Alle Beiträge von Jörg Reichertz

Jörg Reichertz hat über 20 Jahre Berufserfahrung als Journalist und ist mit der IT- und Fototechnik bestens vertraut. Zudem verfügt er über reichlich Erfahrung als Buchautor und entwickelte sowohl Buchkonzepte als auch Sonderhefte. Kürzlich von ihm erschienen sind »Photoshop - digitale Bilder perfekt bearbeiten« und »Faszination iPad« bei CHIP.
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Apple stellt iOS 7 vor

Apples neues Betriebssystem iOS 7
Apples neues Betriebssystem iOS 7

Dieser Schritt war überfällig: Apple renoviert sein Mobilbetriebssystem und stellt das künftige iOS 7 vor. Als Plattform für die Präsentation diente wie erwartet die Worldwide Developers Conference (WWDC) 2013 in San Francisco. Dabei hat Apple beim neuen iOS keinen Stein auf dem anderen gelassen und seinem Betriebssystem ein komplett neues Design verpasst. So ist die Farbpalette neu, verschiedene, funktionalen Ebenen sind hinzugekommen und wie erwartet sieht die Oberfläche nun “sachlicher” aus, nähert sich also tatsächlich etwas dem Design von Microsofts Windows 8 an – wobei Apple natürlich eigenständig bleibt und etwa auf eine “Kachel-Optik” verzichtet.

 

Insgesamt soll sich iOS 7 “lebendiger anfühlen”. Auch die Typographie wurde geändert. Der Einsatz von Transparenz und Bewegung sollen dabei selbst einfache Aufgaben ansprechend gestalten. Selbstverständlich bietet iOS 7 zahlreiche neue Funktionen – Apple spricht von hunderten. Hierzu gehören das Control Center, die Nachrichtenzentrale, die weiterentwickelten Multitasking und AirDrop. Hinzu kommen Verbesserungen in Fotos, Safari und Siri. Wie bereits angekündigt führt Apple mit iTunes Radio zudem einen kostenlosen Internetradio-Service ein.

 

iOS 7 im Überblick
Das neue iOS 7 sieht ganz anders aus als iOS 6

Obwohl die Benutzeroberfläche völlig umgestaltet wurde, soll sie sich vertraut anfühlen. Sie lässt das iPhone größer erscheinen, weil alles dahingehend neu gestaltet wurde, den gesamten Bildschirminhalt zu nutzen. Praktisch dürfte für viele Nutzer das neue Control Center sein. Alle Kontrollelemente sind dort an einem zentralen Ort versammelt. Mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms hat man Zugriff auf Flugmodus, Wi-Fi, Bluetooth und “Nicht Stören” sowie die Möglichkeit die Bildschirmhelligkeit zu justieren, die Musikwiedergabe zu regeln und Musik via AirPlay zu streamen. Das Control Center bietet außerdem schnellen Zugriff auf Uhr, Kamera, Rechner und Blitzlicht.

 

Neue Foto-App in iOS 7

Für Fotografen interessant: iOS 7 beinhaltet eine überarbeitete Fotos-App mit der Funktion “Moments”. Hiermit lassen sich automatisch Fotos und Videos auf der Basis von Zeit und Ort organisieren. So kann man etwa herauszoomen, um alle von Moments, Sammlungen von “Moments” geordneten Fotos anzuschauen. iOS 7 integriert zudem iCloud Foto Sharing. Hiermit können Familien und Freunde etwa eigene Bilder und Videos zu Fotostreams beisteuern. Eine neue, so genannte “Activity-Ansicht” bildet geteilte Streams dann gemeinsam ab.

 

iOS 7 erscheint im Herbst 2013
iOS 7 erscheint im Herbst 2013

Die iOS 7 Beta Software und das SDK sind ab sofort für Mitglieder des iOS Developer Program auf developer.apple.com erhältlich. “Normale” Nutzer müssen sich noch etwas gedulden: iOS 7 wird erst ab Herbst als kostenloses Update für das iPhone 4 und neuer, iPad 2 und neuer, iPad mini und iPod touch (fünfte Generation) erhältlich sein. Apple designt Macs, die besten Personal Computer der Welt, zusammen mit OS X, iLife, iWork und diversen professionellen Softwareanwendungen. Apple führt die digitale Musikrevolution mit seinen iPods und dem iTunes Online Store an. Apple hat das Mobiltelefon mit dem revolutionären iPhone und App Store neu erfunden und definiert die Zukunft mobiler Medien und Computer mit dem iPad neu.

