Professionell maskieren mit Fluid Mask

Wenn ein Bildteil mit einer Maske versehen ist, wird er von der Bildbearbeitung ausgenommen. Auch kann er einfach aus dem Bild ausgeschnitten und beispielsweise in ein anderes eingesetzt werden. Das klingt einfach, entpuppt sich jedoch selbst in einer Profi-Bildbearbeitung wie Photoshop bisweilen als zeitraubende Aufgabe. Unregelmäßige Kanten, unruhige Hintergründe und schwimmende Übergänge zwischen den Bidbereichen erschweren dem Zauberstab & Co die Arbeit.
Abhilfe leistet hier Fluid Mask. Das Tool von der englischen Firma Vertus lässt sich als Plug-in in Photoshop einbinden und findet die Kanten für die Maskierung automatisch. Und so funktioniert Fluid Mask:

[SCREEN:0]1. Bildanalyse Wenn Sie in Photoshop über das Filtermenü "Vertus" das Plug-in Fluid Mask aufrufen, sucht das Tool nach Kanten, die das Bild farblich sowie von der Helligkeit und Oberflächenstruktur in unterschiedliche Bereiche untergliedern. Die einzelnen Segmente sind durch die blauen Ränder abgegrenzt.

[SCREEN:3]2. Werkzeuge Für die Maskierung gibt es drei Pinselarten – wir bleiben hier bei den englischen Bezeichnungen. Der Pinsel "Local" wählt das Segment aus, in den Sie geklickt haben. Je größer dabei die Pinsel ist, desto mehr Segmente wählt der Pinsel aus. Die Pinselart "Exact" bezieht sich dagegen genau auf die Pixel, über die man fährt – ganz unabhängig von den Segmenten. Der "Gobal"-Pinsel wählt mit einem Klick automatisch alle Bildbereiche aus, die dem Pinsel ähnlich sind. Der Toleranzbereich des Pinsels lässt sich einstellen. Wahlweise kann man im Maskierungs- oder im Entfernungsmdus arbeiten. Nach der ersten Maskierung kann man sich die Ränder anzeigen lassen und manuell weiter verfeinern.

3. Übergang Wenn man eine Maske erstellt hat, zeigt Fluid Mask  eine "Complex Mask" an – markiert durch den blauen Rand. Die "Complex Mask" sorgt für einen weichen, fließenden Übergang von Vordergrund und Hintergrund – auch dies lässt sich einstellen.

[SCREEN:2]4. Palette "Edge Detection Options" Je nach Foto fällt die Bildanalyse von Fluid Mask anders aus – mal werden mehr, mal weniger Kanten und Segmente dargestellt. In der Palette "Edge Detection Options" lässt sich die Zahl und der Umfang der Segmente einstellen. Dazu stehen Befehle wie "Edge Sensivity" oder "Edge Contrast" zur Verfügung.

5. Filter anwenden Mit "Save And Apply" im Menü "File" wird die Maske berechnet und als transparente Ebene in Photoshop übertragen. Dadurch können Sie die Maske nach Belieben dazuschalten oder entfernen – das Original bleibt davon unberührt.

Hinweis: Fluid Mask ist ein Plug-in. Um es zu nutzen, benötigen Sie Adobe Photoshop ab Version 7 bis CS2 oder Photoshop Elements. Photoshop ist nicht im Gewinn enthalten. Das Programm läuft auf Windows 2000 und XP sowie auf MacOS X ab der Version 10.3 oder höher.