Wie gut eine Digitalkamera in der Praxis ist, zeigt sich nicht zuletzt am Display. Der kleine Bildschirm auf der Rückseite hilft bei der Motivsuche und eignet sich prima, um die aufgenommenen Bilder schnell zu begutachten. Ist das LCD (Liquid Crystal Display) dagegen zu klein oder die Darstellung zu ungenau, kann dies das Fotovergnügen empfindlich einschränken. Folgende Aspekte sind für die Qualität eines Displays wichtig:
Displaygrößen in Zoll und Zentimeter
[SCREEN:0] Das auffälligste Merkmal eines LD-Displays ist natürlich die Größe. Sie wird mal in Zoll (inch) und mal in Zentimetern angegeben. Es entspricht 1 Zoll dabei 2,54 Zentimetern. Gemessen wird bei Displays immer die Bildschirmdiagonale. Wenn also der Hersteller als Displaygröße 2,7 Zoll angibt, meint dies, dass der Bildschirm diagonal 6,85 Zentimeter groß ist.
Einige Display-Maße im Überblick:
- 2 Zoll = 5 Zentimeter in der Diagonale
- 2,5 Zoll = 6,35 Zentimeter
- 2,7 Zoll = 6,85 Zentimeter
- 2,8 Zoll = 7,1 Zentimeter
- 3 Zoll = 7,48 Zentimeter
- 3,5 Zoll = 8,9 Zentimeter
Die Displays von aktuellen Digicams sind mindestens 2,5-Zoll groß, auch Monitore mit einer Diagonale von 3-Zoll sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Die Sony Cyber-shot T300 trumpft sogar mit einem 3,5-Zoll-Display auf. Ein sehr großer Bildschirm lässt jedoch auf der Rückseite einer kleinen Ultrakompaktkamera kaum noch Platz für die Bedienelemente. Bei vielen Kameras fungiert deshalb das LC-Display gleichzeitig als Touchscreen.
Helligkeit und Schnelligkeit von Kamera-LCDs
Je heller ein Bildschirm ist, desto besser lässt er sich bei Sonnenschein ablesen. Strahlt das Display jedoch zu stark, kann es beispielsweise bei Nachtaufnahmen stören. Deshalb bieten die meisten Digicams die Möglichkeit, die Displayhelligkeit im Menü regulieren. Zudem verbraucht die Kamera weniger Energie, wenn nicht ständig die maximale Helligkeitsstufe eingestellt ist.
Zur Reaktionsschnelligkeit eines Kamea-Displays liefern die Hersteller selten Angaben. Wie das LC-Display auf schnelle Bewegungen reagiert, testet man am besten im Laden: Fahren Sie mit der Hand vor der Linse hin- und her, um festzustellen, ob das Display verwischt. Speziell für Sport- oder Tierfotografie sollte die Kamera dem anvisierten Objekt nicht allzu sehr hinterher hinken.
Tipp: Wer seine Fotos und Videos mehreren Freunden zeigen möchte, sollte zudem auf einen weiten Betrachtungswinkel achten. Bei 170 Grad kann man auch von der Seite das Bild gut einsehen.
Auflösung bei LCDs
Für eine detailreiche Darstellung von Fotos und Videos ist die Auflösung des Monitors verantwortlich. Sie wird wie die Sensorauflösung in Bildpunkten angegeben. 230.000 Pixel bei einem 2,5-Zoll-Monitor ist ein guter Wert. Unter 200.000 Bildpunkte sollte die Auflösung nicht rutschen, dann gerät die Bildanzeige leicht pixelig und grob. Top-Werte in Sachen Monitor-Auflösung bieten zur Zeit die "3-Zöller" der Spiegelreflexkameras Sony Alpha 700 mit 921.000 Pixel und Nikon D3 mit 920.000 Bildpunkten.