Neue Firmware für die Leica S2

Leica S2
Leica S2

Ab sofort gibt es von der Leica Camera AG eine neue Firmware (FW 1.0.4.2) für die Leica S2/S2-P. Das Update lässt sich ab sofort im Leica Kundenbereich kostenlos downloaden. Das Firmware Update ist unter anderem auf die Nutzung der neuen S Objektive Leica Super-Elmar-S 1:3,5/24 mm ASPH und Leica Vario-Elmar-S 1:3,5-5,6/30-90 mm ASPH ausgerichtet und verbessert deren Funktion. Des Weiteren ist die neue Firmware Voraussetzung für die Verwendung der Leica Zentralverschluss-Objektive.

Weiterhin wurde das Firmware Update genutzt, um ein paar Verbesserungen zu implementieren. Hierzu gehört die Optimierung der Belichtungs-Betriebsart Blendenautomatik (T). Bislang wurde die Belichtungszeit auch im T-Modus, bei Über- oder Unterschreitung des Belichtungsbereichs, automatisch der Lichtsituation angepasst. Nun hat die eingestellte Belichtungszeit Priorität. Verbessert wurde zudem die Übermittlung der kameraseitigen Weißabgleichswerte an Photoshop Lightroom. Die Firmware sowie eine Installationsanleitung stehen im geschützen Bereich von Leica zum Download bereit – allerdings nur für registrierte S-Kunden.

Leica M

Edle Messsucherkamera: Leica M

Leica M
Leica M: Die Nachfolgerin der M9 heißt einfach M.

Was folgt auf die Leica M9? “M10″ hatten viele erwartet. Doch weit gefehlt, Leica nennt seine neu, digitale Messsucherkamera schlicht und einfach “M”. Die Leica Camera AG nutzt zur Vorstellung dieses und vieler weiterer Modelle die Photokina und setzt das komplette neue Lineup effektvoll in Szene. Dabei markiert die Leica M im Hinblick auf die Produktbezeichnung eine neue Ära. Leica verzichtet künftig auf alle Ziffern im Produktnamen, “um die Bedeutung der Leica Kamerasysteme M und S nachhaltig und langfristig zu unterstreichen”, wie es heißt.

 

Die Leica M ist mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor ausgestattet und bietet alle möglichen Komfortfunktionen wie Live-View, Full-HD-Videos sowie zusätzliche Fokussier-Methoden. Leica preist sie deshalb als seine bislang vielseitigste Messsucherkamera an. Als erste Leica-Messsucherkamera ist die neue M mit einem völlig neu entwickelten, hochauflösenden Leica-Max-CMOS-Bildsensor im vollen Kleinbildformat mit 24 Megapixeln ausgestattet. Er wurde zusammen mit dem Kooperationspartner CMOSIS speziell für die Kamera und den Einsatz von M- und R-Objektiven entwickelt. Er soll die charakteristischen Vorteile von CCD-Sensoren wie die natürliche, brillante Farbwiedergabe und die eindrucksvolle Detailzeichnung nun auch auf einen CMOS-Sensor übertragen. Mit dem Sensor zusammen arbeitet in der M ein Leica Maestro-Prozessor, der ebenfalls für das Leica S-System verwendet wird.

 

Leica M: Rückseite in typischem M-Design
Leica M: Rückseite in typischem M-Design

Erstmals gibt es bei der Leica M einen Live-View und einen Live-View-Fokus. Der Monitor ist drei Zoll groß und löst mit 920.000 Pixeln hoch auf. Die Leica M bietet zwei weitere Fokusmethoden, die über die neue Fokustaste gestartet werden. Der neue „Live-View-Zoom“ ermöglicht eine bis zu 10-fache Vergrößerung für die volle Kontrolle der Schärfe bei Motivdetails oder der Naheinstellgrenze. Hinzu kommt der „Live-View-Fokus-Peaking“. Hier werden zur Fokuskontrolle Kanten automatisch mit roten Linien markiert. Anhand der Darstellung der Kanten lässt sich die Fokussierung dann beurteilen.

