Software, Freeware, Shareware . . .

Bezeichnungen für Software gibt es viele, doch was sie genau bedeuten, weiß eigentlich keiner so genau. Häufig gibt es sogar für ein und dasselbe Programm gleich mehrere Versionen. Fototools versucht eine Begriffsklärung.

Um es gleich vorwegzusagen: Eine eindeutige Begrifflichkeit gibt es nicht immer. Software lässt sich zwar vom Preis, vom Vertriebsmodell und vom Funktionsumfang unterscheiden. Aber häufig werden die Begriffe synonym verwendet, so dass die Grenzen verwischen. Wer jedoch seit Jahren mit Software zu tun hat, beobachtet folgenden Sprachgebrauch:

Freeware Eine Freeware ist ein für die private Nutzung kostenloses Programm. Ein Beispiel dafür ist die Browser-Software Irfanview. Wer jedoch Irfanview weitervertreiben will, sollte die Genehmigung des Entwicklers einholen, das gilt insbesondere für den kommerziellen Vertrieb. Das Online-Lexikon Wikipedia unterscheidet beim Begriff Freeware noch weiter: Kennzeichnet der Entwickler beispielsweise seine Software als Public Domain, verzichtet er komplett auf seine Rechte. Bei "Freier Software" darf außerdem noch der Quellcode umgeschrieben werden, ähnlich wie bei Open Source. Vielen Fotografen ist in diesem Zusammenhang die Bildbearbeitung Gimp bekannt.

Shareware Normalerweise ist eine Shareware ein nicht kommerzielles Programm, das zunächst für beispielsweise 30 Tage lauffähig ist. Wer die Software weiter nutzen will, muss ein relativ geringes Entgelt zahlen – sozusagen als Obolus für den Entwickler. Shareware-Entwickler haben ursprünglich darauf vertraut, dass der Anwender von sich aus das Programm bezahlt, wenn er es länger als den Testzeitraum benutzt. Da dies sehr selten der Fall ist, reichen die Einschränkungen inzwischen vom Nagscreen – "Nörgelscreen", der die Anwender auffordert endlich zu bezahlen, bis zu eingeschränktem Funktionsumfang.

Demoversion Als Demoversion wird die Testversion einer kommerziellen Software bezeichnet. Mit der kostenlosen Demoversion will der Hersteller dem Anwender Appetit auf die Vollversion machen. Eine Demoversion ist in der Regel auf ein Laufzeit von 30 Tagen beschränkt oder hat eine deutlich eingeschränkte Funktionalität. Dazu kann beispielsweise zählen, dass das Programm nicht speichert, nur eine bestimmte Anzahl von Dateien bearbeitet oder Fotos mit Copyright-Einblendungen kennzeichnet. Der Übergang von der Shareware zur Demoversion ist fließend.

Vollversion Wer eine Vollversion einer Software erwirbt, darf diese uneingeschränkt nutzen und auch eine Sicherungskopie anfertigen. Häufig sind auch Handbuch und Support mit im Preis inbegriffen. Manche Lizenzen laufen jedoch nach einem Jahr aus, beispielsweise bei einer Anti-Virensoftware.

Upgrade Upgrades oder Updates sind neue Zusatzfunktionen für eine Vollversion. Häufig beseitigen sie Fehler oder Sicherheitslücken wie Microsoft dies beim Betriebssystem Windows tut. Bei Herstellern von Foto-Software wie ComputerInsel oder H & M Software gehören Upgrades dagegen zum Geschäftsmodell. Anstatt jedes Jahr einmal einen größeren Versionssprung zu machen wie etwa Paint Shop Pro oder Photoshop Elements, aktualisieren die beiden Hersteller ihre Software in Monatsabständen mit kleineren neuen Funktionen. Updates sind meist kostenlos.