtungswinkel von 170° aus allen Richtungen. Das obere Display soll momentan sogar das größte seiner Art auf dem Markt sein. Der neu entwickelte Lithium-Ionen-Akku versorgt die D200 nach Angaben des Herstellers mit ausreichend Energie für bis zu 1.800 Aufnahmen; der Ladevorgang soll nicht länger als 2,5 Stunden dauern. Separat erhältlich ist ein Multifunktionshandgriff (MB-D200), der sechs Mignon-Akkus oder -Batterien (AA) oder zwei D200-Akkus (EN-EL3e) aufnimmt.

Dank Kompatibilität zum Total Imaging System von Nikon kann die D200 mit über 50 AF-Nikkor-Objektiven (inklusive DX-Nikkor)sowie mit Objektiven ohne eingebaute CPU verwendet werden. Die D200 kann über einen X-Synchronanschluss mit Studioblitzanlagen verbunden werden und bietet GPS-Unterstützung zur Aufzeichnung geografischer Aufnahmedaten sowie Wireless-Funktionalität für die kabellose Bildübertragung (dieses Zubehör kostet natürlich extra). Voraussichtlich ab Mitte Dezember wird Nikons neuer Traum für DSLR-Fans erhältlich sein.

Update: Technische Daten zur Nikon D200

Sonnenschutz für Digicams

Das bekannte Problem: Bei starker oder ungünstiger Sonneneinstrahlung ist das Kamera-Display nicht mehr zu erkennen. Dagegen sollen nun die neuen e-film Pop-Up-Shades helfen.Bei den Shades handelt es sich um aufklappbare Kunststoffvorsätze für digitale Spiegelreflexkameras. Zusätzlich zum Lichtschutz-Effekt soll ein Kunststoffglas den Monitor vor Kratzern und Verunreinigungen bewahren. Shades zum Aufstecken gibt es für ca. 35 Euro für alle DSLRs von Nikon, Canon, Konica Minolta, Pentax und Olympus. Die zweigeteilten, aufklebbaren Lichtschutzblenden (Stick-on Serie) gibt es schon für 30 Euro, allerdings muss dazu ein dünner Rahmen an der Gehäuserückseite fest aufgeklebt werden.

Mobiles Büro im USB-Stick

Das mobile Büro kommt – der Disk2go Smart von Data Storage ist der erste USB-Stick, der die Smart-Drive-Technologie von U3 unterstützt. Der Clou dabei: Die Software macht aus dem Datenträger eine transportable Arbeitsumgebung, auf der nicht nur Daten, sondern auch Anwendungen mitgenommen werden können.

Der Vorteil für den Nutzer besteht darin, dass er immer alle Dokumente, Fotos, Passwörter, E-Mails, Adressen und häufig genutzte Applikationen dabei hat. Auch die persönlichen Einstellungen sowie Favoriten, Verlauf und Cookies sind jederzeit verfügbar. Somit kann der Nutzer an jedem – auch öffentlichen – PC sofort in seiner gewohnten Umgebung arbeiten. Wird der USB-Stick wieder vom Fremd-Rechner entfernt, verbleiben auf diesem keinerlei Spuren.

Noch feht es an Software
In einem ersten Test konnte sich die Redaktion von Fototools  von den Funktionen überzeugen. Der Datentransfer erfolgt ähnlich flott wie auf einem vergleichbaren Stick ohne Smart-Drive. Das vorinstallierte U3 Anti-Virus von MCAfee lässt sich problemlos installieren und scannt auf Wunsch nicht nur den USB-Stick sondern auch die Festplatte. Dazu gibt es Thunderbird for U3 als Mailprogramm sowie ein Tool zur Datensynchronisierung zwischen Stick und PC. Doch obwohl auf dem USB-Drive alle Applikationen fix und zuverlässig arbeiten, liegt gerade bei der Software das Hauptproblem. Denn alle Anwendungen müssen zuvor auf das System von U3 portiert werden – und das kann dauern, wie ein Blick in das Downloadcenter von U3 zeigt. Die meiste Software ist noch nicht verfügbar – auf Deutsch schon gar nicht. Immerhin gibt es bereits beliebte Tools wie den Musikplayer Winamp, oder das Kommunikations-Programm Trillian. Hinzu kommen verschiedene Security-Tools und Passwort-Manager. An Foto-Software ist bereits der Photo Printer 5 von Arcsoft sowie FxFoto Portable Pictures von Triscape verfügbar. ACDSee 7 (in einer U3-Version) und ein kleiner Bildverwalter namens Preklick Photo Photo Back Pack 1.0 sollen in Kürze folgen.

U3-Smart-Drives können auf allen PCs verwendet werden, sofern diese unter Windows 2000 oder XP laufen. Unter anderen Betriebssystemen wird der USB-Stick wie ein gewöhnlicher Massenspeicher angesprochen. Der große Vorteil gegenüber selbstgebastelten Lösungen liegt neben den Security-Features vor allem im Komfort. Erst so erscheint ein künftiger Massenmarkt denkbar. Die Preise der U3-fähigen Sticks von Data Storage stehen dem nicht entgegen: Sie entsprechen mit 30 Euro (256 Mbyte) bis 150 Euro (2 Gbyte) in etwa denen herkömmlicher USB-Sticks.

Alternative: Eine selbstgebastelte Lösung mit Mobile Assistant (30 Euro), Antivir Personal, Portable Firefox und Thunderbird (alles Freeware).