 

Gemäß Leicas M-Philosophie ist auch die neue M auf Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet. So bestehen Deckkappe und Bodendeckel der Kamera etwa aus massiven Messingblöcken. Das Ganzmetallgehäuse ist geschlossen und besteht aus einer Magnesiumlegierung. Spezielle Gummidichtungen sollen das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser schützen. Für die neue Leica M gibt es eine Vielzahl an optionalem Zubehör. Hierzu gehören etwa ein neuer Leica R-Adapter M, der den Anschluss an nahezu alle R-Objektive ermöglicht. Außerdem gibt es einen elektronischen Visoflex-Sucher, Leica EVF2, und ein Multifunktionshandgriff-M mit integriertem GPS-Modul. Ein Leica Mikrofon-Adapter-Set ist ebenfalls verfügbar.

 

Wie nicht anders zu erwarten  ist auch die neue Leica M kein Schnäppchen: Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt 6200 Euro. Sie ist in einer schwarz lackierten und einer silbern verchromten Ausführung ab Anfang 2013 erhältlich.

 

 

 

Canon EOS 6D: kompakte Vollformat-SLR

Canon EOS 6D
Canon EOS 6D

Canon nutzt die Photokina und kündigt die EOS 6D an. Vom Format und Gewicht her ist die SLR mit der EOS 60D vergleichbar. Die EOS 6D ist Canons kleinste und leichteste Vollformat-DSLR und damit ideal für die Reise geeignet. Zudem ist die 6D die erste EOS mit integriertem WLAN und GPS. Der Einstieg in die Vollformat-Fotografie wird rund 2.000 Euro kosten. Allerdings steht die Verfügbarkeit noch nicht fest.

 

20 Megapixel Vollformat

Die EOS 6D arbeitet mit einem neu konzipierten 20,2 Megapixel Vollformat-CMOS-Sensor. Der Standard-ISO-Bereich von ISO 100 – 25.600 ist auf bis zu ISO 50 – 102.400 erweiterbar. Damit sollen natürliche Aufnahmen auch bei sehr dunklen Lichtverhältnissen möglich sein. Auch das 11-Punkt-AF-System bietet ist neu. Es bietet laut Canon die bisher stärkste Low-Light-leistung unter allen bisherigen Canon AF-Systemen. Die Scharfstellung arbeitet bis zu -3 LW, einem Lichtwert, der dem Mondlicht entspricht. Damit wäre also auch unter extremen Lichtbedingungen eine punktgenaue Fokussierung auf das Motiv möglich.

Canon EOS 6D: Rückseite (mit Batteriegriff)
Canon EOS 6D: Rückseite (mit Batteriegriff)

Wie nicht anders zu erwarten, sitzt in der EOS 6D ein DIGIC 5+ Prozessor. Er steuert alle Automatiken und Extras. Mit an Bord sind unter anderem ein HDR-Modus, ein Silent-Modus sowie eine elektronische Wasserwaage im Sucher oder LC-Display. Als erste EOS ist die 6D mit integriertem WLAN ausgestattet. So lassen sich Bilder kabellos an externe Speichersysteme senden, in Facebook und Youtube hochladen oder auf einem WLAN-Drucker (von Canon) ausdrucken. Außerdem können Videos und Bilder auch auf einem DLNA-fähigen HD-TV angesehen werden. Die Bilder können auch ganz einfach kabellos an einen Computer, in eine Cloud oder an ein Smartphone gesendet werden. Über eine kabellose Verbindung kann die Canon auch von einem kompatiblen Smartphone gesteuert werden. Dabei sind Aufnahmeeinstellungen und Scharfstellung vor der fernbedienten Auslösung anpassbar. Über das integrierte GPS lassen sich den Aufnahmen zudem Standortdaten hinzufügen.

