Das schlimme Unglück kostete zwei Menschen das Leben: Am 3. März 2009 stürzte das Kölner Stadtarchiv komplett ein. Nun entwickelt sich das Unglück auch noch zu einer kulturhistorischen Katastrophe. Laut DGPH sind aller Wahrscheinlichkeit nach zahlreiche Bild- und Schriftdokumente zur Photographie verloren. In dem Gebäude lagerten unter anderem allein aus dem Nachlass von Gruber 154 Kartons, weit über 14.000 dokumentarische, beschriftete Photographien, 5.800 Negative und 300 Plakate. Gruber hatte die 1951 gegründete Deutsche Gesellschaft für Photographie initiiert und die photokina-Bilderschauen begründet. Der Nachlass von Vilém Flusser vereinte rund 2.500 Essay-, Vortrags- und Buchmanuskripte, und umfangreiche Korrespondenz und Publikationen. Ebenfalls verloren sind die Photographennachlässe von unter anderem Heinz Held, Walter Dick, Peter Fischer, und Henry Maitek -, sowie ein Negativ-Bestand des photokina-Dokumentaristen Charles E. Fraser. Auch die Zeitgeschichtliche Sammlung Bild mit 60 000 Exponaten, in der stadthistorische Aufnahmen berücksichtigt waren, ist unter den Trümmern begraben. Insgesamt lagerten in dem historischen Stadtarchiv eine halbe Million photographischer Bilder.
Fotoschätze unter Kölner Stadtarchiv begraben
– 17.03.2009Posted in: Allgemeines