Apple iPad: Riesen-iPod und digitaler Bilderrahmen

Das neue iPad siedelt sich in Apples Produktpalette zwischen dem superdünnen Notebook Air und dem iPhone oder iPod touch an. Mit 24,3 x 19 x 1,3 cm und 0,68 kg ist das iPad kleiner und leichter als das Air, auch fällt ist das Display mit 9,7 Zoll Diagonale geringer bemessen das Air mit 13,3 Zoll. Das iPad arbeitet mit dem von Apple entwickelten 1-GHz-Chip A4, der gleichzeitig als Haupt- und Grafikrecheneinheit fungiert. Im Air dagegen steckt wie auch in den anderen Apple-Rechnern ein Intel-Chip. Dank des Prozessors laufen auch auf dem iPad alle Apps, die für das iPhone oder den iPod zur Verfügung stehen. 12 Anwendungen sind bereits installiert, darunter Photo-App – dazu gleich mehr. Programme wie iLife oder Photoshop können nicht installiert werden, jedoch entwickelt Apple eine iPad-Version von iWork, die sich als App für 10 Euro laden lassen soll. Bedient wird das iPad über das berührungsempfindliche Display, dazu ist eine Onscreen-Tastatur integriert.

Daten können per USB, Bluetooth oder WLAN übertragen werden – das iPad funkt mit dem 802.11n-Standard. Außerdem wird es ein Modell geben, das sowohl WLAN als auch 3G bietet, diese unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbps in HSDPA Netzwerken. Im Gegensatz zum iPhone kann das iPad zunächst nicht telefonieren, jedoch ist dank Internet, integriertem Mikro und Lautsprechern Voice over IP möglich. Strom erhält das iPad von einem Akku, der sich über das mitgelieferte Dock oder über das USB-Kabel aufladen lässt.

Apple iPad: Fotofunktionen

Anders als das iPhone bietet das iPad keine Kamera, jedoch ist das neue Gadget als Anzeigegerät für Fotos interessant. Auf dem großen Display mit LED-Hintegrundbeleuchtung sollen Fotos wie auch Videos brillant und scharf dargestellt werden, so dass sich das iPad auch als digitaler Bilderrahmen verwenden lässt. Auch dreht das Gerät die Bilder ins Hoch- oder Querformat, je nach dem wie man den iPad hält. Im iPad ist Photo-App vorinstalliert. Diese Anwendung sortiert Fotos innerhalb von einem Album in mehrere Stapel, durch die man mit den Fingerspitzen wie beim iPhone blättern kann. Auch Diashows sind möglich. Aus Photo-App lassen sich zudem WLAN-fähige Drucker ansteuern und die Bilder bis zu einem Format von 15 x 9 Zentimeter drucken. Fotos können von der Kamera direkt auf den iPad übertragen werden. Jedoch ist dafür das optionale Camera-Connection-Kit für rund 30 US-Dollar nötig. Dieses enthält Adapter für das USB-Kabel der Kamera sowie für SD-Karten. Mit einem Windows-PC oder einem Mac-Rechner lassen sich zudem Fotos und andere Medien über iTunes 9 synchronisieren.

Das kostet ein iPad

Das iPad ist ab Ende März als 16GB-Modell für 499 US-Dollar, als 32GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64GB-Modell für 699 US-Dollar erhältlich. Die WLAN + 3G-Modelle des iPad werden im April in den USA und ausgewählten Ländern als 16GB-Modell für einen Preis von 629 US-Dollar, als 32GB-Modell für 729 US-Dollar und als 64GB-Modell für 829 US-Dollar verfügbar sein. Die internationalen Preise und die weltweite Verfügbarkeit werden später noch bekannt gegeben.