 

Mit einer Größe von zirka 144,5 x 110,5 x 71,2 Millimetern und einem Gewicht von nur zirka 770 Gramm gehört die EOS 6D zu den kompaktesten Vollformat-DSLRs, die Canon je hergestellt hat. Sie ist staub- und spritzwassergeschützt; Teile des Gehäuses sind aus Magnesium. Das hochauflösende  3,0 Zoll große Clear View LC-Display (7,7 cm) ist gegen Blendenreflexe optimiert und soll gute Sicht auch bei sehr hellem Sonnenlicht und extremen Bildwinkeln bieten. Optional erhältlich ist ein neuer Batteriegriff BG-E13. Er verdoppelt beim Einsatz mit zwei LP-E6 Akkus die Aufnahmekapazität.

Von oben: Canon EOS 6D TOP mit 24-105mm
Von oben: Canon EOS 6D TOP mit 24-105mm
Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99

Vollformat für Profis: Sony SLT-A99

Sony präsentiert mit der SLT-A99 seine erste Vollformatkamera mit teildurchlässigem Spiegel. Damit wird die A99 zum neuen Topmodell unter den Digitalkameras von Sony. Speziell für die A99 hat Sony einen neuen Exmor CMOS Vollformat-Bildsensor mit effektiv 24,3 Megapixel entwickelt. Zusammen mit dem BIONZ-Bildprozessor soll er eine sehr hohe Bildqualität bei Fotos und Videos ermöglichen. Der neue Sensor punktet im Vergleich zu seinen Vorgängern mit einer großen Transistordichte (Large Scale Integration). Auch der Lichtempfindlichkeitsbereich ist weit. Man kann die Empfindlichkeit in neun Stufen zwischen ISO 50 und 25.600 einstellen. Hinzu kommt ein neuer optischer Multi-Segment Low-Pass-Filter.

 

Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99
Neues Flaggschiff von Sony: Die SLT-A99

Schnell ist die Sony A99 auch: In Vollformat-Auflösung kann sie sechs Bilder pro Sekunde schießen. Im so genannten Telezoom-Highspeed-Modus sind sogar zehn Bilder in der Sekunde möglich. Auch beim Autofokus beschreitet Sony neue Wege: Wie schon bei der der SLT-A77V gibt es ein Phasendetektions-Modul mit einem 19-Punkt-AF-Sensor und 11-Punkte-Kreuzsensoren, das nun zusammen mit einem weiteren Phasendetektionssensor mit zusätzlichen 102 Messpunkten direkt auf dem Bildsensor zusammenarbeitet. Insgesamt gibt es damit 121 Messfelder für die Scharfstellung. Dieses duale Autofokussystem wird dadurch ermöglicht, dass im Inneren der Kamera ein teildurchlässiger Spiegel das Licht auf den Phasenautofokus leitet. Das Scharfstellen soll laut Sony somit schneller und präziser vonstatten gehen.

 

Neue A99 mit AF-D Autofokus

Hinzu kommt ein neuer kontinuierlicher AF-D Autofokus. Dieser Modus wird zunächst von den Objektiven SAL-2470Z, SAL-2875, SAL-50F14, SAL-300F28G2, SAL-70400G und SAL-500F4G unterstützt. Weitere, auch ältere Objektive sollen in Kürze mittels Firmware-Update ebenfalls den AF-D Autofokus anwenden können. Die SLT-A99 filmt nicht nur in den Full HD Formaten 50p und 25p, sondern auch im Kinoformat 24p sowie in 60p. Dank teildurchlässigem Spiegel kann der Autofokus permanent nachgeführt werden. Für die Wiedergabe ist ein HDMI-Ausgang vorhanden. Neu ist zudem ein geräuschloser Multi-Controller auf der Kameravorderseite, mit dessen Hilfe wichtige Kameraeinstellungen während des Filmens möglich sind, ohne dass Störgeräusche aufgenommen werden. Damit das Video mit gutem Stereo-Sound aufgenommen wird, bietet die Kamera eine Tonpegel-Anzeige auf dem Display, einen justierbaren Aufnahmepegel und einen Kopfhöreranschluss.
Die Sony A99 verfügt über einen OLED-Sucher, der 100 Prozent des Bildes abdeckt. Außerdem verfügt die A99 über ein hoch auflösendes Display mit 1,23 Millionen Bildpunkten. Das Magnesium-Gehäuse der A99 ist versiegelt, um sie vor Wasser und Staub zu schützen. Der Verschluss hält nach Angaben von Sony mindestens 200.000 Auslösungen stand.

