Im Februar 2009 hatte Fujifilm mit der Finepix F200 EXR die erste Kamera mit einem Sensor Super CCD Extreme vorgestellt. Nun legt der Hersteller nach und bringt mit der Finepix S200 EXR und der Finepix F70 EXR zwei weitere Modelle mit dem neuen Sensor.
Zunächst zu der Finepix S200 EXR: Im Gegensatz zu der kleinen F200 EXR bezeichnet Fujifilm die neue S200 EXR als eine Bridge-Kamera. Dafür sprechen das 14,3-fach-Zoom, die Möglichkeit, Raw-Daten zu speichern, und nicht zuletzt die stattlichen Maße von 13 x 9,4 x 15 Zentimeter. Das Objektiv deckt einen großen Brennweitenbereich von – umgerechnet auf das Kleinbildofrmat – 30,5 bis 436 Millimeter ab, die Anfangsblenden liegen bei F2.8 und F5.3. Ungewöhnlich für eine Bridge-Kamera ist der manuelle Zoomring, mit dem sich der Bildausschnitt vermutlich schneller und genauer einstellen lässt als mit einem Zoom-Motor wie ihn beispielsweise die Bridge-Kameras Nikon P90 oder Pentax X70 bieten. Zudem wird das Objektiv von einem optischen Bildstabilisator "Lens Shift" unterstützt, der besseren Wackelschutz bei Tele-Einstellungen und wenig Umgebungslicht sorgt.
Fujifilm Finepix S200 EXR rechnet Aufnahmen schon in der Kamera zusammen
Die Besonderheit der 12-Megapixel-Kamera ist aber der Sensor Super CCD Extreme. Je nach Aufnahmesituation und Motiv kann der Fotograf die Priorität des Super CCD EXR einstellen. Um Fotos mit vielen Details einzufangen, wählt man die volle 12-Megapixel-Auflösung. Fotos bei wenig Licht erfordern eine hohe Lichtempfindlichkeit. Um dies zu erreichen, werden zwei benachbarte Pixel derselben Farbe zusammengefasst, so dass die Lichtempfindlichkeit steigt und das Bildrauschen trotzdem gering bleibt – die Auflösung ist dabei jedoch reduziert. Für einen weiten Dynamikumfang bei kontrastreiche Bildern werden die beiden Pixel des gleichfarbigen Paares zusätzlich unterschiedlich lang belichtet. Die Kamera nimmt dann zum gleichen Zeitpunkt zwei unterschiedlich belichtete Bilder auf und rechnet diese automatisch zu einem Bild weitem Kontrastumfang zu sammen. Im EXR-Auto-Modus wählt die Kamera automatisch je nach Motiv den entsprechenden Modus.
Während diese Features bereits in der F200 EXR integriert waren, sind bei der S200 EXR der Pro-Focus-Modus und der Pro Low-Light-Modus neu hinzugekommen. Im Pro-Focus-Modus nimmt die Kamera autoamtisch zwei bis drei Bilder hintereinander auf und rechnet diese so zusammen, dass sich beispielsweise ein Bild mit großer Tiefenschärfe ergibt. Im Pro-Light-Modus soll die Kamera vier Aufnahmen mit hoher Lichtempfindlichkeit zu einem einzigen rauscharmen Bild zusammenrechnen.
Weitere Extras der Fujifilm Finepix F200 EXR sind fünf Modi, in denen die Digitalkamera die Körnigkeit und Farbigkeit von beliebten analogen Filmtypen nachstellen kann, sowie ein VGA-Video-Modus und eine Gesichtserkennung. Die Fujifilm Finepix S200 speichert auf SD- oder SDHC-Karten, die Kamera ist im schwarzen Gehäuse ab September 2009 für rund 500 Euro im Handel.
Mehr Infos:
Fujifilm F70EXR mit 10fach-Zoom vom 22.Juli 2009
Fujifilm Finepix F200 EXR mit Super CCD Extreme vom 5. Februar 2009