Digitalfotografen nutzen das Global Positioning System, indem sie zusätzlich zu ihrer Kamera einen GPS-Datenlogger einsetzen, mit dem die geographischen Standortdaten automatisch festgehalten werden. Digitalkameras mit serienmäßig eingebautem GPS-Empfänger wie die Nikon P6000, die selbstständig Längen- und Breitengrade in die Metadaten der Bilder eintragen, sind komfortabler, aber derzeit noch nicht weit verbreitet. Das manuelle Verorten ist ebenfalls möglich, jedoch wesentlich zeitaufwendiger und setzt voraus, dass sich der Fotograf an die Standorte seiner Aufnahmen erinnern kann.
Mit der StudioLine Photo Classic 3.6 Plus Geotagging-Funktion werden die GPS-Positionsdaten aus den Datenloggern ausgewertet und über die Aufnahmezeit vollautomatisch dem Foto zugeordnet und im Bildarchiv abgespeichert. Um eine exakte Ortszuweisung der Bilder zu erreichen, ist eine übereinstimmende Datums- und Zeiteinstellung in der Kamera und dem Datenlogger Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, kann der Fotograf Zeitunterschiede manuell mit StudioLine direkt bei der Zuweisung der Standortdaten korrigieren. Für Kameras mit serienmäßig eingebautem GPS-Empfänger übernimmt StudioLine beim Laden der Fotos automatisch die in den Metadaten gespeicherten Geodaten in das Bildarchiv.
StudioLine unterstützt auch das manuelle Geotagging. Fotos ohne GPS-Daten, wie zum Beispiel ältere Aufnahmen oder Fotos von Dritten, können per Drag & Drop auf eine Google Maps-Karte nachträglich mit dem StudioLine Geo Explorer verortet werden. StudioLine verwendet zudem die GPS-Koordinaten, um standortbezogene Informationen wie Land, Ort und eventuell Straßennamen über den Internetdienst GeoNames zu beziehen und in den entsprechenden IPTC-Daten des Bildes zu speichern. Somit kann die Fotosammlung schnell nach Städten oder Sehenswürdigkeiten durchsucht, gefiltert oder sortiert werden. Über den StudioLine Geo Explorer lassen sich Bilder mit Standortdaten direkt aus dem Bildarchiv in digitalen Karten oder auf Satellitenfotos darstellen. Als weitere Präsentationsmöglichkeit werden Bilder auf Knopfdruck in Googl Earth angezeigt.
Über den Studioline-Webservice können auch Anwender von StudioLine Photo Basic Fotos auf einer digitalen Landkarte markieren und so manuell mit Standortdaten versehen. Über die Exportfunktion können die Daten im KML-Format für die Präsentation z. B. an Google Earth übergeben werden.
Studioline Photo Classic 3.6 Plus mit neuer Webgalerie
StudioLine Photo Classic 3.6 Plus verfügt über erweiterte Webgalerie-Funktionen, mit denen jetzt Freunde und Bekannte die örtlichen Zusammenhänge von Fotoserien miterleben können. Durch neue Links auf den Webgalerien werden die Aufnahmeorte der Bilder auf einer digitalen Landkarte präsentiert. Umgekehrt kann auch durch Klick auf den Aufnahmeort das zugehörige Foto angezeigt werden. Die gleiche Funktionalität steht auch in StudioLine DigitalXpress zur Verfügung, dem Zusatzmodul für den Austausch großer Datenmengen.
StudioLine Photo Classic 3.6 Plus für Microsoft Windows Vista / XP / 2000 kostet 59 Euro als Download beziehungsweise 69 euro als CD und ist ab sofort unter www.studioline.net erhältlich. Für registrierte StudioLine Photo Classic Anwender ist das Update kostenlos.