Nach Canon geht im neuen Jahr nun auch Nikon mit einem neuen Spitzenmodell an den Start: Die Nikon D4 ist die Weiterentwicklung der Nikon D3s und bietet Technik vom Feinsten. Highlights sind ein 16-MP-Sensor, eine sehr schnelle Serienbildgeschwindigkeit und eine extrem hohe Lichtempfindlichkeit. Für viele Fotografen wird die Nikon D4 jedoch ein unbezahlbarer Traum bleiben: Nikon gibt eine Preisempfehlung von 5.929 Euro. Ab Mitte Februar ist die Kamera erhältlich.
Die Nikon D4 verfügt über einen 16,2-Megapixel-Bildsensor im FX-Format und die Nikon-Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 3. Dies ermöglicht Serienaufnahmen mit extrem hoher Bildrate von bis zu 11 Bilder/s. Damit ist die D4 schneller als jede andere Nikon DSLR-Kamera. Eine optimierte Rauschunterdrückung und die in den Sensor integrierte 14-Bit-A/D-Signalverarbeitung sollen Bilder von höchster Qualität mit wenig Rauschen und hohem Dynamikumfang ermöglichen – selbst bei hoher ISO-Empfindlichkeit. Der ISO-Bereich von ISO 100 bis 12.800 lässt sich auf bis zu ISO 204.800 erweitern.
Die D4 filmt zudem in Full-HD (1080p) mit 30, 25 oder 24p, bei 720p sind sogar 60, 50, 30 und 25p möglich. Filmsequenzen können dabei jeweils mit einer Länge von fast 30 Minuten (29 min 59 s) aufgezeichnet werden. Für den Live-View-Betrieb stehen einige Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die motorische Blendensteuerung ermöglicht über Tasten an der Kameravorderseite ein feinstufigeres Auf- und Abblenden in 1/8 Blendenstufen. Indexmarkierungen ermöglichen es, wichtige Einzelbilder eines Filmes auf der Zeitleiste zu kennzeichnen.
Bei der Motiverkennung arbeitet in der D4 ein RGB-Sensor mit 91.000 Pixel.Mit diesem hat Nikon die 3D-Motivverfolgung besonders beim Fotografieren kleinerer Motive deutlich verbessert. Der Sensor dient zudem für eine größere Genauigkeit für Autofokus und Belichtungsautomatik. Das Autofokus-Sensormodul und die Algorithmen sollen die Empfindlichkeit bei schlechten Lichtbedingungen verbessern, nämlich bis zu -2 LW (ISO 100, 20 °C). Insgesamt gibt es 51 AF-Sensoren, darunter 15 Kreuzsensoren.
Ebenfalls neu ist der Verschlussmechanismus aus Kevlar-/Kohlefaser-Verbundmaterial. Er ist auf einen Standardlebenszyklus von 400.000 Auslösevorgängen ausgelegt. Eine intelligente Verschlussüberwachung mit Selbstdiagnose und ein neues Antriebsmodul reduzieren den Strombedarf, wenn der Verschlussvorhang bei Filmaufnahmen für längere Zeit geöffnet ist. Die Einschaltzeit gibt Nikon mit ca. 0,12 Sekunden an, die Auslöseverzögerung mit 0,042 Sekunden (ohne AF). Die D4 verfügt über zwei Speicherkartenfächer: eines für Highspeed-CF-Karten (UDMA 7) und eines für Highspeed-XQD-Karten mit hoher Kapazität.
Der 3,2-Zoll-Monitor der D4 löst standesgemäß mit 921.000 Bildpunkten auf und bietet einen großen Betrachtungswinkel sowie eine automatische Helligkeitssteuerung. Daneben gibt es einen optischen Glasprismensucher mit 100 % Bildfeldabdeckung und 0,7-fache Vergrößerung (mit 50-mm-Objektiv 1:1,4 bei unendlich, -1,0 dpt). Der große Austrittspupillenabstand des Nikon-Suchers soll dabei die Ermüdung der Augen verringern, wenn die Kamera über einen langen Zeitraum verwendet wird. Ein elektronischer virtueller Horizont hilft bei der Kameraausrichtung.

