Das Kamerajahr 2009 hat uns bereits über 80 neue Modelle beschert, und es ist noch nicht einmal Frühling. Dabei sind Kompaktkameras wieder auf dem Vormarsch: Mit riesigen Brennweitenbereichen und umfangreicher Ausstattung machen die Easyshares, Coolpix- ud Finepix-Modelle den Spiegelreflexkameras Konkurrenz. Die wichtigsten Kameratrends von CES und PMA 2009 im Überblick:
Renaissance der Bridge-Kameras: Olympus SP-590 UZ, Nikon Coolpix P90, Pentax X70 & Co.
Wer erwartet hat, dass auch 2009 der muntere Kampf von Canon, Nikon und Sony um Käufer und Marktanteile im Spiegelreflexsegment weitergeht, muss von CES und PMA enttäuscht sein. Nur Olympus mit der
E-620 sowie Panasonic mit der
Lumix DMC-GH1 haben neue Systemkameras präsentiert. Dagegen macht eine neue Generation von Bridge-Kameras von sich reden, die mit ihren großen Brennweitenbereichen durchaus eine Alternative zu einer Einsteiger-Spiegelreflexkamera sein können.
Superzoom Olympus SP-590 UZ

Die Kamera mit dem 26-fach-Zoom: bei starken Teleaufnahmen reduziert der doppelte Bildstabilisator die Verwacklungen
Gleich zu Beginn des Jahres legte Kodak mit
Easyshare Z980 los. Die 24fach-Zoom-Kamera deckt eine Brennweite von 26 bis 624mm ab. Diese Werte werden von der
Olympus SP-590 UZ mit einem 26fach-Zoom (26 bis 676mm) noch getoppt - die Brennweitenangaben in diesem Artikel entsprechend immer dem Kleinbildformat. Auch Nikon und Pentax mischen jetzt mit den 24fach-Zoomern
Coolpix P90 und die
X70 im Megazoom-Segment mit. Alle diese Kameras lösen mit 12 Megapixel auf, bieten einen optischen Wackelschutz und kosten plus minus 20 Euro etwa 400 Euro. Auch Sony hält mit der
Sony Cyber-shot DSC-HX1 samt G-Objektiv Anschluss an die Superzoomklasse. Sie ist mit rund 530 Euro teurer als der Rest - jedoch verspricht Sony dank Bionz-Prozessor schnelle Serienbildaufnahmen.
Auch in ultrakompakten Gehäusen steckt immer mehr Brennweite. Beispiele dafür sind die
Panasonic Lumix DMC-TZ7 oder
Canon Powershot SX 200 IS mit jeweils einem 12fach-Zoom und Maßen von nur etwa 10,3 x 6 x 4 cm. Auch Samsung schraubt vor allem an der Optik. So kann beispielsweise die
Samsung WB500 bei einem 10fach-Zoom noch mit einem rekordverdächtigen Weitwinkel von 24mm aufwarten.
Waserdicht, stoßfest und schmutzabweisend: Canon D10, Panasonic FT1 und Fujifilm Z33WP
Bunt und elegant waren Ultrakompaktkameras schon immer. Nun ist auch Robustheit für die kleinen Knipsen gefragt. Stoßfest sollen sie sein, schmutzabweisend und am besten auch noch wasserdicht. Mit diesen Fähigkeiten hatten bis jetzt nur Pentax -
Optio W60 - und Olympus geworben. Im Jahr 2009 poppen von fast jedem Hersteller so genannte Outdoor-Kameras auf. So ist die
Canon D10 bis 10 Meter Tiefe wasserdicht, die
Fujifilm Z33WP kommt mit großem 2,7-Zoll-Display und großen, handschuhfreundlichen Tasten und die
Panasonic FT1 ist mit Gummidichtungen sowie verstärktem Glas geschützt. Olympus erneuert seine Tough-Reihe mit der
mju: 8000 und der mju: 6000, dabei bietet die mju: 8000 ein Manometer, das den Luft- und Wasserdruck messen kann.
Canon Powershot D10