 

Professioneller Look: Die Sony SLT-A99 von oben
Professioneller Look: Die Sony SLT-A99 von oben

Zusammen mit der A99 kommt auch einiges an Zubehör: Exklusiv für die A99 bietet Sony das SAL-300F28G2 mit einer Festbrennweite von 300 Millimetern an. Der Vertikalgriff VG-C99AM wiederum verlängert durch zwei zusätzliche Batterien die Betriebszeit der Kamera. Das neue LED-Blitzgerät HVL-F60M besitzt die Leitzahl 60 bei ISO 100. Auch das LED-Ringlicht HVL-RL1, dessen Leuchtstärke stufenlos gewählt werden kann, ist neu. Ganz billig sind jedoch weder die neue Sony SLT-A99, die ab November 2012 erhältlich ist, noch das Zubehör.

 

 

Sony gibt folgende Preisempfehlungen:

  • SLT-A99 (Body) von Sony: 2.799,00 Euro
  • SAL-2470Z von Sony (Objektiv): 1.999,00 Euro
  • SAL-300F28G2 von Sony (Objektiv): 7.699,00 Euro
  • RMT-DSLR2 von Sony (Fernbedienung): 50,00 Euro
  • PCK-LM14 von Sony (Bildschirmschutz): 19,00 Euro
  • LCS-BP3 von Sony (gepolsterte Tasche): 169,00 Euro
  • HVL-F60M von Sony (LED-Blitzgerät): 659,00 Euro
  • VG-C99AM von Sony (Vertikalgriff): 399,00 Euro
  • HVL-RL1 von Sony (LED-Ringlicht): 349,00 Euro
  • XLR-K1M von Sony (Kit): 799,00 Euro
  • ADP-MAA von Sony (Adapter): 29,00 Euro

40-fach-Zoom: Olympus SP-820UZ

Olympus SP-820UZ

In Olympus’ neuer Bridgekamera steckt ein 40fach-Zoom, das den enormen Brennweitenbereich von 22 bis 896mm abdeckt (umgerechnet auf KB). Die maximale Blendenöffnung des Superzooms liegt bei F3.4 im Weitwinkel und F 5.7 im Telebereich. Kaum zu glauben, dass man bei 896mm noch scharfe Bilder ohne Stativ hinbekommt, aber dabei soll ein mechanischer Bildstabilisator helfen.

Zu der weiteren Ausstattung der rund 350 Euro teuren Kamera gehören unter anderem ein 14-Megapixel-Sensor, manuelle Belichtungsmöglichkeit, eine Videoaufnahmefunktion in 1080p, ein Blitz und ein 3-Zoll-Monitor.

Mit Akku und Speicherkarte wiegt der Superzoomer etwa ein halbes Kilo, die Abmessungen liegen etwa bei 12 x 8 x 9 Zentimeter, ohne ausgefahrenes Objektiv versteht sich. Die Olympus SP-820UZ soll im Oktober in silber und schwarz in den Handel kommen.

Sony NEX-5R mit Hybrid-Autofokus und WLAN-Modul

Sony NEX-5R
Die Sony NEX-5R kommt mit dem 18-55mm OSS

Sony erweitert die Reihe der spiegellosen Systemkameras: Die Sony NEX-5R beerbt die NEX-5N und löst wie diese mit 16,1 Megapixel auf. Neu ist unter anderem der Hybrid-Autofokus, der auf zwei Schärfemessungen basiert: Der Phasenautofokus misst den Abstand zum Motiv, der Kontrastautofokus sorgt für die richtige Schärfe. Zeitgleich mit der NEX-5R will Sony vier neue E-Mount-Wechselobjektive herausgbringen, die den Hybrid-Autofokus auch unterstützen, darunter drei Zooms und eine 24mm-Festbrennweite.

