Update: Micro Four Thirds ohne Schwingspiegel

Gestern stellten Olympus und Panasonic den neuen Micro Four Thirds Standard vor. In der Berichterstattung von Fototools fehlte jedoch ein entscheidendes Detail: Der Schwingspiegel, das Charakteristikum einer Spiegelreflexkamera, fällt weg. Steht damit eine neue Kameragattung bevor?In der gestrigen Pressemitteilung von Olympus und Panasonic spielte es keine Rolle bei den Hauptmerkmalen des neuen Micro Four Thirds Standards: das Fehlen des Schwingspiegels. So dachte die Redaktion von Fototools, der Spiegel müsse nicht zwangsläufig wegfallen und es gäbe sowohl Kameras mit als auch ohne, entscheidend sei also nur der um die Hälfte verringerte Abstand zwischen Objektiv und Sensor.

KLassischer Fall von falsch gedacht: Eine Nachfrage bei Olympus und ein Blick auf die Seiten von Four Thirds belehrten uns eines Besseren: Der Schwingspiegel fällt bei künftigen Micro Four Thirds Kameras weg und wird durch ein Live View Display oder durch einen elektronischen Sucher (oder durch beides) ersetzt. Damit ist unser Titel: "Micro Four Thirds: Olympus und Panasonic planen Mini-Spiegelreflex" natürlich Unsinn, denn von einer Spiegelreflexkamera kann man ohne Spiegel nicht mehr sprechen.

Wann kommen die "Mini-SLRs"?

Von was aber dann? Von "Digitalkameras mit Wechselobjektiven nach den Spezifikationen des Micro Four Third Standards" wäre wohl die treffende Bezeichnung. Diese könnten, da sie deutlich kompakter als DSLRs sind, mit den Bridge-Kameras konkurrieren. Stimmt der Preis, wären diese neuen "Mini-SLRs" (die natürlich keine SLRs sind) tatsächlich eine neue Kameragattung, die wie von Olympus erhofft, noch mehr Käufer locken sollen. Man darf darauf gespannt sein, wann Olympus und Panasonic die ersten Produkte präsentieren. Das kann zur Photokina 2008 der Fall sein – oder auch schon viel früher.

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