Die 12-Megapixelkamera ist bis zu einer Tiefe von 10 Metern wasserdicht, erschütterungsresistent, staubgeschützt und funktioniert laut Canon bei Temperaturen bis Minus 10 Grad
Digitalkameras denken mit: Automatische Szenewahl und Lächelerkennung
Egal, ob Einsteigerknipse oder Spiegelreflexkamera: So ziemlich jedes neues Modell wartet mit diversen Fotografierhilfen auf. Eine automatische Motiverkennung analysiert die Szenerie selbstständig und wählt ein Motivprogramm aus. Ist die Lächelerkennung aktiviert, warten die Kameras mit dem Auslösen, bis die anvisierte Person die Mundwinkel nach oben zieht.
Samsung PL10

Die Smart Face Recognition erkennt häufig fotografierte Personen, zudem kann die 9-Megapixelkamera damit auch Gesichter sortieren
Die Gesichtserkennung ist schon fast ein alter Hut, jedoch legt Samsung hier noch einen drauf. Die
Samsung ST10 und PL10 erkennen Gesichter sogar wieder und warten beispielsweise bei Gruppenfotos bis speziell diese Personen lächeln. Zudem lassen sich die Bilder bereits in der Kamera sortieren. Mit interner Bildbearbeitung macht Olympus sogar für eine SLR wie die
E-620 Werbung. So lassen sich bei diesem Modell zwei Raw-Bilder zu einer Aufnahme kombinieren - beispielsweise, um helle und dunkle Bildbereich zu kombinieren. Jedoch hat man nach wie vor mit der Bildbearbeitung am Rechner mehr Möglichkeiten.
HD-Video und Schärfenachführung: Foto und Video wachsen zusammen
Bei Kompaktkameras ist eine HD-Videofunktion keine Sensation mehr: Kameras wie die
Kodak Easyshare Z915 oder
Sony W290 oder W270 und die
Samsung WB550 mit integrierten HDMI-Schnittstellen nehmen mit einer Auflösung von 720p auf, auch Zoomen beim Filmen oder Tonaufnahmen sind kein Problem. Die Kompaktkamera mit Wechselobjektiven Panasonic
Lumix DMC-GH1 filmt sogar in Full-HD und kann dabei auch die Schärfe nachführen. Sie speichert ebenso wie Panasonics Kompaktmodell
Lumix DMC-TZ7 im platzsparenden AVCHD-Standard.
Panasonic Lumix DMC-TZ7

Die TZ7 speichert Videos im AVCHD-Lite-Format, dazu kommen als Videofunktionen eine spezielle Aufnahmetaste und ein Dolby-Digital-Stereoton. Fotos und Videos lassen sich in einer Diashow gemeinsam abspielen
Getunt: Casio Exilim EX-FS10, Ricoh CX1 und Fujifilm Finepix F200 EXR
Der Megapixelwahn hat ein Ende, die Hersteller schrauben vielmehr an der Schnelligkeit und am Dynamikumfang ihrer neuen Modelle. So transportiert Casio mit den Exilim-Modellen Casio
EX-FS10 und EX-FC100 den Hochgeschwindigkeitsmodus jetzt in die Ultrakompaktklasse. Mit 30 Bildern pro Sekunde (bei reduzierter Auflösung) können die beiden Kameras zwar nicht den gleichen Turbo einlegen wie die Exilim EX- F1 oder die FH20, trotzdem gelingen damit sehr schnelle Serien.
Fujifilm Finepix F200 EXR

Der Super CCD Extreme lässt sich einstellen: So kann man eine hohe Auslösung, einen weiten Dynamikbereich oder eine hohe Lichtempfindlichkeit wählen
Ricoh überrascht bei der
CX 1 ebenfalls mit einem Highspeed-Modus, der jedoch nur bei 4 Bilder pro Sekunde liegt - dies allerdings bei voller Auflösung von 9,3 Megpixel. Mit reduzierter Auflösung und der so genannten Ultra High Speed Serienfunktion sind sogar bis zu 120 Bilder pro Sekunde drin. Durch einen speziellen Algorithmus vergrößert sich zudem der Dynamikbereich bei der CX1 nach Angaben des Herstellers um bis zu eine Blendenstufe. Fujifilm schließt mit der
Finepix F200 EXR den Innovationsreigen ab. Der Super CCD Extreme lässt sich wahlweise mit voller oder halber Aufloesung einsetzen, wodurch auch bei Dunkelheit oder Gegenlicht rauscharme und detailreiche Bilder gelingen.
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