Zudem ist Sonys neue EVIL-Kamera WiFi-fähig, so dass sich die Kamera drahtlos mit Handys oder mit einem Netzwerk verbinden kann. Von Sonys PlayMemories Plattform lassen sich zudem Apps laden, die wie bei einem Smartphone auf der Kamera installiert werden können.

Die Sony NEX-5R wird wahlweise über zwei Einstellräder oder den Touchscreen gesteuert. Das Display misst drei Zoll in der Diagonale (7,5 Zentimeter) und lässt sich um 180 Grad schwenken.

Die Sony NEX-5R ist ab Oktober 2012 mit dem SEL-18-55 in Schwarz, Silber oder Weiß für 749 Euro zu haben.

 

Bridgekamera Pentax X-5 mit 26-fach-Zoom

Pentax X-5
Pentax X-5

Wie schon die X90 von Pentax bietet auch die neue X-5 ein 26-fach-Zoom, wobei der Brennweitenbereich von 22,3 bis 580 mm weiter im Weitwinkel angesiedelt ist als bei der X90 mit 26 bis 678mm (umgerechnet auf das Kleinbildformat). Der große Zoombereich wird durch eine Makrofunktion ergänzt, die aus nur einem Zentimeter Abstand Motive scharf aufnehmen kann.

Das Gehäuse ähnelt in seinem schwarzen oder silbernen Design der Spiegelreflexkamera Pentax K-5. Es bietet einen elektronischen Sucher sowie ein Display mit einer Diagonalen von drei Zoll. Anders als die K-5 arbeitet die X-5 jedoch nicht mit einem Sensor im APS-C-Format, sondern mit einem kleineren 1/2 33′ CMOS-Sensor. Die Auflösung liegt bei 16 Megapixel.

Videos lassen sich mit der Bridgekamera X-5 ebenfalls aufnehmen und zwar in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixel.

Die Pentax X-5 kommt im September 2012 für 279 Euro in den Handel.

 

Nikon P7700 mit hoher Lichtstärke

Lichtstarke Kompakte: Nikon Coolpix P7700

Die leistungsfähige Nikon Coolpix P7700 richtet sich ausdrücklich an ambitionierte Fotografen, die eine Kompaktkamera wünschen. Nikon spricht sogar von einer “Kamera für Perfektionisten”. Die P7700 verfügt über ein lichtstarkes Nikkor-Objektiv (1:2,0-4,0) mit optischem 7,1-fach-Zoom. Außerdem bietet sie einen 1/1,7 Zoll großen 12-Megapixel-CMOS-Sensor mit rückwärtiger Belichtung, einen Bildstabilisator mit beweglicher Linsengruppe, Filmaufnahmen in Full HD, Aufnahme im RAW-Dateiformat und einen 7,5 cm (3,0 Zoll) großen, schwenk- und drehbaren LCD-Monitor.

 

Nikon P7700 mit großer Anfangsblende

Nikon P7700 mit hoher Lichtstärke
Nikon P7700 mit hoher Lichtstärke

Der Brennweitenbereich der P7700 liegt umgerechnet auf das Kleinbildformat zwischen 28 und 200 mm. Die Lichtstärke ist mit Anfangsblenden zwischen 1:2,0 und 1:4,0 sehr hoch. Nach Angaben von Nikon verfügt die P7700 damit in ihrer Klasse über das lichtstärkste Objektiv mit optischem 7,1-fach-Zoom. Zwei Linsen aus ED-Glas sollen die chromatische Aberration verringern. Das ausklappbare integrierte Blitzgerät kann als Master-Blitzgerät in Nikons Advanced-Wireless-Lighting-System eingesetzt werden. Dies erlaubt die kabellose Fernsteuerung mehrerer Slave-Blitzgeräte.

 

Neben Fotos filmt die P7700 in Full-HD inklusive Stereoton. Der optische Zoom steht auch während des Filmens zur Verfügung. Auf Wunsch kann ein externes Mikrofon angeschlossen werden. Zum professionellen Image der Kamera passt die manuelle Kontrolle über eine Vielzahl von Parametern. Für benutzerdefinierte Kamerakonfigurationen stehen drei Speicherplätze (User Settings) zur Verfügung. Zwei Funktionstasten können mit den am häufigsten verwendeten Optionen belegt werden. Mit zwei Einstellrädern an der Vorder- und Rückseite der Kamera können zudem wesentliche Einstellungen unmittelbar angepasst werden. Bei der Serienaufnahme stehen drei verschiedene Bildraten zur Verfügung: 8 oder 4 Bilderpro Sekunde (jeweils für bis zu 6 Bilder in Folge) und ein Bild pro Sekunde für bis zu 30 Bilder in Folge.

 

Die Nikon Coolpix P7700 ist ausschließlich in Schwarz erhältlich – voraussichtlich ab Ende September 2012. Nikon gibt eine Preisempfehlung von rund 550 Euro.

 

Das Display der Nikon P7700 lässt sich ausklappen
Das Display der Nikon P7700 lässt sich ausklappen
Tokina Reflex mit 300mm

Tokina Reflex: 300mm-Objektiv für Micro Four Thirds

Tokina präsentiert ein 300-mm-Teleobjektiv für spiegellose Micro Four Thirds Systemkameras von Olympus und Panasonic. Das Objektiv ist trotz Metall-Tubus leicht und kompakt. Möglich wird das durch eine Leichtbau-Konstruktion mit Innen-Reflektor-Spiegellinsen. Das Tokina Reflex bietet eine Brennweite von 300 mm, die 600 mm bezogen auf das Kleinbildformat entspricht.

 

Durch den Einsatz einer optischen Konstruktion von sieben Elementen, die in drei Gruppen angeordnet sind, verspricht der Hersteller eine nahezu runde Blendenöffnung, die außerhalb der Schärfeebene für einen sehr angenehmen Unschärfebereich sorgt.  Diese Anordnung soll eine gleichmäßig hohe Abbildungsleistung über das gesamte Bildfeld bis in die Ecken garantieren. Die Mehrfachvergütung der Linsenoberfläche reduziert dabei Streulicht und  Reflexionen. Das neue Tokina Spiegellinsenobjektiv ist 66 x 66 Millimeter klein und wiegt weniger als 300 Gramm. Mit seinen 300 mm zählt dieses Objektiv momentan zu den Modellen mit der größten Brennweite für Micro Four Thirds Kameras. Das Tokina 300-mm-Objektiv arbeitet mit einer festen Blende von F6,3.  Das Objektiv verfügt über ein  integriertes Filtergewinde mit 55 mm Durchmesser.

 

Tokina Reflex mit 300mm
Tokina Reflex mit 300mm

Die Naheinstellgrenze des Tokina Reflex liegt bei 0,8 Metern – für diese Brennweite ein guter Wert. Das führt zu einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2. Die Scharfstellung erfolgt manuell von Hand am Scharfstellring des Objektivs, denn das Objektiv verzichtet bauartbedingt auf einen Autofokus und eine verstellbare Blende. Dies muss aber in der Makrofotografie kein Nachteil sein. Das Tokina Reflex 300 mm F6,3 für Micro Four Thirds Kameras ist ab sofort erhältlich und kostet rund 400 Euro.

 

 

 

 

 

Technische Daten
Tokina Reflex 300 mm F6.3 für MicroFourThirds Kameras

Brennweite

300 mm (600 mm KB-Äquivalent)

Blende (fix)

6,3

Baulänge

66 mm

Max. Durchmesser

66 mm

Gewicht

298 Gramm

Konstruktion

7 Elemente in 3 Gruppen

Naheinstellgrenze

0,8 Meter

Fokussierung

manuell

Filter

55 mm Filtergewinde

Anschluss

MicroFourThirds

Garantie

5 Jahre für offizielle Deutschland-Ware